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21.10.2013, 09:19 Uhr  //  Volleyball

Schadensbegrenzung mit einem Punkt

Schadensbegrenzung mit einem Punkt
 Andreas Herrmann (Bild) M. Kalms (Text) // www.hlsports.de


Lübeck - Mit dem kompletten Lübecker Kader ging es am vergangenen Samstag für die Drittliga-Volleyballerinnen nach Kiel mit dem Ziel gegen den Mitaufsteiger Wiker SV zu punkten. Der Vorsatz war gut, doch was den Plural bei der Punkteverteilung anging, lagen die Erwartungen über dem erreichten Resultat. Nach einem Spielverlauf mit Höhen und Tiefen und am Ende mehr Tiefen, reichte es unter’m Strich gerade mal zu einem einzigen Punkt.

Erschreckend nervös und unsicher starteten die Lübeckerinnen in den ersten Durchgang und konnten dies in keiner Phase abschütteln. Mit einer Fülle von Eigenfehlern in allen technischen Bereichen war von dem Selbstbewußtsein des ersten Spiels vor zwei Wochen überhaupt nichts zu spüren. Lübecker Auszeiten bei Spielständen 6:10 und 13:21(!) konnten den Mädels nicht in’s Spiel verhelfen und die Einwechslung der angeschlagenen Anne Müller für Annika Senkpiehl verpuffte, so dass der erste Satz völlig verdient mit 15:25 an Wik ging.

Dass die Lübeckerinnen auch in schwierigen Phasen in der Lage sind doch noch das Ruder herumzureißen, dass wissen wir. Obwohl auch der zweite Durchgang ähnlich schwach begann, wie der erste aufhörte und die Lübeckerinnen nach einem 2:6 Rückstand Gefahr liefen komplett auseinander zu brechen, stabilisierte sich das Team nach der Einwechslung von Daniela Krohe für Daniela Krüger im Zuspiel und erneut Anne Müller für Annika Senkpiehl im Aussenangriff. Punkt für Punkt kämpften die Mädels lange für den Ausgleich, der bei 18:18 gelang, um dann endlich in Führung zu gehen und mit 25:20 den Sack zu zumachen.
Mit der selben Aufstellung wie zum Ende des zweiten Satzes ging es in den dritten. Daniela Krohe im Zuspiel, Nathalie Stark über Diagonal, Anne Müller und Dörte Lüdders über Aussen sowie Mandy Präfcke und Christiane Friedrich im Mittelblock.

Dieses Mal liessen die Lübeckerinnen nichts anbrennen und setzen sich mit einem halbwegs stabilen Spielaufbau ab. Bei 13:14 das gleiche Bild wie im ersten und zu Beginn des zweiten Satzes. Zu viele unnötige Eigenfehler ließen Trainers-Blutdruck in die Höhe schnellen. Bei 14:19 mit fünf Punkten mal wieder in die Verfolgerrolle gedrückt, gelang es unterstützt durch eine herrliche Aufschlagserie, ausgeführt durch Zuspielerin Daniela Krohe, beginnend bei 21:23, an Wik vorbeizuziehen und mit 25:23 abzuschliessen.

Mit einem Punkt sicher in der Tasche und zwei weitere eigentlich in greifbarer Nähe sind die letzten beiden Sätze schnell erzählt.
Zur erneut aufkeimenden Mutlosigkeit kam dann noch Unentschlossenheit und das kombiniert mit wenig Kreativität in den Angriffen führte zu einer mental anstrengenden Verfolgungsjagt, die zu Ungunsten der Lübecker Volleyballerinnen ausging.
Lübecks Angreiferinnen scheiterten entweder an sich selbst oder an der gut organisierte Block-Feldabwehr der Wikerinnen, denen man erneut ein Kompliment machen muß.

Den sonst sehr sicheren Führungsspielerinnen gelang es am Samstag nicht ihre Leistung abzurufen und in gewohnter Manier dem Team zu helfen.

Einzig Dörte Lüdders, die sich unbeirrbar für das Team einsetzte und durch eigene Fehler nicht aus dem Konzept bringen ließ, war Lübecks Lichtblick im Angriff.

Besonders erwähnenswert ist auch Neuzugang Daniela Krohe die sich nach Ihren Einwechslungen nahtlos einfügte und sich sehr laufstark und einsatzfreudig bemühte aus bedingt optimalen Annahmen und Abwehraktionen einen brauchbaren Pass zu generieren. Hinzu kamen Danielas sichere Aufschläge, die die Wiker Annahme immer wieder unter Druck setzte und so ganz wichtige Punkte für Lübeck einleitete.

Ganz befreit aufspielen können die Mädels in zwei Wochen am 02.11. gegen Neustadt-Glewe. Der letztjährige Drittliga-Erste visiert auch in dieser Saison den Meistertitel an. Eine sehr gute Gelegenheit für die LT-ler einiges auszuprobieren und das Punktspiel zu einem „Trainingsspiel“ umzufunktionieren. Vielleicht gelingt mit der notwendigen und gewohnten Leichtigkeit eine Überraschung.

Es spielten:
Mändy Präfcke, Dörte Lüdders, Christiane Friedrich, Daniela Krohe, Marie Frühauf, Anne Müller, Nathalie Stark, Daniela Krüger, Clara Hiller, Paula Sprotte, Annika Senkpiehl, Anna Tissen

Tabelle 3. Liga Nord Frauen:

Platz Mannschaft Spiele Punkte Sätze Bälle
1 KSC Berlin 2 2 6 06:02 191:161
2 Lübecker TS 2 4 05:03 172:166
3 SVF Neustadt-Glewe 1 3 03:00 75:56
4 VG WiWa Hamburg 2 3 04:03 146:137
5 BBSC Berlin 2 2 03:05 164:167
6 Wiker SV 2 2 03:05 164:172
7 SV Warnemünde 2 1 03:06 182:207
8 VSV Grün-Weiß Erkner 0 Array 00:00 00:00
9 SV Päd. Schönebeck 1 Array 00:03 47:75

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