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07.10.2018, 03:46 Uhr  //  Handball

HSV Hamburg: Nach gutem Start ein desolates Ende

HSV Hamburg: Nach gutem Start ein desolates Ende
 kbi (Bild) kbi (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Der Handball Sportverein Hamburg hat in der Fremde zwei Gesichter offenbart, sie unterlagen Erzgebirgischer Handball Verein Aue (EHV Aue) vor 1.280 Zuschauern in der Erzgebirgshalle im Lößnitz deutlich mit 26:35 (14:13). Dabei reichten die ersten guten 23 Minuten (12:7) nicht, es folgten 37 Minuten (14:28), in denen die Hamburger zum größten Teil völlig neben der Spur waren und die Gastgeber sie zur Schlachtbank führten. Die taktische Variante des zusätzlichen Feldspielers für den Torhüter in Unterzahl ging alleine sieben Mal daneben, sieben Treffer ins leere Tor. Die fünfte Niederlage der Saison ließ die Hamburger auf Platz 14 abrutschen.

Dabei begann die Partie vielversprechend, nach dem 1:0 nach 46 Sekunden durch Jan Forstbauer, waren die nächsten zwei Angriffe zwar nicht erfolgreich, aber Aron Edvardsson hinter einer gut aufgestellten 6:0-Abwehr hielt seinen Kasten sauber. So hieß es in der 5. Minute 4:0 für die Gäste, bevor der Gastgeber überhaupt sein erstes Tor zum 1:4 (7.) erzielte. Die Hamburger bauten ihre Führung kontinuierlich weiter aus, über 8:4 (14.) durch Niklas Weller zogen sie auf 12:7 (23.) durch Forstbauer davon.

In der offensiver ausgerichteten Abwehr der HSV Hamburg kam es zu Abstimmungsproblemen, während gleichzeitig der Angriff, der sein Heil immer wieder über die Mitte versuchte, entweder am generischen Torhüter oder dem Block scheiterte. So gelang den Hausherren innerhalb von 110 Sekunden drei Treffer zum 10:12, was Trainer Torsten Jansen zur Auszeit veranlasste. Sicherheit kam allerdings nicht auf und als gegen Weller (29.) eine Zeitstrafe gab, folgten zwei Treffer von Aue in das leere Hamburger Tor. Zum Seitenwechsel führten die Hamburger noch mit 14:13.

Nach Wiederbeginn fiel in der 31. Minute der erste Ausgleich für den EHV Aue zum 14:14. Direkt nach der zweiten Zeitstrafe gegen Lukas Ossenkopp (32.) gingen die Gastgeber mit 15:14 in Führung. Noch in Unterzahl holten sich die Hamburger durch zwei Treffer die Führung mit 16:15 (34.) letztmalig zurück. Jetzt ließ die Konzentration nicht nur im Angriff nach, was unvorbereitete Würfe zur Folge hatte, die eine sichere Beute des Torhüters wurden, sondern auch die offensiv arbeitende Abwehr kam meistens einen Schritt zu spät.

So eroberte sich Aue leichte Bälle und brachte diese im Tor der Hamburger unter, in dem Edvardsson ein ums andere Mal das Nachsehen hatte. Die Bindung im Abwehrverbund war kaum noch zu erkennen, das nutzte der Gastgeber zu seinen Gunsten und die Angreifer brachen immer wieder durch oder fanden einen freien Mitspieler. Aue nutzte seine Chancen konsequent und beim 22:26 (48.) nahm Jansen seine zweite Auszeit des Spiels.

Er wechselte Justin Rundt für den glücklosen Edvardsson im Tor ein, doch die richtigen Stelleschrauben, um das Spiel noch zu drehen, fand er nicht. Trotz Unterzahl setzte sich die Heimmannschaft weiter ab, begünstigt durch technische Fehler und Fehlpässe des HSV Hamburg. Der Deckel war endgültig drauf, als die Erzgebirgler sich von 27:23 (51.) auf 31:23 (56.) absetzten und die Mannschaft von Trainer Jansen resignierte. Am Ende war mit dem 26:35 die bisher höchste Niederlage gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt besiegelt.

Die Mannschaft spielte fast ausschließlich über die Mitte, die beiden Außen wurden, nicht nur in diesem Spiel (Foto), sträflich vernachlässig, was die Mannschaft des Gastgebers schnell erkannte und in der Mitte die Abwehr komprimierte. Hier ist noch jede Menge Luft nach oben, die auch endlich einmal für die notwendige Breite im Spiel sorgen würde. Da heißt es für den Trainer schnellstmöglich etwas zu ändern, damit die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurück findet.

Torschützen für den Handball Sportverein Hamburg:
Jan Forstbauer (8), Philipp Bauer (5), Lukas Ossenkopp (3/1), Dominik Axmann (3), Finn Wullenweber und Dominik Vogt (je 2), Niklas Weller, Christopher Rix und Thies Bergemann (je 1)

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