Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK
Navigation
Startseite
22.01.2019, 00:03 Uhr  //  Handball

WM 2019: Deutschland verwandelt Matchball ins Halbfinale

WM 2019: Deutschland verwandelt Matchball ins Halbfinale
 yb (Bild) kbi (Text) // www.hlsports.de


Köln – In der Hauptrunden-Gruppe I der 26. Handball-Weltmeisterschaft 2019 der Männer hat in der Kölner Lanxess-Arena Deutschland mit dem 22:21 (11:11)-Sieg über Kroatien vorzeitig das Halbfinale erreicht. Es haben damit Frankreich und Deutschland bereits die Fahrkarte nach Hamburg gelöst. Am Mittwoch entscheidet das Fernduell nur noch, wer von beiden als Gruppensieger das Halbfinale erreicht.

In einem hart umkämpften Spiel verletzte sich Martin Strobel - ohne Einwirkung des Gegners - bereits in der 9. Minute so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Welche Verletzung er sich zuzog, ist noch nicht bekannt. In dem Fight blieben zu Hauf klare Chancen liegen. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop musste trotz deutlicher Drei-Tore-Führung in der 46. Minute noch bis zum Schluss zittern. Beide Abwehrreihen schenkten sich nichts, gaben keinen Zentimeter Hallenboden ohne Gegenwehr preis. Das Spiel stand bis zum Schlusspfiff auf des Messers Schneide.

Die Kroaten fanden besser ins Spiel und übernahmen nach knapp drei Minute mit 2:0 die Führung, bevor Uwe Gensheimer in der 4. Minute das erste deutsche Tor zum 1:2 erzielte. Jetzt war es Andreas Wolff, der einen Siebenmeter parierte und zur Attacke blies. Hendrik Pekeler glich zum 3:3 (9.) aus und Fabian Wiede brachte das DHB-Team erstmals beim 4:3 (10.) in Front. Während zweier Zeitstrafen gegen Deutschland übernahm Kroatien erneut die Führung und baute diese auf 6:4 (13.) aus. Kurz zuvor hatte Gensheimer beim 4:5 einen Siebenmeter an den Pfosten gesetzt.

Die Umstellung auf eine 3:2:1-Abwehr mit Pekeler auf der Spitze stellte die Kroaten vor einige Probleme und Deutschland fand über die sicher agierende Abwehr und den Kampf zurück ins Spiel. Nach dem 6:7 (16.) blieb die deutsche Hintermannschaft fast acht Minuten ohne Gegentreffer, wobei Jannik Kohlbacher und Pekeler das 8:7 erzielten. Patrick Wiencek traf zum 10:8 (26.) ins leere Tor, doch die Kroaten steckten nicht auf und es ging mit einem 11:11 in die Kabinen.

Prokop brachte nach der Pause Matthias Musche für den glücklosen Gensheimer, der mehrere gute Chancen nicht nutzte, sowie Fabian Böhm. Böhm war es auch, der seine Farben nach 32 Sekunden wieder mit 12:11 in Vorteil brachte und zum 13:12 (32.) noch einen Treffer nachlegte. Die Abwehr arbeitete aufopferungsvoll und eroberte einige Bälle, die konsequent genutzt wurden und durch Fabian Wiede zum 18:15 (46.) führte.

Durch Unkonzentriertheit ließ die deutsche Mannschaft einige, teilweise klare Chancen ungenutzt. Dieses Geschenk nahm Kroatien dankend an und verkürzte nicht nur, sondern drehte durch einen 4:0-Lauf die Partie zum 19:18 (55.). Jetzt nahm Prokop seine letzte Auszeit und brachte für den Torhüter den siebten Feldspieler. Irgendwie passte die Überzahl nicht, es war passives Spiel angezeigt, als Wiede die Verantwortung übernahm und den Ball zum 19:19, exakt nach 55 Minuten, einnetzte.

Die letzten fünf Minuten waren nichts für schwache Nerven. Die erneute Führung von Kroatien glich Steffen Fäth zum 20:20 (57.) aus, bevor Pekeler einen Gegenstoß zur 21:20-Führung (59.) nutzte. Kapitän Gensheimer hämmerte den Ball über Links-Außen nur 42 Sekunden vor dem Ende zum 22:20 in die Maschen. Sofort nahm Kroatien seine letzte Auszeit, nach der blitzschnell der Anschlusstreffer zum 21:22 fiel. Es mussten noch 32 Sekunden von der Uhr genommen werden, als die Kroaten zur offenen Mannsdeckung übergingen. Geschickt spielte die deutsche Nationalmannschaft, dass der Gegner nur noch einen direkten Freiwurf aus der eigenen Hälfte nach der Schlusssirene ausführte, der keine Änderung mehr brachte.

Die Halle stand Kopf und feierte mit der ganzen deutschen Mannschaft den Sieg und den Einzug ins Halbfinale.

Torschützen für Deutschland:
Fabian Wiede (6), Uwe Gensheimer (4/2), Hendrik Pekeler (3), Steffen Fäth, Kai Häfner, Fabian Böhm und Jannik Kohlbacher (je 2), Patrick Wiencek (1)

Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK