Wismar – Ein fades 0:0 (0:0) stand am Ende der Oberliga Partie in der Hauptstadt zu Buche. Hertha 03 Zehlendorf und der FC Anker Wismar trennten sich nach 90 Minuten unentschieden mit einem leichten Chancenplus für die Gäste.

Die Berliner waren neben Spitzenreiter SV Lichtenberg 47 das einzige Team der Oberliga Nordost Nord ohne Niederlage. Und sie konnten dabei bisher vor allem auswärts überzeugen. Das Team von Trainer Markus Schatte (62, A-Lizenzinhaber) gewann in Brandenburg mit 2:0-Toren, siegte beim Überraschungsteam in Greifswald mit 2:1-Toren und holte am letzten Wochenende beim Spitzenreiter Lichtenberg durch ein 1:1-Unentschieden ebenfalls einen Zähler. Auf eigenem Platz haben die 03-er gegen den FC Hansa Rostock ein 2:2 erzielt, im Berlinpokal unterlag die Elf von der Onkel-Tom-Straße der Elf aus Staaken aber mit 0:3-Toren. Lag darin die Chance für die Hansestädter?

Man kann diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Die Hansestädter standen in der Abwehr hervorragend, vergaßen es nur, sich beim Abschluss selbst zu belohnen und mehr als einen Zähler aus dem Ernst-Reuter-Sportpark mitzunehmen. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den 86-jährigen Günther Kunz. Das Vereinsmitglied, der über viele Jahre bei allen Spielen der 1. Mannschaft anwesend war und bis zu seinem Ableben als Ordner tätig war, starb am 13. September.

Während Hertha-Coach Markus Schatte das gleiche Team auf den Platz schickte, dass am letzten Wochenende beim Spitzenreiter in Lichtenberg ein Remis erkämpfte, veränderte der FC Anker seine Aufstellung. Gegenüber der letzten Partie gegen den Brandenburger SC Süd hatte Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo seine Elf auf zwei Positionen verändert. Für Marcel Ottenbreit und Alexander Pratsler standen Christian Okafor und Philipp Ostrowitzki in der Startelf.

„Wir haben in dieser Woche viermal trainiert und wollen in Zehlendorf endlich einmal punkten. Wir haben bisher dreimal dort gespielt, aber konnten bisher noch nicht punkten. Und so war die Lust auf die Partie in Berlin riesengroß und wir wollten diesmal dort endlich etwas holen“, zeigte sich Abwehrchef Philipp Unversucht bereits im Vorfeld kämpferisch. Und am Ende gelang dem Wismarer Mannschaftskapitän dieser Punktgewinn, völlig zufrieden war Unversucht aber nicht.

„Wir haben am Ende zwei Punkte verschenkt. Nutzen wir unsere Möglichkeiten besser, waren auch drei Zähler möglich. Vor allem in der 42. Minute lag der Wismarer-Elf der Torjubel auf den Lippen. Nach einer gefühlvollen Flanke von Sebastian Schiewe von der rechten Seite nahm Guilherme Lima die Kugel direkt und schmetterte sie an den Innenpfosten, den Nachschuss von Sahid Wahab parierte Patrick Amm im Tor der 03-er.

Auch in Hälfte zwei waren die Abwehrreihen die Glanzstücke auf beiden Seiten. Schröder, Stein und Dobrowe auf der einen Seite, Sanchez-Contador, Unversucht, Bode und Ney auf der anderen ließen sich nicht überwinden. Die beste Berliner Möglichkeit hatte in der 61. Minute Marc Zellner. Er war in den Strafraum eingedrungen, doch Unversucht spitzelte ihm den Ball noch von den Füßen. Da aber auch Wahab und Bode in den letzten zehn Minuten zwei gute Möglichkeiten vergaben, blieb es so bei der Punkteteilung.

„Ich muss mich bei den Zuschauern entschuldigen, denn sie kommen, um Tore zu sehen. Das haben aber beide Mannschaften hervorragend verhindert. Ich mache meiner neuformierten Elf zwar ein Riesenkompliment für die gezeigte Leistung, aber ganz zufrieden bin ich nicht. Den Chancen nach hätten wir gewinnen müssen“, so Anker-Trainer Adigo.

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Am nächsten Wochenende gastiert Hertha 03 in Malchow, der FC Anker Wismar empfängt den SV Altlüdersdorf.

Hertha 03 Zehlendorf: Amm – Dombrowe, Schröder, Stein – Schleiff, Hopprich, Zellner (78. Nellessen), Rohana, Wahl (62. Karadeniz) – Huke, Warwel (73. Duraj). Trainer: Markus Schatte.

FC Anker Wismar: Seide – Bode, Unversucht, Sanchez-Contador – Okafor (78. Queckenstedt), Ostrowitzki, Ney, Lima – Wahab (82. Pratsler) – Oliveira, Schiewe (62. Rodrigues). Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

Schiedsrichter/in: Clemens Biastoch – Assistenten: Richard Hempel, Aleksandr Pirogov (alle LV Sachsen)

Zuschauer: 132

Gelbe Karten: Dennis Dobrowe (1), Robert Schröder (1) / Marco Bode (3), Tom Ney (3), Sahid Wahab (3).

Tore: Keine

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