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23.10.2013, 09:43 Uhr  //  Fußball

Phönix bleibt mit Auswärtssieg dran – VfL nur Remis – Kücknitz gewinnt

Phönix bleibt mit Auswärtssieg dran – VfL nur Remis – Kücknitz gewinnt
 jb (Bild) jb/rk (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – Der viergeteilte, zwölfte, Spieltag  der Kreisliga ging am gestrigen Dienstag in die dritte Runde. Nachdem bereits der TSV Siems am vergangenen Donnerstag 3:2 gegen den VfL Vorwerk und der TSV Schlutup bei der Moislinger Reserve mit 3:1 (verteidigte dadurch weiterhin die Tabellenspitze) gewannen (HL-SPORTS berichtete), empfing der SC Rapid Lübeck im Spitzenspiel den 1.FC Phönix Lübeck. Der VFL Bad Schwartau kam über ein Unentschieden gegen Fortuna St. Jürgen nicht hinaus, Travemünde verlor in Eichholz eindeutig und der TSV Kücknitz nahm das Auswärtsrecht im eigentlichen Heimspiel mit drei Punkten mit nach Hause.
 
SC Rapid Lübeck – 1. FC Phönix Lübeck 1:5 (1:3)

Beide Mannschaften liefen in Bestbesetzung auf. Rapid mit der Achse Mirko Peters, Bartos Sznabel und Julian Brückner; der 1. FC Phönix mit Timo Gahrmann, Tim Rach und Sebastian Barsuhn. Beide Mannschaften gingen zur Freude der Zuschauer gleich offensiv zu Werke. Ein Abtasten war nicht vorgesehen und so wurde der Ball durch die Gastgeber nach zehn Minuten in die Spitze gespielt, wo der gut aufgelegte Anis Lazizi sich den Ball im Strafraum der Phönixer erkämpfte und durch den ungestümen Jakob Karbowniok nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Der umsichtige Schiedsrichter Boris Hoffmann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt; den fälligen Strafstoß verwandelte Bartos Sznabel sicher zur 1:0-Führung für seine Farben. Durch die Führung beflügelt, versuchte der SC Rapid gleich das zweite Tor nachzulegen. Der 1. FC Phönix fand überhaupt nicht zu einem geordneten Spielfluss und unterband die Angriffsbemühungen des Gegners mit mehreren Fouls. In diese Aktionen hinein, wurde der Kapitän der Phönixer, Sebastian Barsuhn, durch Hamdi Chalghaf, kurz hinter der Mittellinie am Trikot gezogen. Der Pfiff ertönte, das Vergehen mit gelb bestraft und der daraus resultierende Freistoß führte zum schmeichelhaften 1:1 in der 23. Minute. Der Ball wurde von der linken Seite getreten und der eben noch festgehaltene Spieler legte per Kopf für den freistehenden Lampe auf, der aus fünf Meter Entfernung, ebenfalls per Kopf, den Ausgleich erzielte.
Nach diesem Treffer nahm das Spiel an Fahrt auf. Julian Brückner wurde in dieser Phase mehrmals unsanft von den Beinen geholt; die „Gelbarie“ ging weiter.  Dann zeichnete sich der Torwart des SCR, Malte Qualmann, aus als er in der 29. Minute ein gutgesetzten Kopfball noch gegen seine Laufrichtung parierte und zur Ecke lenkte. Kurz darauf ist der Keeper des SC Rapid dann doch geschlagen. Ein langen Abschlag von Torwart Andre Bade nimmt „Vollblutstürmer“ Timo Gahrmann kurz vor dem gegnerischen Strafraum auf, zieht sofort ab und ließ nach 32 Minuten Torwart Malte Qualmann keine Chance. In dieser Situation sah die Abwehr überhaupt nicht gut aus. Jetzt legten die Phönixer jeglichen Respekt ab und zwangen den gegnerische Keeper zu einer erneuten Glanzleistung; einen verdeckten Schuß klärte er zur Ecke. Diese wurde vom ehemaligen Rapid-Spieler Tim Rach mit links von der rechten Seite getreten und wunderbar auf den zweiten Pfosten gedreht, so dass der dort stehende Phönixer Sebastian Baafi nur noch zum 3:1 einköpfen musste. Bis zur Pause dominierte der Gast von der Travemünder Allee das Spiel und ließ den Gegner nicht mehr zum Zuge kommen.
Nach der Halbzeit erhöhten die Hausherren den Druck. Ein Kopfball von Julian Brückner in der 50. Minute - knapp vorbei. Bartos Sznabel (55.) mit einem direkten Freistoß, vorbei. Direkter Freistoß (58.) Julian Brückner von der rechten Seite - Torwart Andre Bade hält und klärt zur Ecke, die dann direkt auf das Tor gezogen, Torwart Andre Bade ist aufmerksam und klärt. Weitere Chancen wurden fahrlässig vergeben. Rapid machte das Spiel und Phönix stand tief und operierte mit langen Bällen. Und wie heißt es so schön, machst du sie vorne nicht, bekommst du sie hinten rein! Ein langer Ball in der 82. Minute wurde durch Steven Grün in die Spitze gesteckt und der agile Tim Rach spitzelte den Ball, mit seinem starken linken Fuß, an dem herauseilenden Torwart Malte Qualmann vorbei ins Tor zum 4:1 für die da Silva-Elf. Der SC Rapid warf nun alles nach vorne und hatte die Möglichkeit kurz darauf den zweiten Treffer zu erzielen. Aber in der dicht gestaffelten Phönix-Abwehr war kein Durchkommen; die Mannen von Trainer Manuel da Silva warfen und stellten sich in jeden Schuss. In der 88. Minute setzte  Timo Gahrmann den Schlusspunkt zum 5:1 für die Gäste.  Eine Ecke von links verwandelte er mit dem Kopf zum Endstand.
Die Niederlage des SC Rapid Lübeck wiegt doppelt schwer. Wie HL-SPORTS erfuhr, wurde Julian Brückner (Foto) nach dem Spiel, mit Verdacht auf Wadenprellung und Innenbanddehnung, in die Uni-Klinik gebracht. Zwischenzeitlich konnte der Ex-Dornbreiter nach ambulanter Behandlung das UKSH wieder verlassen und hofft auf eine baldige Rückkehr.
Phönix-Trainer Manuel da Silva war nach dem Spiel nicht so gesprächig, fand aber trotzdem folgende Wort: „Ich bin verärgert über die schwache zweite Halbzeit. Wir habend den Zugriff verloren und viele Fouls produziert. Das Schiedsrichtergespann um Boris Hoffmann hat hierbei aber sehr gutes Fingerspitzengefühl gezeigt.“
Kapitän Sebastian Barsuhn (1.FC Phönix) sagte nach dem Sieg zu HL-SPORTS: „Die ersten 20 Minuten gingen klar an den Gegner. Erst nach und nach fanden wir ins Spiel. Die individuellen Fehler des Gegners haben es uns dann in der ersten Halbzeit leicht gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir die Vorgaben des Trainers überhaupt nicht erfüllt. Anstatt mit Kurzpassspiel zu agieren, haben wir die Bälle nur noch lang geschlagen. Diese Halbzeit muss aufgearbeitet werden.“
Trainer Sebastian Wenchel (SC Rapid Lübeck):  „Sieg verdient für Phönix. Aber das „Wie“, wie der Gegner hier gespielt hat, erinnert mich schon mehr an Kick and Rush aus England. Gut, das Phönix eine Lebensversicherung namens Gahrmann hat.“

