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12.06.2013, 00:00 Uhr  //  Sportmix

Licht und Schatten auf dem Rüdersdorfer Kalksee

Licht und Schatten auf dem Rüdersdorfer Kalksee
 Stefan Sydow (Bild) Udo Sonnenberger (Text) // lrg.de

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Lübeck - Bei der zweiten Station der Ruder-Bundesliga in Rüdersdorf bei Berlin belegte das Frauenteam einen soliden 11. Rang, das Boot der Männer erruderte Platz 14 und konnte damit die Leistungen vom Saisonauftakt in Frankfurt (Platz 8) zunächst nicht bestätigen.

Beide Teams waren mit personellen Nöten angereist: Den Männern fehlten einige Leistungsträger insbesondere für das Mittelschiff. Die Frauen mussten noch am Renntag kurzfristig eine Ruderin nachnominieren um einen kurzfristigen Krankheitsausfall zu kompensieren. Coach Alexander Carius freute sich insbesondere darüber, dass die Frauen den Anschluss in der Liga allmählich finden: „Es ist sehr schwer die Top-Boote auf den vorderen Tabellenplätzen ernsthaft anzugreifen. Unserer Mannschaft gelingt es aber zunehmend im Mittelfeld mitzufahren, es ist dann auch eine Frage der Tagesform, wer am Ende die Bugspitze vorne hat.“
Diese Einschätzung unterstrich das Team um Schlagfrau Friederike Bruß schon im Zeitfahren, wo das Boot auf Platz 10 von insgesamt 13 Booten fuhr, dabei aber im Zeitvergleich nur eine halbe Sekunde vom sechsten Rang entfernt war. Insbesondere durch mannschaftliche Geschlossenheit konnte dies auch über die weiteren Läufe bestätigt werden. Ein deutlicher Sieg im Viertelfinale über die Achter aus Hannover und Essen schuf Selbstvertrauen. Im Halbfinale schob sich dann der Bug der favorisierten Hamburgerinnen nur gut zwei Meter vor dem Frauenachter der Lübecker Ruder-Gesellschaft über die Ziellinie. Ein Duell, das in der letzten Saison weitaus deutlicher entschieden wurde. Einen guten Abschluss bildete dann der Finallauf, in dem erneut das Boot aus Hannover auf der Nebenbahn lag. Auch hier konnten sich die Damen vom Elbe-Lübeck-Kanal recht deutlich mit über einer Sekunde Vorsprung durchsetzen und so in der Endabrechnung mit  Platz 11 trotz einer sehr schwierigen personellen Situation ihre Form bestätigen.

Bei den Männern bezeichnete Trainer Carius am Ende den 14. Platz als „leistungsgerecht“, wollte dies aber nicht als grundsätzlich gültige Aussage für die gesamte Saison  verstanden wissen: „Uns fehlten mit Wilm Steingröver, Gwinyai Machona, Christoph Matzat, Matthias Hardtmann und Arne Kirschstein gleich fünf Leistungsträger, die insbesondere im Mittelschiff enorm wichtig sind.“ Zwar konnte der lange vom Krankheitspech verfolgte Ex-Juniorenweltmeister Hanno Hagenström wieder das Team verstärken, merkte aber insbesondere in den letzten Rennen des Tages, dass er noch einen deutlichen Trainingsrückstand hat.
Dabei konnte Schlagmann Marten Backmann seine Hintermänner im Vergleich zum Saisonauftakt in Frankfurt zumindest im Zeitfahren etwas weiter nach vorne treiben. Der 12. Rang und ein nur geringer Rückstand auf die Teams im Mittelfeld der Tabelle waren ein solider Auftakt. Konnte man im Achtelfinale in Frankfurt noch in einem äußerst knappen Zieleinlauf den Grundstein für den achten Platz in der Endabrechnung legen, wurde dies in Rüdersdorf nichts: Trotz eines sehr schnellen Laufes wurde es nur ein dritter Platz gegen den späteren Tagessieger aus Frankfurt und die Nachbarn aus Hamburg.
Auch im Viertelfinale reichte es nicht um gegen die Teams aus Dresden und dem „Emscher Hammer“ zu bestehen, während im Halbfinale zumindest noch Schadensbegrenzung gegen das Boot aus München betrieben werden konnte, das man mit einer Bootslänge Vorsprung recht deutlich bezwang. Im Finallauf wurde es dann noch einmal sehr spannend. Getreu  dem Fussballer-Zitat: „Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu“ unterlag man mit nur einer Hundertstel Sekunde per Zielfotoentscheid gegen den „Hauptstadtachter“ aus Berlin.
So ist neben der enttäuschenden Platzierung der Rückstand von circa einer Sekunde auf die einstelligen Tabellenplätze hoffentlich nur eine Momentaufnahme. Zum nächsten Renntag am 2. August in Duisburg möchten die Männer des „Carstens Lübecker Marzipan Achter“ wieder im oberen Mittelfeld der Liga „mitspielen“.
Eine Ansage, der sich Britta Rust aus dem Frauenachter gerne anschließt: „Wir haben auch noch das Potential einen Schritt nach vorne zu machen.“

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