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05.03.2019, 00:03 Uhr  //  Fußball

HSV: schlecht gespielt, trotzdem gewonnen – Mickel ersetzt Pollersbeck

HSV: schlecht gespielt, trotzdem gewonnen – Mickel ersetzt Pollersbeck
 Lobeca/Freitag (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Am Ende war dann doch alles wieder gut. Der Hamburger SV bezwang die SpVgg Greuther Fürth im Montagabendspiel der 2. Bundesliga mit 1:0 (0:0). Kapitän Hunt erlöste die über 36.000 Fans der Rothosen. Der HSV holte sich damit den zweiten Platz wieder von Union Berlin zurück.

Schockmoment vor dem Anpfiff. HSV-Schlussmann Pollersbeck verletzte sich beim Warmmachen und wurde von Ersatzkeeper Mickel ersetzt.

Die erste Chance hatte Lasogga (8.), als er eine Hereingabe von Hwang aus Nahdistanz hauchzart am linken Pfosten vorbeisetzte. Auch die nächste Gelegenheit ging auf „Lassos“ Konto. Hunt spielte den Stürmer am Fürther Strafraum an und Lasoggas Schuss (13.) parierte der Greuther Torwart Burchert. Drei Minuten später brach Jatta auf der linken Seite durch und wurde erst von zwei Gegenspielern im Strafraum gestoppt. Die Hausherren gaben hier klar den Ton an, alleine Tore fehlten und die hatte der Tabellendritte so bitter nötig. Fast hätte Redondo (20.) die Hamburger als nächster geschockt. Der Franke kam am Fünfmeterraum zum Schuss, doch van Drongelen blockte diesen in letzter Sekunde ab. Die Gäste stellten sich langsam auf die Hamburger Spielweise ein, hatten durch Wittek (26.) eine weitere Möglichkeit. Mickel parierte den Flachschuss aus 14 Metern. Die Fans wurden ungeduldig – Pfiffe waren zu hören. Insbesondere das „neue“ Mittelfeld mit Hunt und Sakai hatten einige Abstimmungsschwierigkeiten. Eine weitere Verletzung bei den Gastgebern gab es zu beklagen. Özcan (38.) ersetzte Hwang. Bei einem Zusammenprall mit Lasogga an der Seitenlinie blieb Magyar liegen, musste behandelt und mit einem grünen Turban ausgestattet werden. Für ihn ging es weiter und auch der Hamburger blieb auf dem Platz. Bei sieben Grad und gefühltem Eiswind macht die Partie nicht viel her und ging torlos in die Pause. Die lautstarken Pfiffe der Zuschauer attestierten den Akteuren auf dem Rasen keine gute Leistung. Recht hatten die Fans. Das war noch zu wenig.

Wolf reagierte und brachte Jung für Holtby. Die erste Szene in der zweiten Hälfte hatte Mickel, als er einen 20-Meter-Schuss von Seguin zur Ecke lenkte. Die Gäste spürten, dass sie im Volkspark eine Chance hatten, etwas Zählbares mitzunehmen und spielten munter nach vorne. Begünstigt hätte es in der 55. Minute Lasogga, der mit einer Kopfballabwehr im eigenen Strafraum fast ins eigene Tor traf. Kurz danach gab es die dritte Verletzungsunterbrechung, weil ein Grüner auf dem Platz behandelt wurde. Hamburg war ideenlos und ohne Konzept. Hunt tauchte unter und riss die restlichen Kollegen mit. Nach sieben Wochen Pause für den Kapitän durfte man allerdings auch keine Wunder erwarten. Hoffnung kam auf, als Green (67.) für eine Schwalbe im HSV-Strafraum eine Verwarnung sah. Doof für ihn, es war seine zweite Gelbe Karte – also Platzverweis. In Überzahl sollte es doch nun etwas für die Gastgeber besser werden. Das Ganze passierte in einer Phase, als Fürth klar den Ton angab. Wolf zog seine letzte Karte und wechselte Ito (73.) für Jatta ein. Eine Doppel-Chance eine Viertelstunde vor Schluss belebte das Stadion. Erst rutschte Lasogga am Ball vorbei und kurz danach schoss Narey aus spitzem Winkel über den Kasten. Der HSV erkämpfte sich das Feld zurück. Özcan (79.) hatte die nächste Doppel-Möglichkeit. Mit einem Schuss scheiterte er an einem Fürther Bein und nach einer Ecke köpfte er Buchert den Ball in die Arme. Lasogga (83.) war als Nächster dran, rutschte an einer Ito-Flanke nur Zentimeter an der Kugel vorbei. Die Erlösung brachte der Kapitän. Özcan passte auf Narey nach Außen, der sofort in die Mitte passte. Dort rutschte Hunt hinein und schob das Leder ins kurze Eck zum Siegtreffer für die Hamburger. Ito (88.) hätte den Deckel draufmachen können, verzog völlig frei neben das Gehäuse. Mehr war dann auch nicht mehr los. Die Gastgeber gewannen mit einer schlechten Leistung im Minimallistenstil.

Trainer Hannes Wolf sagte danach: „Wir müssen über die Leistung reden. Das war nicht gut. Fürth war näher an einem Tor als wir. Dann gab es diesen Moment, den wir nun ein paar Mal gegen uns hatten. Die Gelb-Rote Karte brachte weitere Unruhe in unser Spiel und nicht so klar im Ballbesitz, wie wir es können. Zum Glück gab es dann die eine spielentscheidende Szene. Das war extrem wichtig zu gewinnen, auch vor dem Derby am Sonntag. Es war aber schon eine Delle und da müssen wir verändern. Gegen St. Pauli müssen wir wieder Fußball spielen.“

Zu den beiden Verletzten Pollersbeck und Hwang sagte er: „Bei Julian ist es wohl nicht so schlimm, eine Adduktorensache. Bei Hee-Chan sieht es da schlechter aus. Das wird wohl eine Muskelverletzung sein.“

Für Mickel war es der erste Heimspieleinsatz. Er meinte nach der Partie: „Das fehlte mir noch in meiner Karriere. Es war schon geil mit den Fans in der Kurve zu feiern. Ich hoffe, dass Julian am Sonntag wieder spielen kann. Er ist die Nummer eins. Ich freue mich aber, dass wir gegen meine Ex-Club gewonnen haben und ich meinen Teil dazu beitragen konnte.“

Hamburger SV – Greuther Fürth 1:0 (0:0)
Tore: 1:0 Hunt (85.)
Gelb-Rote Karte: Green (67,, Fürth)
Zuschauer: 36.560

Hamburg: Mickel, van Drongelen, Bates, Santos, Narey, Holtby (46. Jung), Lasogga, Hunt, Jatta (73, Ito), Hwang (38. Özcan), Sakai

Fürth: Burchert, Wittek, Magyar, Keita-Ruel, Caligiuri, Ernst (89. Atanga), Jaeckel, Sauer, Redondo (80. Reese), Seguin (80. Gugganig), Green
 
24. Spieltag:
Kiel – Berlin 0:2
Duisburg – Magdeburg 1:0
Sandhausen – Aue 0:3
Heidenheim – Regensburg 1:2
Paderborn – St. Pauli 0:1
Bielefeld – Darmstadt 1:0
Ingolstadt – Köln 1:2
Dresden – Bochum 2:2
Hamburg – Fürth 1:0


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