Die weiteren Spiele von Dienstagabend im Kurzbericht:

Eichholzer SV – TSV Travemünde II 5:0 (2:0)
 
Der TSV Travemünde II verliert am Tabellenende der Kreisliga Lübeck weiter an Boden. Im Spiel gegen den Eichholzer SV verlor die Berger-Elf erneut klar und deutlich mit 5:0 (2:0). Trainer Mourad Gabteni sprach dann auch von einem verdienten Sieg seiner Truppe, da diese dem Gast drückend überlegen war. Die gefallenen Tore, so Trainer Mourad Gabteni, wurden alle stark heraus gespielt. Zwei Spieler wurden in dieser Partie zu den Matchwinnern. Dion Gabteni erzielte dabei drei Treffer und der eingewechselte Dennis Blaesner krönte seine Einwechselung mit zwei Toren. So viel das Fazit von Trainer Mourad Gabteni gegenüber HL-SPORTS folgendermaßen aus: „Ein klarer Aufwärtstrend ist erkennbar. Wenn wir am Samstag in Grönau an die letzten Spiele anknüpfen,  können wir uns von den Abstiegsplätzen absetzen und eine Miniserie starten.“
Detlef Berger\'s Statement, Traines des TSV Travemünde II,  zum Spiel klang nüchtern und sachlich: „Wir haben zu recht verloren, weil wir in der Offensive zu schwach waren. Beim Stande von 0:2 hatten wir sechs oder sieben Chancen, aber keine genutzt. Dass wir wieder eine andere Aufstellung hatten, versteht sich von selbst. Der Sieg der Eichholzer geht in Ordnung.“
 
VfL Bad Schwartau – Fortuna St. Jürgen 1:1 (0:1)
 
