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13.10.2013, 21:25 Uhr  //  Eishockey

Gerartz-Festival: Beach Boys holen sich die Indianer-Skalps

Gerartz-Festival: Beach Boys holen sich die Indianer-Skalps
 Nina Cathrin Sulzer (Bild) C. Schülling (Text) // www.hlsports.de


Timmendorfer Strand - Der EHC Timmendorfer Strand gewinnt das dritte Spiel in Folge. Gegen die Hannover Indians setzten sich die Beach Boys vor heimischer Kulisse mit 8:1 (1:0, 4:0, 3:1) durch und bestätigten ihre aufsteigende Form.
Vor 704 Zuschauern im heimischen Eistempel konnte Trainer Sven Gösch auf die Mannschaft setzen, die Adendorf am Freitag besiegt hatte und somit volle drei Sturmreihen aufs Eis schicken. Dabei musste er aber weiter auf die Verletzten und Erkrankten Marcus Klupp, Jeff Maronese, Dennis Overbeck, Marc Vorderbrüggen und David Rutkowski verzichten.
Die Indians hingegen traten in Bestbesetzung an, allerdings erhielt Lars Morawitz im Kasten den Vorzug vor Christoph Oster, der die ersten beiden Spiele begonnen hatte.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die nicht nur besonders fair war, sondern auch einen hohen Unterhaltungswert bot. Beide Mannschaften agierten offensiv und forderten die Torleute Rieck und Morawitz immer wieder heraus. Es dauert aber bis zur 10. Minute, ehe die Beach Boys als erstes Kapital schlagen konnten: Kenneth Schnabel sah Patrick Saggau und der Kapitän vollendete wie schon am Freitag zum wichtigen 1:0.
Beide Mannschaften hielten das Tempo hoch und ein Ausgleich der Indians wäre sicherlich nicht unverdient gewesen, doch Matthias Rieck bot eine starke Leistung und hielt die Führung fest.

Das zweite Drittel begann denkbar schlecht für die Beach Boys, denn Jason Horst musste direkt in die Kühlbox. Aber was heißt schlecht? Wie schon in den letzten Spielen waren die Timmendorfer auch in dieser Partie in Unterzahl erfolgreich, denn Moritz Meyer schnappte sich die Scheibe, überquerte fast ohne Gegenwehr das Spielfeld und netzte dann in der 23. Minute auch zum 2:0 ein.
Die Indians wirkten sichtlich geschockt, zumal die Parade-Sturmreihe um die Kanadier Sanders und Vaillancourt bei der Beach Boys-Defensive abgemeldet war.
Durch aggressives Forechecking gelangen den Beach Boys leichte Scheibengewinne und die wurden konsequent genutzt. André Gerartz markierte in der 27. Minute das 3:0 und nur 61 Sekunden später war Kenneth Schnabel zur Stelle und vollendete eine Vorarbeit von Rob Labute und Thorben Saggau zum 4:0.
Nicht wenige Zuschauer rieben sich auf Grund dieses Spielstandes verwundert die Augen, zumal die Indians offensiv wenig zu Stande brachten. So war es am überragenden André Gerartz in der 39. Minute auf 5:0 zu erhöhen.

Die Indianer begannen das Schlussdrittel mit viel Elan und probierten es weiter. Doch hinein in die Sturm- und Drangphase der Indians war Christopher Röhrl zur Stelle und vollendete in der 47. Minute zum 6:0. Nun war der Widerstand gebrochen und die Beach Boys konnten schalten und walten wie sie wollten. André Gerartz war es vergönnt dem ohnehin schon klaren Ergebnis zwei weitere Treffer (50., 53. Minute) hinzuzufügen und er sorgte damit für große Freude bei den Beach Boys-Fans. Weitere Treffer waren möglich, doch ab und an machte es die Gösch-Truppe zu kompliziert und setzte zu viele Schnörkel.
Trainer Sven Gösch war jedenfalls begeistert von seiner Mannschaft: „Sie hat die Taktik noch besser umgesetzt als in Adendorf. Das war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt und auch beim klaren Spielstand haben die Jungs eine bemerkenswerte taktische Disziplin an den Tag gelegt.“
Auch den Schönheitsfehler, den Ehrentreffer der Indians durch Frank RIchardt in der 56. Minute, kommentierte der Coach eher schmunzelnd: „Wahrscheinlich wollte Matze Rieck nicht die Kiste für den Shutout bezahlen.“
Unter dem Strich gewinnen die Beach Boys eine bemerkenswert faire Partie (insgesamt nur 10 Strafminuten) deutlich und verdient und scheinen die richtigen Lehren aus dem Saisonauftakt gegen Rostock gezogen zu haben. „Das Wochenende war schon toll“, war Gösch sichtlich zufrieden, fügte aber hinzu, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. Angesprochen auf die Leistungsexplosion von André Gerartz (sechs Tore an diesem Wochenende) meinte der Trainer: „André hat sich in der 1. Reihe zu viel Druck gemacht. Nun kann er in der dritten Reihe befreiter aufspielen, dazu passt die Chemie mit Christopher Röhrl und Rino Schroeder.“

Mit dem erfolgreichen Wochenende ist ein weiterer Schritt in Richtung Aufstiegsrunde, dem Ziel der Beach Boys, getan, gerade weil man gegen zwei direkte Konkurrenten gewinnen konnte.
Es gilt am kommenden Wochenende nachzulegen, wenn am Freitag um 20 Uhr die Crocodiles Hamburg im ETC gastieren und die Beach Boys selbst am Sonntag zu den Rittern nach Nordhorn reisen müssen. Auch wenn beide Teams nicht so hoch gehandelt werden, warnt Sven Gösch: „Die werden sich hinten rein stellen, daher wird das Spiel noch schwerer als das heute.“

Statistik
1:0 Saggau (10.), 2:0 Mo. Meyer (23./UZ), 3:0 Gerartz (27.), 4:0 Schnabel (28.), 5:0 Gerartz (39.), 6:0 Röhrl (47.), 7:0 Gerartz (50.), 8:0 Gerartz (53.), 8:1 Richardt (56.)
Strafen: Timmendorf 4 – Hannover 6
Zuschauer: 704

Weitere Ergebnisse:
Hannover Scorpions – Adendorf 12:1, Rostock – HSV 10:5, HH Crocodiles – Nordhorn 4:8


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