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08.09.2013, 20:00 Uhr  //  Fußball

Verbandsliga Süd-Ost: Der 8. Spieltag

Verbandsliga Süd-Ost: Der 8. Spieltag
 Björn Nehlsen (Bild) Stephan Russau (Text) // www.hlsports.de


Lübeck - Derbytime auf Marli: TuS Lübeck bezwingt Travemünde, FCD II gewinnt mit Interimstrainer. Not-Elf des VfB II geht leer aus, Moisling verliert erwartungsgemäß gegen Tabellenführer Pansdorf.

VfB Lübeck II – Breitenfelder SV 0:3 (0:0)

„Wir schauen nur auf uns, müssen es schaffen auch einmal konstant über 70-80 Minuten einhundert Prozent und mehr zu geben. Danach wird man sehen, was dabei heraus kommt“, so äußerte sich der Trainer der U 23 des VfB Lübeck Serkan Rinal vor dem Anpfiff gegenüber HL-Sports und hoffte auf den zweiten Dreier der Saison. Doch daraus wurde nichts. Am Samstag unterlagen die Lohmühlenkicker mit 0:3 (0:0) dem Breitenfelder SV und müssen nun gebannt Richtung Abstiegsränge schauen. Dabei macht der erste Abschnitt noch Mut: Nachdem zweimal VfB-Keeper Phillip Walz, unter den Augen seines aus Fehmarn angereisten Vaters, bravourös geklärt hatte, kamen die Hausherren immer besser zum Zug. Kapitän Thomas Aldermann prüfte BSV-Keeper Lukas Oden (9., der mit einem sensationellen Reflex rettete), Rezan Almosa schlenzte das Spielgerät (20.) knapp am Gäste-Gehäuse vorbei. Auch Lars Gödeke ((26., links daneben), erneut Aldermann nach einem Freistoß (37., Oden lenkte zur Ecke) und Aschty Sindy (41., zirkelte ebenfalls vorbei) hatten auch kein Zielwasser getrunken. So ging es torlos in die Halbzeit. Nach dem Wideranpfiff nahm das Unheil dann seinen Lauf. Bei Lars Gödeke, der in der Anfangsphase einen Pferdekuss kassiert hatte und sich über eine halbe Stunde durchquälte, ging gar nichts mehr. So wurde der Stürmer in den zweiten fünfundvierzig Minuten durch Ömer Cicek ersetzt. Doch es kam noch schlimmer: Nach dem zwischenzeitlichen 0:1 (48.) verletzte sich auch  noch Florian Kornberger am Knöchel, musste raus. So kam Trainer Serkan Rinal, der einzige verbliebene Auswechselspieler des dünnen 13-Mann-Aufgebotes, zu seinem Not-Debüt und musste auf dem Feld stehend mit ansehehen, wie die Gäste noch zwei weitere Treffer nachlegten. Lübeck versuchte zwar danach noch alles, so vergaben Tolga Arslan (77.) und Dennis Naumann (79.) einen möglichen Anschlusstreffer, Aldermann wurde zudem in den Schlusssekunden ein glasklarer Elfmeter verwehrt, doch es blieb bei der 0:3-Heimpleite.

Eine, an der Rinal noch lange zu knabbern hatte: „Beim 0:1 fangen wir uns nach einem eigenen Standard einen dummen Konter. Beim 0:2 und 0:3 vertändeln wir leichtfertig den Ball. Wenn man dazu auch noch seine eigenen Chancen nicht nutzt, muss man sich nicht wundern, dass man erneut verliert“, befand der Trainer der U 23 des VfB im Gespräch mit HL-Sports, machte seinem Team aber keinen echten Vorwurf. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft eigentlich wollte, es aber nicht ging. Wir mussten zudem auf sechs eigene Spieler - Anmerkung der Redaktion: Henkel, C. Bornemann, Fabek (alle verletzt), Azad Er (Urlaub), Gribkow (privater Termin) und Eckmann (beruflich eingespannt) – verzichten, das hat die ganze Sache natürlich nicht leichter gemacht.“

So spielte der VfB Lübeck II: Walz – Frank, Naumann, Koth, Kornberger (58. Rinal) – Sindy, Heidel – Gödeke (46. Cicek), T. Arslan, Almosa – Aldermann.
Tore: 0:1 Agonis Krasniqi (48.), 0:2 Agonis Krasniqi (60.), 0:3 Marvin Oden (63.).


