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06.06.2013, 12:02 Uhr  //  Pferdesport

Ludger Beerbaum übt nach dem Nations Cup Desaster berechtigte Kritik an der FEI

 Ludger Beerbaum übt nach dem Nations Cup Desaster berechtigte Kritik an der FEI
 Manfred Leitgeb (Bild) www.reitsportnews.at (Text) // www.reitsportnews.at

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"Für uns war es beschämend, dass die anderen Nationen sich nicht über die Bodenverhältnisse beim Nations Cup geäußert haben, denn diese waren einfach schlecht. Zu Beginn meinten drei oder vier Teams, dass sie nicht reiten wollen. Doch dann teilte uns die FEI mit, dass nicht teilnehmende Nationen keine Chance auf eine Finalteilnahme haben und damit geht auch der drohende nAbstieg aus der obersten Nations Cup Liga einher. Das veranlasste die anderen Nationen ihre Meinung zu ändern. Wir überlegten unsere Zweit- oder Drittpferde zu reiten oder auch die Reservereiter zum Zug kommen zu lassen, aber wir wollten keines unserer Pferde riskieren.

Die zweite Runde vom Nationenpreis wurde gecancelt und das war eine weitere Bestätigung, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Dennoch gbt es eben dieses Reglement das besagt, dass man sich nicht für das Finale qualifizieren kann, wenn man nicht teilnimmt, außer die Teilnahme wird durch außergewöhnliche Umstände verhindert. Wenn auch andere Nationen ihrer ersten Entscheidung nicht zu reiten gefolgt wären, würde es jetzt auch für Deutschland komplett anders aussehen.

Es sind keine guten Nachrichten für Deutschland, dass wir uns nicht für das Finale qualifizieren können, aber dennoch ist das weniger schlimm als ein Pferd, das nach der Prüfung eine Sehnenverletzung hat. Und ein Finale wird wohl nur halb so viel wert sein, wenn ein Land wie Deutschland nicht dabei ist.

Man kann über das Wohlergehen der Pferde, das immer Priorität haben sollte, viel reden, doch dann werden wir genau dafür bestraft, weil wir im Sinne der Pferde entschieden haben.

In dem Bewerb vor dem Nations Cup haben lediglich die Hälfte der ursprünglich genannten Reiter teilgenommen, weil jeder der Meinung war, dass der Boden zu schlecht ist. Ich wollte reiten um selbst ein Gefühl für den Boden zu bekommen, um selbst zu wissen wie er wirklich ist. Nach dem sechsten Hindernis beendete ich die Runde und sagte, dass es falsch wäre den Nations Cup unter solchen Bedingungen durchzuführen. Vielleicht wären Pferde, die nicht übervorsichtig sind, mit diesen Bedingungen zurecht gekommen, aber für sehr vorsichtige Pferde wäre das katastrophal gewesen.

Auch der Parcours wurde auch geändert, das offene Wasse und die dreifache Kombination fielen weg, und die Hindernisse wurden tiefer gesetzt. So gesehen wurde der Parcours zu einem normalen 1,45 m Springen, das wir jedes Wochenende reiten. Und nach dem Nations Cup wurden alle weiteren Bewerbe abgesagt, was eigentlich ein weitere Beweis dafür sein sollte, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.\r\nWir bedauern unsere Entscheidung nicht und wir würden sie genau so wieder treffen, wenn das notwendig wäre. Den Fakt, dass wir uns nicht für das Finale qualifizieren können und damit wahrscheinlich nächstes Jahr aus dem höchsten Nations Cup Level fallen können wir nicht ändern. Aber die Fragen danach werden bei jeder Pressekonferenz nach jedem Nations Cup auftauchen und eine berechtigte Kritik an der FEI sein. Weil deren Entscheidung in St. Gallen auf vielem begründet war, nur nicht auf Horsemanship.

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