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07.02.2019, 12:01 Uhr  //  Handball

ATSV II baut Tabellenführung unaufhaltsam aus

ATSV II baut Tabellenführung unaufhaltsam aus
 Christin Steinweg (Bild) kbi (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – In der Landesliga-Süd der Frauen hat Tabellenführer ATSV Stockelsdorf II die Tabellenführung im Derby beim TuS Lübeck 93 durch einen hart umkämpften 30:27 (15:15)-Sieg nicht nur verteidigt, sondern durch die Niederlagen der Verfolger noch weiter ausgebaut. Im Spitzenspiel bei den Männern unterlag der MTV Lübeck dem neuen Tabellenführer HSG Tills Löwen mit 23:31 (12:16), blieb aber weiterhin Dritter. Die Lübecker Turnerschaft kam beim Tabellenletzten TSV Ellerau über 24:24 (8:12) nicht hinaus, während TuS Lübeck 93 es besser machte und gegen die SG Bordesholm/Brügge mit 27:23 (15:14) zwei Punkte auf das Konto buchte.

Frauen
TuS Lübeck 93 – ATSV Stockelsdorf II 27:30 (15:15)
Mit dem Wissen, dass „Derbys ihre eigenen Gesetze haben“ fuhr der ATSV Stockelsdorf II gewarnt zum Tabellenfünften TuS Lübeck 93. Der Gastgeber hatte den besseren Start, legte gleich ein 2:0 in der 4. Minute vor und blieb in den ersten Minuten die tonangebende Mannschaft. Nach dem 4:6 (10.) kam der ATSV II langsam auf Betriebstemperatur und setzte drei Treffer in Folge zur ersten Führung beim 7:6 (13.). Die Führung blieb bis zur 21. Minute auf Seiten der Stockelsdorferinnen, jedoch glichen die Gastgeberinnen immer wieder aus und sie gingen beim 14:13 (23.) selbst wieder in Front. Hierbei nutzen die TuS-Angreifer immer wieder das zögerliche Abwehrverhalten des Gastes aus. Die Seiten wechselten mit einem 15:15, alles war auf null gestellt.

Auch in der zweiten Hälfte blieb der Derby-Charakter erhalten, die Führung wechselte mehrmals bis zum 22:22 (46.). Jetzt bekam der ATSV II ein wenig mehr Konstanz in die Hintermannschaft und setzte sich - trotz Auszeit des Gastgebers - mit drei Treffern in Folge auf 25:22 (50.) ab. Es war aber noch keine Entscheidung im Derby, TuS Lübeck 93 kämpfte sich wieder auf 24:25 innerhalb von 47 Sekunden heran.

Die Schlussphase war eingeläutet. Mit einem Doppelschlag - durch die Haupttorschützin Kathi Werdin ebenfalls in nur 50 Sekunden - war der alte Drei-Tore-Vorsprung beim 27:24 (53.) wieder hergestellt. Doch TuS 93 gab sich nicht geschlagen, Rebecca Dappen und Svea Thullesen brachten ihre Farben beim 26:27 (57.) wieder auf Schlagdistanz. Doch der Gastgeber hatte die Rechnung ohne Werdin gemacht, die erst erneut zum Doppelschlag ausholte und auch das letzte Tor des Derbys zum 30:27-Endstand per Siebenmeter erzielte. Somit entschied sie durch ihre fünf Tore in der Endphase das Derby zu Gunsten des ATSV Stockelsdorf II.

Mit diesem Sieg verteidigte Stockelsdorf II nicht nur die Tabellenführung mit 27:3 Punkten, sondern baute diese durch die Patzer der Verfolger auf sechs Punkte aus. TuS Lübeck 93 blieb trotz der Niederlage mit 17:13 Punkten Tabellenfünfter.

Am Sonnabend (9.2.) um 15.30 Uhr empfängt der ATSV Stockelsdorf II vor heimischer Kulisse den Tabellenneunten SG Kollmar/Neuendorf, der für die Schützenhilfe durch den Sieg über die HSG Tills Löwen mitverantwortlich war. Somit sind die Stockelsdorferinnen gewarnt und müssen die Konzentration wieder über 60 Minuten fokussieren, wollen sie keine Überraschung erleben. Für den TuS Lübeck 93 geht die Reise am Sonntag (10.2.) um 15.15 Uhr zum SC Nahe 08, um dort wieder zu punkten.

Torschützen für TuS Lübeck 93:
Selina Koch (7), Rebecca Dappen (4/3), Svea Thullesen (4), Nele Zakrzewski  und Merit Verheyen (je 3), Isabel Macedo und Sabrina Eppl (je 2), Sophia Ostheimer und Raika Rautenberg (je 1)

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II:
Kathi Werdin (13/3), Claudia Danger (5/1), Nadja Glass (5), Petra Meyer (3), Stephanie Markmann (2), Siri Meißner und Johanna Andersson (je 1)

Männer
HSG Tills Löwen - MTV Lübeck 31:23 (16:12)
Das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten HSG Tills Löwen und dem Dritten MTV Lübeck hatte am Vortag noch eine zusätzliche Brisanz erhalten. Durch die Niederlage der HSG Holsteinische Schweiz verließ der Sieger die Halle als Tabellenführer. Mit dieser Drucksituation kam der Gastgeber eindeutig besser klar. Weiter traten mit Lukas Prösch (MTV) und Kay Prösch (HSG) zwei Brüder gegeneinander an.

Die Hintermannschaft des MTV Lübeck war von Beginn an nicht ganz auf der Höhe, sie bekam den Rückraum der HSG Tills Löwen mit Kay Prösch und René Gronek nicht in den Griff. Dieses Manko glich beim MTV auch Ole Jansen im Angriff nicht aus, der wie am Fließband traf und seine fünf Treffer bereits in der ersten Halbzeit verbuchte. So ging der Gast über 4:6 in der 9. Minute und 8:12 (18.) mit einem 12:16-Rückstand in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Hälfte hatte der MTV Lübeck und verkürzte auf 15:17 (34.), doch in der Abwehr blieb die Fehlerrate zu hoch. So setzte sich die HSG schnell wieder deutlich auf 23:15 nach 40 Minuten ab, die Vorentscheidung war gefallen. Die Gastgeber spielten geduldig - nahmen immer wieder die Androhung des passiven Spiels in Kauf - und schlossen dennoch zielsicher über den Kreis oder aus dem Rückraum ab. Der Angriff der Lübecker leistete sich immer wieder fahrlässige Fehler. Am Ende stand die gesamte Lübecker Mannschaft konsterniert und enttäuscht da und fuhr mit leeren Händen in Richtung Heimat.

Bei nunmehr 24:6 Punkten ist noch nicht aller Tage Abend, auch wenn es auf den neuen Spitzenreiter HSG Tills Löwen inzwischen vier und zum Zweiten HSG Holsteinische Schweiz zwei Punkte Rückstand sind. Aber bei noch einem Spiel Rückstand sind noch elf weitere Partien zu spielen.

Am Sonnabend (9.2.) geht es um 17 Uhr in Bordesholm gegen den Tabellenvierten SG Bordesholm/Brügge weiter um wichtige Punkte. Allerdings heißt es dort ohne den Top-Torschützen Jannes Karstens, Kapitän Sören im Sande und eventuell wieder ohne Abwehrchef Carlo Röseler auszukommen, somit ohne etatmäßigen Linksaußen und Kreisläufer aufzulaufen. Aber mit eine neuen Einstellung muss die Mannschaft enger zusammen rücken und zwei Punkte mitnehmen.

Torschützen für den MTV Lübeck:
Max Köppe und Ole Jansen (je 5), Jetalong Khotsakit (4/3), Niklas Hermes, Roman Judycki und Christopher Lau (je 2), Lukas Prösch, Mathias Deppisch und Nils Münchenberger (je 1)

TSV Ellerau – Lübecker Turnerschaft 24:24 (12:8)
Nach dem Sieg über die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II schien die Lübecker Turnerschaft zu alter Spielstärke zurück gefunden zu haben, was durch die Punkteteilung beim TSV Ellerau sich als Momentaufnahme herausstellte. Rückraumschütze Kjell Schröder fiel unmittelbar vor dem Spiel aufgrund einer alten Knieverletzung für Trainer Heiko Hemmerich aus, dass er nur für wenige Minute ins Spiel eingriff.

Nach einem 0:3-Rückstand in der 5. Minute gestaltete sich das Spiel im weiteren Verlauf recht ausgeglichen. Die schlechte Chancenverwertung bei der LT machte sich jedoch schnell negativ bemerkbar, was die Gäste über 6:10 (27.) bis zur Pause mit 8:12 ins Hintertreffen brachte. Alleine fünf Gegentreffer kassierten die Lübecker per Gegenstoß Im gebundenen Spiel leistete die Hintermannschaft, mit einem gut aufgelegten Marko Prien im Tor, gute Arbeit.

