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17.09.2013, 11:23 Uhr  //  Basketball

Lübecker Rollstuhlbasketballer unterliegen in erstem Härtetest knapp

Lübecker Rollstuhlbasketballer unterliegen in erstem Härtetest knapp
 Uwe Lück (Bild) + (Text) // rsc-hl.de


Lübeck - Am vergangenen Freitag absolvierten die Rollstuhlbasketballer des RSC Hanse Lübeck ihr erstes Testspiel für die kommende Saison in der Oberliga Nord. Dabei ging es gegen die Nordic Bulldogs aus Rostock direkt gegen einen Ligakonkurrenten. Der Fokus von RSC-Coach Mathias Meisel lag vor allem auf den Abstimmungsprozessen innerhalb des Teams: „Wir haben einige neue Sachen in den Trainingseinheiten erarbeitet, die wir nun auf dem Feld umsetzen wollen. Hinzu kommt, dass wir in neuen Formationen spielen wollen und da muss sich die Abstimmung über solche Spiele finden.“

Erkenntnisse sollte das Spiel etliche bringen. Eine erfreuliche bereits vor dem Spiel. Die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zahlte sich aus und man konnte knapp 50 Zuschauer in der Schlutuper Sporthalle begrüßen. Angestachelt von der guten Atmosphäre legten die neuformierten Hanse-Rollis entschlossen los und konnten das erste Viertel mit 12:9 für sich entscheiden. Auch im zweiten Viertel zeigten die Mannen von Meisel, dass sie Willens waren, die Trainingsinhalte umzusetzen. Immer wieder kam man in der Offensive in gute Positionen, die erfolgreich abgeschlossen wurden. Allerdings offenbarte man noch teils große Abstimmungsschwierigkeiten in der Defensive, die die mit lediglich fünf Spielern angereisten Rostocker für sich zu nutzen wussten. Mit 22:22 ging es in die Halbzeit. Im anschließenden dritten Viertel verloren die RSC´ler dann allerdings völlig den Faden. Immer wieder ermöglichte man den Rostockern einfache Punkte und ließ am anderen Ende des Feldes selbst beste Möglichkeiten ungenutzt. Hier zeigte sich besonders, dass man in diesen Konstellationen noch nicht zusammengespielt hatte. Mit 30:38 ging es in den Schlussabschnitt. Jetzt schien es, als seien die Lübecker gebrochen. Die Bulldogs spielten konsequent „ihren Stiefel runter“ und konnten den Vorsprung auf elf Zähler ausbauen (34. Minute). Selbst zwei Minuten vor Schluss betrug der Rückstand aus Lübecker Sicht noch neun Zähler (44:53, 39 Minute). Doch wer dachte, dass sich die RSC´ler nun geschlagen gäben, sah sich getäuscht. Angetrieben von ihrem nimmer müden Publikum kämpfte sich das Team von Meisel über eine offensive Verteidigungsvariante zurück in die Partie. Binnen 50 Sekunden gelangen Centerspieler Thomas Jedtberg, einer der verbliebenen „alten Hasen“ im Team, neun seiner insgesamt 32 Korbpunkte. Als Andreas Hürten, erst im letzten Jahr überhaupt zum Rollstuhlbasketball gekommen, dann noch ein Drei-Punkt-Spiel (erfolgreicher Wurf mit Foul und anschießendem Bonusfreiwurf) folgen ließ, lag die Überraschung in der Luft. Ganz sollte es am Ende dann aber doch nicht reichen. Routiniert verwandelten die Rostocker am Ende die ihnen zugesprochenen Freiwürfe und sicherten so den knappen 56:57 Sieg über das Team des RSC Hanse Lübeck. Unzufrieden wollte mit der für die Zuschauer abwechslungsreichen und spannenden Partie am Ende dann auch Meisel nicht sein: „Einiges hat heute schon gut geklappt. Mein Co-Trainer Uwe Lück und ich werden in den kommenden Wochen alles daran setzen, die Schwachstellen klar zu benennen und durch konsequentes Training zu minimieren. Die Ansätze, dass dies möglich ist, hat das Team heute gezeigt. Besonders gut gefallen haben mir dabei zum einen Luca Puppe, unseren Jüngsten im Team, der trotz seines geringen Alters schon unheimlich kaltschnäuzig ist und zum anderen Andreas Hürten, der sich vor seiner zweiten Saison durch gute Leistungen immer mehr für die Startformation empfiehlt.“

Nicht mitwirken konnten nach wie vor Norbert Harm und Hilke Theophile. Beide laborieren noch an langwierigen Verletzungen. Trotzdem hofft das Trainerteam Meisel/Lück in der kommenden Saison auf beide zurückgreifen zu können.

Für Lübeck spielten und trafen: Jedtberg (32 Punkte, 1 Dreier), Meisel (11), Hürten (5), Paul Sznabel (4), Lück (2), Puppe (2), Karoline Böhnke, Alexander Hammerschmidt, Markus Russ und Stefan Schmidt.     
 


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