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18.07.2016, 14:51 Uhr  //  Fußball

VfB-Österreicher zwischen „Matura“ und Zukunft im Fußball

VfB-Österreicher zwischen „Matura“ und Zukunft im Fußball
 objectivo/Marcel Krause (Bild) SR (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – „Andi ist ein klassischer Linksverteidiger, mit viel Drang nach vorne und beherzter Zweikampfeinstellung.“ So umschreibt VfB-Chefcoach Rolf Landerl kurz und knapp den ehemaligen Österreichischen U 18-Nationalspieler Andreas Gomig (Foto), den der VfB Lübeck im Juni als einen der ersten Neuzugänge präsentierte. Der 24-Jährige war zuvor in seinem Heimatland beim in der Nähe von Wien gelegenem ASK Kottingbrunn in der 4. Liga aktiv gewesen, Landerl aber vor allem aus der Zeit bei Admira Wacker Mödling bekannt. „Ich war dort zwar nicht sein Trainer, habe ihn aber im Nachwuchsteam das eine oder andere Mal verfolgt, gesehen, dass er Potenzial besitzt.“ So schnupperte der in Gainberg, einem kleinen in Ost-Tirol gelegenem Dorf mit 800 Einwohnern, geborene Defensivallrounder bereits im März erstmalig Lübecker Luft, trainierte zur Probe und fand Gefallen an der Hansestadt, dem Traditionsverein und den Spielern. „Ich bin super aufgenommen worden, konnte mich dem Charme nicht entziehen. Gerade die Altstadt oder auch die Ostsee sind schön“, erinnert sich Gomig, den es in der Jugend im Alter von 10 Jahren zur Austria nach Wien verschlug, wo er bis 17 die Grundtugenden des Fußballs vermittelt bekam. Den VfB als Fußballverein wahrgenommen habe der Österreicher aber schon vorher. „Definitiv. Mir war bekannt, das die Lübecker schon in der 2. Liga gespielt haben, zudem im DFB-Pokal schon weit gekommen sind.“ So wählte Gomig seinen neuen Club bewusst aus. „Ich bin diesen Schritt auch gegangen, um zu sehen, was fußballerisch bei mir noch drin ist, ob nach oben noch etwas möglich ist.“ Einen Mehraufwand nimmt der inzwischen in einer Wohnung im Lübecker Stadtteil St. Gertrud beheimatete dafür gerne in Kauf. „Ich bin schon hier, um etwas zu erleben. In Kottingbrunn habe ich zwar schon bis zu viermal in der Woche trainiert, doch hier kommen ja noch ein bis zwei Einheiten dazu.“ Auch für den Fall, dass nicht der ganz große Wurf gelingt, hat der Verteidiger, der an der Lohmühle einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2018 besitzt, schon einen Plan B in der Tasche, widmet sich parallel schulischen Dingen. „Ich bin ja schon 24 Jahre alt. Da ist man ja nicht naiv. Ich habe in Österreich meine Handelsschule absolviert, bin aktuell dabei mein Matura, in Deutschland nennt man das wohl Abitur, zu machen. Im Sommer 2017 bin ich damit hoffentlich fertig“, verrät Gomig, der dieses alles von Lübeck aus angehen kann, zu den Prüfungen allerdings zurück in seine Heimat muss. Nach bestandener Reifeprüfung sei dann allerdings alles noch offen betreffend seiner Zukunft. „Wie gesagt, es wäre schön wenn ich es schaffe, im Fußball weiter Fuß zu fassen. Wenn das nicht funktioniert, habe ich ein zweites Standbein. Was ich allerdings genau studieren möchte, weiß ich noch nicht.“


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