Diese Schwachstellen wurden in der Halbzeitpause thematisiert, jetzt sollte über mehr Konzentration beim Abschluss wieder ins Spiel gefunden werden. Die Lübecker Turnerschaft kam bissiger und kompromissloser zurück auf die Platte und erzielte nach 40 Minuten den Anschlusstreffer zum 15:16. Ellerau wehrte sich und zog erneut mit auf vier Tore beim 19:15 (46.) davon. Während zwei Zeitstrafen gegen den Gastgeber übernahm LT die Kontrolle, glich beim 20:20 nicht nur aus sondern ging erstmals durch Alexander Peters mit 22:21 (54.) in Führung.

Der TSV Ellerau ließ sich aber nicht abschütteln und glich jeder Führung der Gäste bis zum 24:24 (58.) immer wieder aus. In den letzten zweieinhalb Minuten gelang keiner Mannschaft mehr ein Treffer, so blieb es am Ende bei der gerechten Punkteteilung.

„Ich bin froh, dass wir in der zweiten Halbzeit ein deutlich anderes Gesicht gezeigt haben, bin aber auch enttäuscht, dass wir die erste Halbzeit so eine schwache Einstellung zum Spiel mitgebracht hatten“, wusste LT-Trainer Hemmerich am Ende nicht, ob er sich über einen Punktgewinn freuen oder Punktverlust ärgern musste.

Am kommenden Sonnabend (9.2.) empfängt die Lübecker Turnerschaft um 19.30 Uhr die Mannschaft des Tabellenzwölften Büdelsdorfer TSV. „Da wollen wir von Anfang an mit Kampf und Leidenschaft in Spiel gehen“, blickt der Trainer optimistisch nach vorne.

Torschützen für die Lübecker Turnerschaft:
Sebastian Sielmann (6), Kai Ole Litzenroth (5), Alexander Peters (4/2), Ben Reppin (3), Marcel Schuppenhauer und Kevin Möller (je 2), Kjell Schröder und Florian Weu (je 1)

Alle Spiele der LL-Süd des Spieltages auf einen Blick:
Frauen
TSV Ellerau – SV Henstedt-Ulzburg II 23:25 (10:8)
TuS Lübeck 93 – ATSV Stockelsdorf II 27:30 (15:15)
SG Kollmar/Neuendorf - HSG Tills Löwen 28:26 (16:13)
TSV Wattenbek II – SC Nahe 08 35:29 (20:10)
SG WIFT Neumünster - BSV Kisdorf 29:17 (13:9)
SG Todesfelde/Leezen II - HSG Horst/Kiebitzreihe 27:25 (13:12)

Männer
Büdelsdorfer TSV - HSG Wagrien 39:32 (19:14)
HSG Ostsee N/G II - TSV Plön 20:26 (13:14)
HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II - HSG Holsteinische Schweiz 25:22 (10:11)
TSV Ellerau – Lübecker Turnerschaft 24:24 (12:8)
TuS Lübeck 93 - SG Bordesholm/Brügge 27:23 (15:14)
HSG Tills Löwen - MTV Lübeck 31:23 (16:12)
HSG Störtal Hummeln - SV Wahlstedt 28:21 (19:8)

So geht es in der LL-Süd weiter
Frauen
ATSV Stockelsdorf II - SG Kollmar/Neuendorf (Sa., 9.2., 15.30 Uhr)
SV Henstedt-Ulzburg II - TSV Wattenbek II (Sa., 9.2., 20 Uhr)
HSG Tills Löwen - SG WIFT Neumünster (So., 10.2., 14 Uhr)
VfL Bad Schwartau - SG Todesfelde/Leezen II (So., 10.2., 14.30 Uhr)
HSG Horst/Kiebitzreihe - TSV Ellerau (So., 10.2., 15 Uhr)
SC Nahe 08 - TuS Lübeck 93 (So., 10.2., 15.15 Uhr)

Männer
SG Bordesholm/Brügge - MTV Lübeck (Sa., 9.2., 17 Uhr)
HSG Holsteinische Schweiz - TSV Ellerau (Sa., 9.2., 17 Uhr)
TuS Lübeck 93 - HSG Wagrien (Sa., 9.2., 18 Uhr)
Lübecker Turnerschaft - Büdelsdorfer TSV (Sa., 9.2., 19.30 Uhr)
TSV Plön - SV Wahlstedt (So., 10.2., 15.30 Uhr)
HSG Tills Löwen - HSG Ostsee N/G II (So., 10.2., 16 Uhr)
HSG Störtal Hummeln - HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II (So., 10.2., 17 Uhr)

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