Sereetzer SV – FC Dornbreite 1:3 (0:2)

Interimscoach André Venzke feierte am Samstag einen perfekten Einstand. Gleich mit 3:1 (2:0) entledigte sich das von ihm betreute Team der Aufgabe in Sereetz, sorgte für den zweiten Dreier in Folge und dem Sprung ins gesicherte Mittelfeld der Süd-Ost-Staffel. Die Weichen dafür legten die Kicker vom Steinrader Damm kurz vor der Pause. Zunächst profitierte der FCD II von einem klassischen Eigentor von Deniz Aktürk (41.). Nur 120 Sekunden später legte Ole Schliesser (43.) zum 0:2 nach. Spätestens nach dem frühen 0:3 (50.) durch Tietz war der Drops gelutscht, auch wenn SSV-Spielertrainer Ronny Tetzlaff noch der Ehrentreffer für den Gastgeber vor den knapp 50 Zuschauern auf dem Sportplatz an der Berliner Straße gelang und Dornbreites Yasin Pekbal sich zu einer Beleidigung eines Gegenspielers hinreißen ließ und deshalb vorzeitig zum duschen geschickt wurde.

So spielte der FC Dornbreite II: Rudowsky – Demircan, M. Venzke, Pekbal, Jasek, Schliesser (81. Vollkmer), Tietz, Özkaya, Röhrig (63. Bierle), Leischner (84. Cete), Lange.
Tore: 0:1 Denis Aktürk (41., Eigentor), 0:2 Ole Schliesser (43.), 0:3 Michael Alexander Tietz (50.), 1:3 Ronny Tetzlaff (55.).
Rote Karte: Yasin Pekbal (76., wegen Unsportlichkeit)


Rot-Weiß Moisling – TSV Pansdorf 0:4 (0:1)

Sie hatten es schon vorher kommen sehen – und es passierte: RW Moisling unterlag am Nachmittag gegen Spitzenreiter TSV Pansdorf mit 0:4 (0:1), wartet so weiter auf den ersten Dreier der Saison. Dabei roch zunächst alles nach einer Sensation. Der Gastgeber agierte auf Augenhöhe mit dem „Überflieger der Liga“, hatte sogar durch Jan Bornemann (10., drüber) und Maik Brodersen (11., der Kopfball wurde von der Linie befördert) die besseren Chancen. Das Auslassen wurde jedoch bestraft: Nachdem Alexander Kuznik (31.) frühzeitig eine Ampelkarte kassierte, traf  Phillip Kreutzfeldt in Überzahl auch noch vor der Pause zum 0:1 (40.) für Pansdorf. Im zweiten Abschnitt überschlugen sich die Ereignisse: Pandsorf  scheiterte zweimal per Foulelfmeter, dazu erhielt Keeper Christian Boroch auch noch Gelb-Rot (90.). Dadurch bauten Alexander Briegert per Doppelpack und Jonas Cekici den Vorsprung aus. Immerhin: Ersatzkeeper Gunnar Kallweit konnte sich in den Schlusssekunden noch im Gehäuse bewähren, fing einen „überheblich“ geschossenen Ball von Jonas Cekici locker mit der „Mütze“ ab.