Für beide Mannschaften galt es, dreifach zu punkten. Die Riesebusch-Elf, um sich im oberen Tabellendritten  festzusetzten und die Fortuna aus St. Jürgen, um sich auf einem einstelligen Tabellenbereich einzureihen.
So begann denn auch die Partie gut für die Fortuna aus St. Jürgen. In der 15. Minute erzielte Mirco Woisin die 1:0-Führung für die Jäger-Truppe. Aus einer hohen Laufbereitschaft heraus setzte sich dieser gegen die Schwartauer Abwehr durch und vollendete unhaltbar in die lange lange Ecke des Tores. Benjamin Schramm, verletzter Torwart des VfL Bad Schwartau, gegenüber HL-SPORTS: „Das Spiel wurde in der ersten Halbzeit immer und immer wieder durch Fouls beider Teams unterbunden.“
Nach dem Pausentee, wie so oft bei den Marmeladenstädtern, ein anderes Gesicht des VfL. Die Hausherren übernahmen jetzt das Kommando und kamen, nach etlichen Versuchen, in der 68. Minute durch Florian Wohrow zum verdienten Ausgleich. Per Doppelschlag in der 70. und 72. Minute hätte der VfL Bad Schwartau alles klar machen können, doch der Pfosten rettete jeweils für den bereits geschlagenen Torwart der Fortunen, Marcel Hackert. Zehn Minuten später eine Glanztat vom Keeper als er eine 1:1-Situation gegen den einschussbereiten Nico Hüttl klärte. Kurz vor Schluss noch ein Aufreger vor dem VfL-Tor. Ein Schuss der St. Jürgener wurde von Jan Oschetzki noch abgewehrt, aber die Fortuna-Spieler hatten Schusspech und bekamen das „Runde“ nicht ins „Eckige“. So blieb es beim Remis beider Mannschaften.
Benjamin Schramm gegenüber HL-SPORTS: „Das Spiel wurde von beiden Seiten hart und ruppig geführt.  Einige Schiedsrichterentscheidungen waren nicht nachzuvollziehen, aber sei es drum, zu Hause hatten wir uns mehr erhofft.“
Gäste-Trainer Peter Jäger meinte: „Das war ein Spiel der zwei Halbzeiten. Die erste gut und die zweite schlecht. Ein katastrophaler Schiri, da ist Schwartau einer Meinung mit mir.“
 
SC Buntekuh – TSV Kücknitz 0:2 (0:1)
 
Der SC Buntekuh kommt nicht in die Spur. Gegen den TSV Kücknitz verließ man erneut als Verlierer, diesmal mit 0:2 auf eigenem Platz.
Der Gastgeber hatte zunächst Chancen, in Führung gehen zu können, doch die mangelhafte Chancenverwertung hatte, wie so oft in der letzten Zeit, Bestand. Ein individueller Fehler des SC Buntekuh, so SCB-Kapitän Rene Krause, führte dann durch Luwau Mabauta, als dieser dem Torwart Dennis Mauter beim 0:1 keine Chance ließ und den Ball im Tor unterbrachte.
Mit diesem Spielstand wurden die Seiten gewechselt. Der SC Buntekuh war bemüht, den Ausgleichtreffer zu erzielen. In dieser Phase, kurz nach der Pause, war es wieder Luwau Mabauta, der den Ball zum 0:2 in der 52. Minute einnetzte.
Gästetrainer Claus Singelmann gegenüber HL-SPORTS: „Unser Mittelfeld bekam das Spiel immer besser in den Griff!“
Der Gastgeber wechselte daraufhin und brachte mit Andre Pohlmann in der 62. Minute einen Spieler,  um den Anlauf der Kücknitzer zu stoppen. Innerhalb weniger Minuten sah Andre Pohlmann jedoch von Schiedsrichter Diego Salz  zwei Mal den „gelben Karton“ und musste in der 71. Minute mit Gelb-Rot den Platz wieder verlassen.
Ein direkter Freistoß, getreten von Dennis „Erde“ Erdmann, wurde vom gut aufgelegten Gästetorhüter Sebastian Reinecker, der den bis zum Ende November gesperrten Torwart Marcel Stammer vertritt, bravourös gehalten.
So viel das Fazit von Trainer Claus Singelmann klar und deutlich aus: „Wir hatten das Spiel in den Griff bekommen. Durch die eine oder andere Chance hätten wir einen höheren Sieg nach Hause fahren können. Ein verdienter Erfolg!“
Rene Krause, Kapitän des SC Buntekuh: „Wer seine Chancen nicht macht, verliert so ein Spiel. Fehler von uns wurden zweimal bestraft. Es war ein Spiel auf Augenhöhe.“
 
Der zwölfte Spieltag endet heute um jeweils 19.00 Uhr mit den Partien Lübecker SC gegen den VfB Lübeck III (Thomas-Mann-Straße) und Eintracht Groß Grönau II empfängt den ATSV Stockelsdorf (Am Torfmoor).


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