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20.10.2013, 09:44 Uhr  //  Fußball

Härte auf den Plätzen nimmt zu – neues Kreisgericht startet

Härte auf den Plätzen nimmt zu – neues Kreisgericht startet
 Harry Klann (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – Das Kreisgericht der Lübecker Fußballer ist wieder komplett und hat eine Menge Arbeit vor sich. Letzten Montag ging es in die erste Sitzung und neben dem Vorsitzenden Rene Klausutis, seiner Stellvertreterin und Beisitzerin Sylvia Raasch und dem Beisitzer Roland Redder, gesellten sich nun auch die beiden neuen Mitglieder des Gremiums Burckhard Schley (Beisitzer und stellvertretender Jugendrichter) sowie Markus Rittner (Jugendrichter) hinzu. Die Arbeit blieb aufgrund der Abwahl-Umstände etwas liegen, doch nun geben die fünf nach der Zustimmung des KFV-Vorstandes richtig Gas und verhandeln die Vergehen der Kicker und Club-Verantwortlichen.

Kreisgerichtsvorsitzender Klausutis sagte im Gespräch mit HL-SPORTS: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ein super Team auf die Beine gestellt haben. Die Aufgabenverteilung ist bis ins Detail durchdacht und macht aus unserer Sicht auch so Sinn. Vielen Dank in diesem Zusammengang an den Vorstand des KFV Lübeck für das entgegengebrachte Vertrauen. Uns ist bewusst, dass unserer Job nicht einfach ist und es man bestimmt nicht allen Recht machen kann. Das Kreisgericht ist stets bemüht, den Kontakt zu den Vereinen intakt zu halten und hofft auf positive Kritik und wenn jemandem etwas auf dem Herzen liegt, wird er auch immer ein offenes Ohr finden. In diesem Sinne bedanke ich mich schon im Voraus für eine gute Zusammenarbeit! Denn es geht hier immer noch um unser aller Hobby - dem Fußballsport!“

Nicht einfach erscheint dabei die Abarbeitung der Vergehen, denn die Tätlichkeiten auf den Plätzen nehmen zu. „Das ist erschreckend und wird durchweg harte Strafen nach sich ziehen“, kündigte Klausutis an, der bisher die Urteile im Jugendbereich fällte und sich nun mit den älteren auseinandersetzen muss. Schiedsrichter-Chef Boris Hoffmann kann davon ein langes Lied singen.
Nicht zu verachten sind die Proteste gegen Spielwertungen, die einen enormen Zeitaufwand für das Gericht bedeuten. Hier müssen Erkundigungen eingezogen, eventuelle Zeugenaussagen angefordert, Passnummern- und Geburtsdaten-Recherche in Kiel angefragt werden. Da zieht Zeit ins Land. Zeit, die durch das alltägliche „Geschäft“ auf den Plätzen einen Berg voll Arbeit mit sich bringen.

Bei all diesen Aufgaben darf man nicht vergessen, dass es sich nach wie vor um ein Hobby handelt und das Quintett die Entscheidungen nicht immer leichtfertig trifft. Aber auch hier passieren sicherlich Fehler und da ist es wie auf dem Platz: Keiner schießt absichtlich daneben. Würden sich alle Fußballer auf den Plätzen immer korrekt verhalten, wäre das Gericht mit weniger Arbeit behaftet, aber darüber wäre von den fünf Mitgliedern niemand so richtig traurig.

Bild v.r. Rene Klausutis, Sylvia Raasch, Burckhard Schley, Markus Rittner. Es fehlt Roland Redder


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