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11.02.2019, 03:43 Uhr  //  Handball

HSV Hamburg verspielt leichtfertig mögliche Sensation

HSV Hamburg verspielt leichtfertig mögliche Sensation
 kbi (Bild) kbi (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Nach der WM-Pause hat der Handball Sportverein Hamburg in der 2. Handball-Bundesliga den Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten in der Sporthalle Hamburg vor 3.570 (ausverkauft) begeisterten Zuschauern lange geärgert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Hamburger nach der Pause immer besser ins Spiel und lagen Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Toren vorn. Unnötige Fehler brachten den Top-Favoriten wieder zurück ins Spiel und mit all seiner Routine gelang ihm am Ende ein 28:23 (15:13)-Sieg. Balingen verteidigte die Tabellenführung während der HSV Hamburg mit 16:26 Punkten auf Platz 15 abrutschte.

Ohne die sechs nicht einsatzfähigen Spieler (Aron Edvardsson , Justin Rundt, Christopher Rix, Thies Bergemann, Jan Kleineidam und Dominik Vogt) liefen die Hamburger gleich einem 0:2 nach 84 Sekunden hinterher, obwohl der Start eigentlich optimal verlief. Marcel Kokoszka entschärfte schon nach 34 Sekunden einen Siebenmeter, doch der Nachwurf brachte den Torerfolg. Lukas Ossenkopp traf per Siebenmeter für die Hamburger zum 1:2, doch HBW Balingen-Weilstetten nutzte jede sich bietende Chance zum Torerfolg und zog auf 6:3 (7.) davon. In Unterzahl verkürzte der HSVH auf 4:6 und legte durch gute Abwehrarbeit mit dem Anschlusstreffer zum 6:7 (10.) nach.

Der Gast bestrafte gnadenlos jeden Fehler, lag bereits wieder mit 9:6 vorne, als Ossenkopp nach einer Attacke unglücklich mit dem Kopf aufschlug und das Spielfeld verließ. Niklas Weller vergab bei diesem Spielstand den ersten Siebenmeter von insgesamt drei, die die Hamburger liegen ließen. Nach einer Parade von Kokoszka war es Jan Forstbauer per Gegenstoß und Weller, die den erneuten Anschlusstreffer zum 8:9 (15.) erzielten, der Ausgleich wollte nicht fallen.

Balingen verstand es die Hamburger weiter auf Distanz von meistens drei Toren zu halten, auch die Umstellung in der Abwehr bei den Hamburgern brachte noch keinen Vorteil. So blieb der Gast über 14:11 zur Pause mit 15:13 in Führung. Routinier Stefan Schröder war es, der das spektakulärste Tor des Spiels unmittelbar vor der Halbzeitsirene erzielte. Er schnappte sich den Ball an der Seitenlinie zum Einwurf, da die Uhr fast herunter gelaufen war, zog er mit all seiner Routine direkt auf das Tor ab und überraschte den Torhüter damit, dass der Ball zum 13:15 im Netz einschlug.

Die Hamburger kamen wie verwandelt aus der Kabine, die 5:1-Abwehr agierte nun mit schnellen Beinen, war immer dort zur Stelle wo es brenzlig wurde und gleich wieder unterwegs, den Nachbarn zu unterstützen. Das brachte Unsicherheit in den Angriff des Tabellenführers, der sich technische Fehler leistete. So gelangen den Hamburgern mehrere Ballgewinne, selbst in Unterzahl hielt die Hintermannschaft diese Spielweise durch. Mit einem 4:0-Lauf wurde aus dem 13:16 eine 17:16-Führung, die Ossenkopp per Gegenstoß nach eine grandiosen Abwehrarbeit erzielte.

Die Halle stand Kopf, als Philipp Bauer per Unterhandwurf aus der Mitte das 19:17 in der 43. Minute erzielte. Doch Balingen erzielte Ausgleich beim 19:19 ebenfalls per Siebenmeter. Erneut Bauer setzte sich im eins-gegen-eins durch und erzielte wieder die Führung zum 20:19 (46.). Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, was plötzlich im Angriff des Gastgebers passierte, Abspielfehler und Ballverlust luden den Gast zu Gegenstößen ein, die sie dankend in Tore ummünzten. Innerhalb von weniger als zweieinhalb Minuten verspielte der HSV Hamburg eine mögliche Sensation, da in dieser Zeit der HBW Balingen-Weilstetten das Spiel auf 23:20 kippte. Dabei erzielte der Ex-Hamburger Matthias Flohr das Tor zum 20:20 und leitete die Wende ein.

Nach einem Team-Time-Out von Trainer Torsten Jansen machte Balingen den Deckel endgültig drauf, als das 24:20 in der 52. Minute, erneut nach einem technischen Fehler, fiel. Den Hamburgern fiel in den letzten 15 Minuten nicht mehr sehr viel im Angriff ein, sie verfielen wieder in das Spiel in die Breite statt in die Tiefe. Dieses verteidigte der Tabellenführer geschickt und brachte so den 28:23-Sieg über die Zeit.

Nach diesem Spieltag liegt der HSV Hamburg mit 16:26 Punkten und 562:584 Toren auf Platz 15, dem letzten Nichtabstiegsplatz, nur durch die bessere Tordifferenz vom TSV Bayer Dormagen auf dem ersten Abstiegsplatz getrennt.

Torschützen für den Handball Sportverein Hamburg:
Philipp Bauer (6), Lukas Ossenkopp (5/3), Niklas Weller (4), Stefan Schröder, Blazenko Lackovic, und Jan Forstbauer (je 2), Marius Fuchs und Finn Wullenweber (je 1)

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