Timmendorfer Strand – Mit einem glanzvollen Finaltag der Männer sind die 25. Deutschen smart-Beach-Volleyball-Meisterschaften zu Ende gegangen. Mit einer Rekordkulisse von über 70.000 Zuschauern an vier Tagen war die Jubiläumsausgabe der nationalen Titelkämpfe von Donnerstag (31. August) bis Sonntag (3. September) so gut besucht wie nie zuvor. „Was Laura Ludwig und Kira Walkenhorst in den letzten Jahren für unsere Sportart geleistet haben, ist unglaublich. Aber auch die Männerteams haben hier bewiesen, dass sie herausragenden Spitzensport zeigen und die Zuschauer begeistern können“, sagte Frank Mackerodt, Organisator der smart-beach-tour, zum Abschluss der Saison in Timmendorfer Strand.

Bereits zum zweiten Mal nach 2015 sicherte sich Clemens Wickler den Titel bei den Deutschen smart-Beach-Volleyball-Meisterschaften. Gemeinsam mit Tim Holler gewann er das Endspiel am Sonntagnachmittag gegen Sebastian Fuchs und Eric Stadie mit 2:1 (14:21, 21:15, 17:15). „Es ist ein sehr schöner Tag. Beide DM-Titel sind beziehungsweise waren etwas ganz Besonderes, weil ich beide Male nicht damit gerechnet habe, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen“, sagte der zweimalige Deutsche Meister Clemens Wickler. „Ich hätte nie gedacht, dass diese durchwachsene Saison so enden wird. Ich bin absolut überwältigt, einfach unfassbar“, sagte Tim Holler.

„Vor Sebastian Fuchs habe ich ordentlich Respekt. Der blockt schon ziemlich gut. Wir hatten beide zu Beginn echt die Hosen voll, auch wenn wir wussten, dass wir eigentlich ziemlich gut spielen können. Wir wollten einen coolen Kopf behalten, was nicht wirklich funktioniert hat“, so Clemens Wickler auf der abschließenden Pressekonferenz. Für Sebastian Fuchs war es nach 2014 die zweite Vize-Meisterschaft in der Ahmann-Hager-Arena. „Irgendwann hätte ich gerne mal die Goldmedaille in Timmendorfer Strand. Dafür werde ich die nächsten Jahre weiter kämpfen. Trotzdem hatten wir vier geile Tage hier zum Abschluss.“

Nach fünf Podiumsplatzierungen auf der smart-beach-tour krönten Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms ihre bislang erfolgreichste Saison mit dem dritten Platz. Zunächst trafen sie am Sonntagmorgen im Viertelfinale auf Markus Böckermann/Lukas Pfretzschner, gegen die sie in drei Sätzen mit 21:19, 10:21 und 15:9 gewannen. Dem verlorenen Halbfinale gegen Holler/Wickler (0:2) folgte ein atemberaubendes Match um die Bronzemedaille. Mit Lorenz Schümann und Julius Thole lieferten sie sich vor einem begeisterten Publikum in der Ahmann-Hager-Arena einen offenen Schlagabtausch und verwandelten im Tie-Break ihren insgesamt zehnten Matchball zum 2:1-Erfolg (21:19, 27:29, 19:17).

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„Es ging alles nur noch über den Kopf. Wir wollten diese Medaille unbedingt haben. Das Publikum hat uns nochmal richtig gepusht, einfach nur geil“, freute sich Philipp Arne Bergmann. „Ein riesiges Kompliment an Lorenz und Julius. Wie die in den letzten beiden Sätzen immer wieder zurückgekommen sind war sehr beeindruckend“, zollte Yannick Harms den Viertplatzierten nach einem nervenaufreibenden Spiel großen Respekt.

„Die Saison ist vorbei, jetzt habe ich erstmal Zeit für die Familie und werde die zu Hause genießen", sagte Markus Böckermann, der unter den Augen seiner Freundin und seines eine Woche alten Sohnes Karl Johann den fünften Platz belegte. Titelverteidiger Böckermann ging in Timmendorfer Strand mit dem 17-jährigen Nachwuchsspieler Lukas Pfretzschner an den Start. „Das sind unbeschreiblich tolle Eindrücke, es hat super viel Spaß gemacht, hier spielen zu dürfen", sagte der Youngster nach seiner ersten Deutschen Meisterschaft. Für ihn steht nach der kommenden Hallensaison für den VCO Berlin in der 2. Volleyball-Bundesliga die Entscheidung an, ob seine sportliche Karriere im Sand oder in der Halle weitergehen wird. „Die Entscheidung wird nach diesem Turnier noch schwerer fallen. Das war eines der tollsten Turniere meiner noch jungen Karriere", ergänzte Lukas Pfretzschner. Wenn es nach den applaudierenden Zuschauern in der Ahmann-Hager-Arena geht, wird man Lukas Pfretzschner künftig auf der ranghöchsten nationalen Beach-Volleyballserie wiedersehen.

 

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