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25.11.2018, 03:50 Uhr  //  Handball

HSV Hamburg in 20 Minuten vorgeführt und deklassiert

HSV Hamburg in 20 Minuten vorgeführt und deklassiert
 kbi (Bild) kbi (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Der Handball Sportverein Hamburg hat sein 4-Punkte-Spiel vor 2.921 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg gegen den Bundesliga-Absteiger TV 05/07 Hüttenberg durch ein desolates 1:13 in nur 20 Minuten (5. bis 25. Minute) am Ende mit 25:31 (8:20) in den Sand gesetzt. Die Hamburger führten nicht einmal, der beste Spielstand war ein Unentschieden, zuletzt beim 3:3. Mit nun 12:18 Punkten wird die Luft zum ersten Abstiegsplatz immer dünner, ein ganzer Punkt liegt nur noch dazwischen.

Es war ein Spiel mit den zwei Gesichtern des HSV Hamburg. In der ersten Hälfte reagierten die Gastgeber ideenlos, harmlos und ängstlich. Die Abwehr löchrig wie ein Schweizer Käse, beide Torhüter fassten nichts an – eine Parade in 30 Minuten - der Angriff zerfahren, nervös und mit technischen Fehlern zu Hauf. All das nutzten die Gäste gnadenlos aus und ließen nichts anbrennen, selbst zwei Treffer gelangten ins leere Tor. Die ersten 30 Minuten hatten gerade Mittelmaß einer Oberligamannschaft.

Die zweite Hälfte zeigten die Hamburger ihr zweites Gesicht, die nun aufgebotene 5:1-Abwehr beweglich, mit schnellem verschieben und Ballgewinnen, die zu einfachen Toren führten. Marcel Kokoszka im Tor bekam auch Ballkontakt, hielt den einen und anderen Wurf und fand in der Latte einen guten Verbündeten. Die Außen wurden ins Spiel gebracht, erzielten ebenfalls ihre Tore. Wären da nicht noch mehr als fünf klarste Chancen vom gegnerischen Torhüter Nikolai Weber zu Nichte gemacht worden, wäre es noch ein enges Spiel geworden.

In den ersten fünf Minuten glich der Handball Sportverein Hamburg die Gästeführung noch aus, letztmals beim 3:3 in der 5. Minute. Was nun folgte glich einer Arbeitsverweigerung, die Abwehr und der Angriff waren ihren Namen nicht wert und die Torhüter packten nichts an. So kam es wie es kommen musste, vorne jagte ein technischer Fehler denselben, was immer wieder in einfache Toren des TV Hüttenberg mündete. Trotz zweier Auszeiten von Trainer Torsten Jansen änderte sich nichts. So erzielten Jan Kleineidam das 4:8 (12.) und Marius Fuchs das 5:16 (25.), was bereits die Entscheidung des Spiels darstellte. In die Pause ging es mit einem Pfeifkonzert und einem 8:20-Rückstand.

Eine total verwandelte Mannschaft des HSV Hamburg stand in der zweiten Halbzeit auf der Platte. Die 5:1-Abwehr mit einem beweglichen Dominik Axmann vorgezogen, brachte es endlich fertig die Hüttenberger unter Druck zu setzen, was zu Fehlern und daraus resultierenden einfachen Toren führte. In der 35. Minute hieß es 12:21 und es waren drei Tore aufgeholt. Nun fand auch der TVH wieder besser ins Spiel und es gestaltete sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Hamburger langsam aber sicher den Abstand verkürzten.

Als beim 21:27 (48.) die Gastgeber auch noch in Überzahl gerieten, schien das Spiel noch eine Wende zu nehmen, doch in seiner Unterzahl erzielte Hüttenberg ein Tor zum 28:21 (49.). Die Hanseaten ließen nicht locker, kämpften weiter belohnten sich allerdings nicht, sondern ließen in der Aufholphase drei klare Chancen ungenutzt, entweder der Torhüter stand im Weg oder ein Aufsetzer sprang über die Latte. Dieses nutzte der TV Hüttenberg zum 29:22 (55.) und nahm seine Auszeit, nachdem Fuchs an Weber gescheitert war.

Den folgenden Angriff schloss der Gast mit einem Kempa zum 30:22 (57.) ab. Drei schnelle Tore der Hamburger zum 25:30 (59.) änderten nichts mehr an der 25:31-Niederlage, es war lediglich noch Ergebniskosmetik. Es war nicht das erste Mal, dass der Handball Sportverein Hamburg in der ersten Halbzeit neben der Spur war und erst in der zweiten Hälfte wach auf der Platte stand. Langsam wird es enger zu den Abstiegsplätzen und es muss auch über 60 Minuten konstante Leistung her, soll ein Abrutschen verhindert werden.

Torschützen für den Handball Sportverein Hamburg:
Lukas Ossenkopp (8/3), Christopher Rix (6), Thies Bergemann (4), Dominik Axmann (3), Leif Tissier, Marius Fuchs, Jan Kleineidam und Kevin Herbst (je 1)

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