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20.06.2015, 15:00 Uhr  //  Eishockey

Oberliga-Update: Stand der Dinge Teil 3

Oberliga-Update: Stand der Dinge Teil 3
 HL-Sports (Bild) cs (Text) // hlsports.de


Lübeck – Fünf Vereine stehen noch aus und die sollen in der heutigen Ausgabe vom Stand der Dinge beleuchtet werden. Dabei sind diesmal Ostmeister Leipzig, Ostvize Halle, Timmendorfs großer Rivale Rostock, der Herner EV und der Exot unter allen Teilnehmern, der niederländische Meister aus Tilburg.  Am gestrigen Freitag waren aber die Macher aller Mannschaften sehr umtriebig und so gibt es noch ein paar Transfers zu vermelden. Thomas Herklotz beispielsweise wechselt von den Scorpions nach Braunlage zu den Falken, Viktor Beck (Bremerhaven) verstärkt die Füchse Duisburg und Erfurt freut sich über die Vertragsverlängerung von Sebastian Hofmann.

Herner EV
Es war lange ein Still geworden um das Eishockey in Herne. Gehörte der HEV in den 80er und 90er Jahren zur Creme de la Creme in der Oberliga und kann auch auf einige Jahre in der zweiten Liga zurückblicken, doch Anfang der 2000er ging es bergab. Doch für viele heimlich still und leise hat man in den letzten Jahren gut gearbeitet und den traditionsreichen HEV endgültig wiederbelebt. Nur knapp verpasste die Mannschaft von Frank Petrozza, Trainer und sportlicher Leiter in Personalunion, die Vizemeisterschaft in der Oberliga West. Das zeugt von der Qualität, welche der Ruhrpott-Club aufs Eis bringt und mit der man sicherlich eine gute Rolle in der neuen Oberliga Nord spielt.

Sechs Spieler aus dem letztjährigen Kader haben ihre Verträge schon verlängert. Jakob Rumpel, Michel Ackers, Thomas Dreischer, Stephan Kreuzmann, Lorenzo Maas und Dominik Scharfenort bleiben dem HEV treu. Dazu kommt Michel Weidekamp, der in der letzten Saison noch via Förderlizenz für Herne spielte und nun endgültig an den Gysenberg wechselt. Neu im Team sind bisher Aaron Reckers (Indians), Christian Wendler und Aaron McLeod (beide Essen).

Als Abgänge stehen Benjamin Voigt, Alexander Brinkmann (beide Ziel unbekannt), Fabian Sondern (Auszeit), Jiri Svejda (vermutlich Karriereende) und Marvin Cohut (Dortmund) fest.

Icefighters Leipzig
Die Icefighters aus Leipzig, Timmendorfer Gegner aus der Aufstiegsrunde von 2014, gehen als einer der Mitfavoriten auf den Titel in die neue Saison. Der zweimalige Meister der Oberliga Ost gilt als die Mannschaft, die dem großen Favoriten Duisburg am ehesten Paroli bieten kann. Davon zeugt auch der der zweite Platz in der Oberliga Mitte der letzten Saison.  Allerdings wird es auch in Sachsens größer Stadt Veränderungen geben, die wohl wichtigste an der Bande. Hier übernimmt Sven Gerike das Traineramt von Erfolgscoach Manfred Wolf.

Auch auf dem Eis wird sich ein wenig verändern. So werden Felix Linden (Weißwasser), Daniel Rau (Sonthofen), Tom Fiedler und Jannik Striepeke (beide Heilbronn) Leipzig definitiv verlassen.

Ihre Verträge verlängern haben Sebastian Staudt, Erik Reukauf, Philip Adler, Esbjörn Hofverberg, Damian Martin, Florian Ullmann, Florian Eichelkraut, Hannes Albrecht, Tomas Vrba und Denis Fominych. Bisher einziger Neuzugang ist bisher Kai Schmitz (Neuwied).

MEC Halle Saale Bulls
Ihre Vormachtstellung haben die Saale Bulls in den letzten beiden Jahren verloren, doch insgesamt dürfte man beim einzigen Eishockeyclub in Sachsen-Anhalt froh sein, dass überhaupt weiter gespielt werden kann. Eine neue Eishalle ist in Bau, die finanziellen Probleme der Vergangenheit überstanden. Und schon ging es in der letzten Saison gut voran, auch wenn man dem Rivalen aus Leipzig den Vortritt lassen musste. Mit Trainer Ken Latta kam die Zuversicht und der Erfolg zurück, so dass mit den Bullen definitiv zu rechnen sein wird.

12 Spieler stehen für die kommende Saison bereits unter Vertrag. Clemens Ritschel, Marc Petermann, Michal Schön, Erich Wunderlich, Matt Abercrombie, Georg Albrecht, Troy Bigam, Christopher Gard und Philipp Gunkel verlängerten ihre Verträge. Als Neuzugänge konnten die Anhaltiner bisher Michael Hrstka (Essen), Jörg Wartenberg (Weißwasser) und Gregor Kubail (Rostock) präsentieren.

Getrennte Wege geht man mit Patrick Glatzel Marvin Deske, Mathias Vostarek (alle Ziel unbekannt), Yannick Mund (Scorpions), Robin Sochan (Erfurt) und Artem Klein (Essen).

Rostock Piranhas
Vieles neu macht der Sommer 2015 beim großen Ostseerivalen der Beach Boys. Vor allem die Macher sind neu, denn der langjährige Vorstand um Peter Dickmanns gab das Zepter ab. Mit runderneuerter Führungsmannschaft wollen die Piranhas wieder an (sportlich) erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Zwar dürften die Raubfische nicht um die Meisterschaft mitspielen, aber eine vernünftige Rolle wird man auch in der neuen Oberliga spielen wollen. Dafür soll auch in diesem Jahr Sergej Hatkevich sorgen, dessen Handschrift schon im letzten Jahr bei den Piranhas zu sehen war.

Bewährtes Personal auf dem Eis bleibt dabei an Bord. Tobias John, Florian Brink, Klemens Kohlstrunk, Eric Haiduk, Phillip Labuhn, Jens Stramkowski, Paul Stratmann und der langfristig gebundene Petr Sulcik bleiben weiter in Rostock. Erster Neuzugang ist Goalie Dustin Haloschan (Heilbronn). Einziger Abgang bisher ist Gregor Kubail (Halle).

Tilburg Trappers
Der erste ausländische Club, der in einer höheren deutschen Liga, teilnehmen darf ist gleich eine echte Hausnummer. Schließlich sind die Trappers 15maliger niederländischer Meister und aktueller Titelträger beim Nachbarn. Nun entschieden sich die Macher in Tilburg, einer Stadt in Nordbrabant 80km westliche der Grenze zu NRW, für den Start in der Oberliga. Dadurch erhofft man sich einen höheren sportlichen Wert.

Insgesamt dürften die Trappers die großen Unbekannten sein, zumindest für die deutschen Fans. Dennoch sollte das Team ein ernsthaftes Wort um die vordersten Plätze mitsprechen dürfen, denn es ist zu erwarten, dass ein ähnliches Team wie im letzten Jahr auflaufen dürfte. Dort standen 13 aktuelle Nationalspieler im Kader des Meisters. Und auch der bisher einzige Neuzugang und feststehende Spieler, Mitch Bruijsten aus Heerenveen, ist ebenfalls Nationalspieler seiner Heimat. Mit Bohuslav Subr gibt es auch einen neuen Trainer, ansonsten ist bei den holländischen Nachbarn noch nicht viel bekannt.


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