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21.12.2018, 21:00 Uhr  //  Handball

Glabisch mit Nerven aus Stahl: VfL feiert in Hamm – unschönes Ende

Glabisch mit Nerven aus Stahl: VfL feiert in Hamm – unschönes Ende
 Lobeca/Raasch (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Hamm – Es war ein Krimi am Freitagabend in der Zweitliga-Begegnung zwischen dem ASV Hamm Westfalen und dem VfL Lübeck-Schwartau. Glabisch rettete den Gästen einen Punkt, weil er nach der Schlusssirene zum 28:28 (19:17) traf.

Die Gastgeber setzten sich nach sechs Minuten bereits mit drei Toren (5:2) ab. Ganz besonders bei Tempogegenstößen von Hamms besten Torschützen Papadopoulos, sahen die Lübecker nicht gut aus. Trainer Greve nahm nach sieben Minuten die erste Auszeit. Das brachte etwas, denn die Gäste holten auf und verkürzten auf 5:7. Nach 13 Minuten war es nur noch ein Treffer Unterschied (8:9) und der VfL kam besser in die Partie. Das war allerdings nur von kurzer Dauer, denn da vorne Hansen verwarf, zog Hamm wieder auf 11:8 davon (15.). Die Westfalen schwächten sich danach bereits zum zweiten Mal. Fuchs legte Metzner und musste mit einer Zwei-Minuten-Strafe runter. Großes Kapital schlugen die Norddeutschen nicht daraus. Ein Vier-Tore-Rückstand (13:9) war das Ergebnis daraus. Da waren 18 Minuten gespielt. Die Ballverluste im Angriff waren die Schwäche der Gäste. Der ASV nutzte das gnadenlos gegen Mallwitz aus, der nach einer Viertelstunde für Klockmann kam. Waschul (23.) durfte als erster Lübecker auf die Strafbank (Foul an Papadopoulos). 15 Sekunden später folgte ihm Ranke. Der VfL überstand die Zeit mit nur einem Gegentreffer, traf selbst durch Metzner (13:17) und weiter ging es, denn das Greve-Team kam kurz vor der Pause wieder in die Spur – 16:18 und noch anderthalb Minuten vor dem Seitenwechsel. Bei dem Zwei-Tore-Vorsprung des ASV (19:17) blieb es zur Pause. Die Sirene ertönte, aber danach traf Glabisch noch per Siebenmeter.

Metzner eröffnete die zweite Hälfte mit dem 18:19-Anschluss in der 32. Minute. Und er war es auch, der den Ausgleich danach erzielte (19:19). Klockmann schraubte seine Quote von null Prozent im ersten Durchgang nach oben, hielt die ersten drei Würfe der Hammer. Auf der anderen Seite sorgte Hansen (35.) aus der Hüfte für die erste Gäste-Führung. Bei den Hausherren klappte in dieser Phase nichts. Erst nach fünf Minuten änderte Raguse das zum 20:20. Lübecks Waschul (36.) musste das zweite Mal mit zwei Minuten vom Feld und sein Team geriet wieder in Rückstand. Anderthalb Minuten später glich sich die Anzahl der Spieler wieder aus. Raguse durfte sich abkühlen. Danach kam der Ex-Schwartauer Milde in die Partie, brannte auf ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen und traf zum 22:21 (39.). Eine gute Abwehrleistung der Lübecker sorgte für eine spannende Begegnung. Glabisch scheiterte nach drei verwandelten Siebenmetern bei seinem vierten Versuch an Storbeck. Danach folgte eine vierminütige Tor-Pause bei beiden Teams, die der VfL mit dem 24:23 beendete. Fuchs (44.) bekam zusätzlich zwei Minuten auf ASV-Seite. Klockmann hielt hinten immer besser, doch vorne beging Hansen (46.) ein Stürmerfoul: Chance auf zwei Tore Vorsprung vorbei. Stattdessen verwandelte Sohmann per Siebenmeter zum 24:24-Ausgleich. Es ging hin und her. Eine Parade und ein Block – und schon waren die Westfalen wieder vorne (26:25). Es ging in die Endphase und zehn Minuten hatten beide Mannschaften noch Zeit, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Klockmann (51.) parierte einen Sohmann-Siebenmeter. Hüsmann (52.) nutzte einen erneuten Tempogegenstoß und überwand den VfL-Keeper zum 27:25 für den ASV. Metzner hielt die Lübecker im Spiel und verkürzte (26:27). Danach verpasste es der VfL den Ausgleich zu erzielen. Zu kompliziert agierte man vor Storbeck. Doch Hamm schaffte es nicht, sich wieder abzusetzen. Das nutzte Metzner (57.), dieses Mal von links zum Ausgleich (27:27). Greve brachte einen siebten Feldspieler, wollte mindestens den Punkt. 30 Sekunden vor dem Ende scheiterte Hansen an Storbeck – da stand es 28:27 für die Hausherren. Eine letzte Auszeit sollte die Taktik noch einmal eingestellt werden. Es war dramatisch. Das Spiel war aus, doch es gab noch einen Siebenmeter für den VfL. Glabisch behielt die Nerven und versenkte den Ball im Netz zum 28:28-Endstand.

Die Lübecker feierten den Punkt wie einen Sieg mit ihren Fans. Das brachte einige ASV-Anhänger auf den Plan, die den Jubel störten. Die Ordner mussten einschreiten. Die Situation beruhigte sich wieder. Unschöne Szenen zum Ende. Ein VfL-Anhänger wurder verletzt. Mehr dazu hier.

Spielfilm: 5:2 (6.), 9:8 (13.), 14:10 (20.), 19:17 (30./ Halbzeit) – 19:20 (35.), 23:22 (40.), 24:24 (46.), 27:25 (52.), 27:27 (57.), 28:28 (60./ Ende)

So spielte der VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz, Klockmann, Glabisch (5), Hansen (3), Ranke, Waschul (2), Köhler (4), Schrader, Kretschmer (1), Runarsson (4), Möller, Bruhn, Metzner (9)

Zuschauer: 2.016

19. Spieltag:
Hamm – Lübeck 28:28
Rhein Vikings – Dormagen
Balingen – Großwallstadt (Sa.)
Rimpar – Hüttenberg
Nordhorn – Wilhelmshaven
Elbflorenz – Emsdetten
Ferndorf – Hagen
Lübbecke – Aue
Hamburg – Essen (So.)
Dessau – Coburg

Hiergeht es zur Tabelle.


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