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25.10.2013, 21:46 Uhr  //  Handball

Raubmöwen: Berliner TSC zieht Einspruch zurück

Raubmöwen: Berliner TSC zieht Einspruch zurück
 Bernd Seipel (Bild) svm (Text) // www.hlsports.de


Travemünde - Erwartet hatte es eigentlich jeder, doch seit heute Abend sind auch die Restzweifel beseitigt: Der 37:29-Sieg des TSV Travemünde beim Berliner TSC vom 12. Oktober hat endgültigen Bestand. Berlin hatte Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt, da den Travemünder Raubmöwen bei ihrer 16:9-Führung in der 28. Minute zwei weitere Tore gutgeschrieben wurden. Es lag nachweislich eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns vor, die diese aber erst im Nachhinein einzuräumen vermochte.

Der Einspruch war somit nachvollziehbar, aber von vornherein schwer durchzusetzen. In einem längeren Telefongespräch mit Holger Dorowski, dem Vorsitzenden der 1. Kammer des Bundessportgerichts, wurde Berlins Abteilungsleiter Erst-Heinrich Hoth deutlich gemacht, warum die Aussichten auf einen Erfolg als sehr gering einzustufen waren. Neben formal juristischen Gründen, die bereits zu einer Ablehnung hätten führen können, brachte Dorowski auch inhaltlich erhebliche Zweifel an. So würde das Gericht von einer Tatsachenentscheidung der Unparteiischen ausgehen. Zudem, und so sahen es auch die Travemünder Beteiligten von Anfang an, hatten die beiden Tore keinen wirklichen Einfluss auf die Spielentscheidung. Nicht zuletzt gaben auch die zusätzlich Kosten, die auf den Berliner TSC nebst Grundgebühren zugekommen wären, den Ausschlag dafür, dass der Tabellenachte seinen Einspruch noch vor der Verhandlung zurückgezogen hat.

Für Frank Barthel als Travemünder Teammanager ein respektabler, wenngleich auch der einzig logische Schritt: „Der Verzicht auf die Verhandlung ehrt den Berliner TSC. Aber hier in Travemünde hat niemand ernsthaft an einen Erfolg des Einspruchs geglaubt. Für uns ist dieses Thema jetzt erledigt, aber noch einmal: Der Berliner Unmut war durchaus nachvollziehbar.“

Ebenso wie die Raubmöwen möchte sich nun auch der BTSC in Ruhe auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Und dennoch richtet Hoth noch einen Wunsch in Richtung Sportgericht: „Wir danken Herrn Dorowski für dieses offene und gute Gespräch. Aber unabhängig von unserer Entscheidung, …, wären wir für eine intensive Auswertung der Situation, die zu unserem Einspruch führte, in den zuständigen Gremien sehr dankbar.“

Für den TSV Travemünde geht es am Sonntag nach Staßfurt zum HC Salzland 06. Mehr dazu am Samstag bei HL-SPORTS.


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