Für RWM-Coach Norbert Laszig war das Endergenis deutlich zu hoch ausgefallen: „ Wir haben kämpferisch gesehen wohl eine unserer besten Saisonleistungen abgeliefert, konnten aber die sechzig Minuten Unterzahl gegen Pansdorf nicht wegstecken. Der Schiedsrichter hat heute leider seinen Anteil an unserer Pleite gehabt. Dem 0:1 ging ein klares Abseits und ein Stürmerfoul voraus. Auch ansonsten wirkten die Unparteischen alles andere als sicher, haben die Partie nicht immer unter Kontrolle gehabt. Unter der Lust viel zu pfeifen haben aber beide Teams gelitten.“

So spielte RW Moisling: Boroch -  Brodersen, Repky, Alhas, Strunck (81. Confalone),
M. Bornemann, Erenkaya (61. Özdemir), Kuznik, Jan Bornemann (81. Kallweit), Barten, Bischkopf.
Tore: 0:1 Philipp Kreuzfeldt (40.), 0:2 Alexander Briegert (73.) - oder war es doch ein Eigentor von Mirco Barten?-  0:3 Jonas Cekici (81.), 0:4 Alexander Briegert (86.).
Gelb-Rot: Alexander Kuznik (31., wegen wiederholtem Foulspieles), Christian Boroch (90., wegen wiederholten Foulspieles)
Besondere Vorkommnisse: Christian Boroch (65.) und Gunnar Kallweit (90.) halten jeweils einen Foulelfmeter.


TuS Lübeck – TSV Travemünde 2:1 (0:1)

Ein Derby mit zwei grundverschiedenen Hälften bekamen die Fans des Lübecker Fußballes im Marlistadion zu sehen. Der erste Abschnitt gehörte den Travemündern, die einfach zielstrebiger agierten und durch Jonas Wiese nach einer Viertelstunde verdient in Front gingen. Auch danach bestimmten die Gäste das Geschehen, konnten sich allerdings bei Patrick Müller bedanken, dass es bei der Führung gegen zuvor indisponierte Hausherren auch blieb. Denn der TSV-Keeper parierte zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff  einen Foulelfmeter von Patrick Warnemünde. Doch nach dem Wiederbeginn kippte dann die Begegnung. Schuld daran war Stürmer Marcel Stellbrinck, der innerhalb von 120 Sekunden den 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung für den Turn- und Sportverein von 1893 umwandelte. Den Vorsprung brachte das Chalha-Team letztlich über die verbleibende Zeit und feierte so den fünften Dreier der Saison.

Und das meinten die Verantwortlichen beider Vereine:

TuS-Trainer Ali Chalha: „Ich bin überglücklich, dass wir gewonnen haben. Mit der ersten Hälfte bin ich gar nicht zufrieden, da lief nichts zusammen bei uns, haben wir viel zu viele Zweikämpfe verloren. Travemünde hat trotz unseres vergebenen Elfmeters verdient zur Pause geführt. Im zweiten Abschnitt haben meine Jungs dann ihre Nervosität abgelegt, sind anders aufgetreten. Nach dem schnellen 1:1 und 2:1 für uns war der TSV geschockt, das haben wir ausgenutzt und am Ende verdient gewonnen.“

TSV-Ligamanager Michael Günther: „ Die Enttäuschung bei uns ist natürlich groß. Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft, haben es aber gerade in der ersten Hälfte versäumt nach dem 1:0 nachzulegen. In der zweiten Hälfte waren wir dann nicht wach genug, sodass Stellbrinck doppelt treffen konnte. Beim 1:1 haben wir nicht gut ausgesehen, dem TuS-Stürmer zu viel Platz gelassen. Das 2:1 war unnötig, der Ball kullerte praktisch ins Tor. Danach waren wir leider zu hektisch in unseren Aktionen, um noch einmal zurück zu kommen.“

So spielte der TuS Lübeck: Törper – Meienburg, Rehberg, Stellbrinck, Krause (71. Ozuna), Warnemünde, Skordos (62. Kwiatkowski), Kiecksee, Raabe, Rivera, Richter (90. Seemann).
So spielte der TSV Travemünde: Müller – Klak, M. Beckmann, Wiese (78. Hinz), Szymczyk (62. Pätsch), Kurth, Engler, Heimann, Bölke, Sengün, Mielke.
Tore: 0:1 Jonas Wiese (14.), 0:2 Marcel Stellbrinck (49.), 0:3 Marcel Stellbrinck (51.).
Bes. Vorkommnisse: Warnemünde scheitert vom Elfmeterpunkt an Müller (43.).

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