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25.10.2013, 08:15 Uhr  //  Eishockey

Wochenende der Gegensätze beim EHCT 06

Wochenende der Gegensätze beim EHCT 06
 Sina Oldhof (Bild) C. Schülling (Text) // www.hlsports.de


Timmendorfer Strand - Das nächste Wochenende steht für die Timmendorfer Beach Boys vor der Tür. Am Freitag geht es zum Ligaprimus Hannover Scorpions nach Langenhagen (Eröffnungsbully 19:30 Uhr) und am Sonntag gastiert der Hamburger SV um 18 Uhr im heimischen ETC.

Wenn die Beach Boys nach Langenhagen reisen, dann kommt es in der dortigen Eishalle zum Duell der Gegensätze. Auf der einen Seite stehen die Beach Boys  mit ihrem geringen Budget, einer jungen Mannschaft und dem Image der „Studententruppe“, auf der anderen Seite die Hannover Scorpions, Deutscher Meister 2010, DEL-Absteiger und mit kolportierten 500.000 Euro Budget nur für die erste Mannschaft der Krösus der Oberliga. Zwei Eishockeywelten prallen da auf dem Eis aufeinander.
Und dennoch: vom Tabellenstand ist das ein Duell auf Augenhöhe, denn mit einem Sieg würden die Beach Boys die Tabellenführung übernehmen.
Aber das wird schwierig, denn bei einem Blick auf den Kader wird klar, dass die Scorpions ihren Etat gut angelegt haben. Auch wenn mit Marvin Krüger ein DEL-erfahrener Akteur unter der Woche gen Nürnberg abwanderte, so hat man mit Andreas Morczinietz, den Janzen-Brüdern und Sven Gerbig eine ganze Reihe Spieler mit viel DEL-Erfahrung im Kader. Dazu gesellen sich zweitligaerfahrene Profis wie Jan Hemmes und junge Talente wie Goalie Maximilian Englbrecht (Sohn von Eishockeylegende  Bernie). Nicht zu vergessen, dass viele Spieler über große Erfahrung im Oberliga-Bereich verfügen. Die Kontingentstellen konnte man mit Brent Griffin (ehemals Wedemark) und Jan Jarabek (kam aus der schwedischen dritten Liga) besetzen.
Der Saisonverlauf spricht bisher für die Scorpions, die in fünf Spielen fünf Siege feierten und nur von den Indians im Derby so richtig gefordert wurden.
Das wird ein richtig hartes Spiel für die Beach Boys und sie gehen erstmals in dieser Saison als krasser Außenseiter in die Partie. Aber wie so oft wird der Außenseiter hoffentlich gefährlich werden.

Am Sonntag warten auf die Beach Boys dann umgekehrte Vorzeichen, denn dann erwartet man den Hamburger SV und Ex-Trainer Andris Bartkevics, die aktuell sowas wie die Enttäuschung der Saison sind. Nach dem dritten Platz war der HSV und sein Jugendstil mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattet worden, doch aktuell läuft es überhaupt nicht. Nach fünf Spielen ziert man punktlos das Tabellenende, gemeinsam mit dem Lokalrivalen Crocodiles.
Anscheinend kann die Mannschaft die Abgänge von Andreas Andrä, Tobias Bruns und Davis Sprukts nicht kompensieren. Dazu sind letztjährige Stammkräfte wie Topscorer Marlon Czernohous und der spät verpflichtete Nikolai Varianov noch vollkommen außer Form.  Die Neuzugänge Fendt (Bayreuth), Zabis (Liepaja/Lettland) und Kruminsch (Lettland) scoren zwar schon ganz gut, können aber die Lücke der Abgänge und schwachen Leistungen aktuell nicht schließen.
Hauptkritikpunkt dürften aktuell die sogenannten Special Teams sein: das Überzahlspiel ist das Schlechteste der Liga und in Unterzahl sind nur die Harzer Falken noch schlechter. Im letzten Jahr hatte man in beiden Kategorien noch Top-Werte und lag mit Rostock oder den Beach Boys auf Augenhöhe.
Noch brennt der Baum in Stellingen nicht, aber sollte der HSV das Derby am Freitag verlieren, dann wird das Feuer umso kräftiger.
Allein schon aus diesem Grund wird der HSV ein richtig gefährlicher Gegner.
Für die Beach Boys haben also beide Spiele eine schwierige  Ausgangslage und man darf gespannt sein, wie die Mannschaft mit diesem Wochenende der Gegensätze umgeht. Sicherlich keine einfache Sache vom totalen Außenseiter zum totalen Favoriten zu werden.
Dennoch werden die Beach Boys das Ziel haben möglichst viele Punkte mitzunehmen. Und ganz unmöglich ist das ja nicht, denn schon vor zwei Saisons fuhr man chancenlos zu einem Spiel und gewann 4:3 – auch, wenn das Halle war und nicht die Hannover Scorpions.

Mithelfen kann dabei wohl wieder David Rutkowski, der nach seinem Nasenbeinbruch das Mannschaftstraining wieder aufnahm. Ansonsten kann und muss Sven Gösch wieder dem Kader vertrauen, der die letzten sechs Spiele für sich entscheiden konnte.


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