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16.11.2013, 16:42 Uhr  //  Fußball

Stadtderby abgebrochen – Schiri und Spieler bestohlen

Stadtderby abgebrochen – Schiri und Spieler bestohlen
 Felix König (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – Es sollte ein vernünftiges Derby zwischen dem TSV Travemünde und Rot-Weiß Moisling in der Verbandsliga Süd-Ost werden, doch mit dem Gang in die Halbzeit war die Partie, beim Stand von 2:1 für die Gastgeber, zu Ende. Schiedsrichter und Moislinger Spieler wurden, während sie auf dem Platz standen, bestohlen. Der bestohlene Unparteiische pfiff die Begegnung nicht wieder an, dafür wurde aber die Polizei gerufen, die dann den Sachverhalt mit zwei Beamten aufnahmen und nun die Ermittlungen einleiteten. Stellvertretender Polizei-Dienstellenleiter in Travemünde, Frank Doblinski, sagte gegenüber HL-SPORTS: „Es wurden insgesamt acht Fälle von Diebstählen aus der Umkleidekabine von uns aufgenommen. Hierbei handelte es sich um Bargeld, Kreditkarten, Ausweisen und Autoschlüssel, die entwendet wurden. Tatverdächtige konnten wir noch nicht ermitteln.“
Für die Spieler aus Moisling war an ein weiterspielen nicht zu denken, was auch Trainer Robert Balasz bestätigte: „Meine Spieler hatten keinen Kopf mehr für Fußball, wenn sie Angst haben müssen, dass ihr Konto währenddessen leergeräumt werden könnte“, sagte er und fügte hinzu: „ich habe ja schon vieles erlebt, aber so etwas ist mir noch nicht vorgekommen.“
Travemündes Trainer Sven Sercander zeigte sich ebenfalls geschockt und bestätigte den Vorfall. SHFV-Staffelleiter Klaus Schneider wurde von Moislings Teambetreuer Dennis Keske informiert und wusste auch keinen Rat, wie es mit der Wertung aussieht und meinte: „Wir müssen jetzt erst einmal den Schiedsrichterbericht abwarten und dann in diesem Einzelfall entscheiden. Ich kann aber nachvollziehen, dass die Spieler und auch der Schiedsrichter nicht mehr weitermachen wollten.“ Ob es zu einer Wiederholung der Partie kommt, muss also der Verband entscheiden.

Die Polizei bittet um Mithilfe in diesem Fall, da die Sportanlage ja auch von Zuschauern besucht wurde. „Wer etwas gesehen hat oder Hinweise geben kann, soll sich bitte unter der Notrufnummer 110, der Polizeileitstelle oder jedem anderen Polizeirevier melden“, sagte der 50-jährige Doblinski.


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