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10.03.2019, 15:36 Uhr  //  Fußball

HSV brennt am Millerntor Feuerwerk ab – Rothosen demütigen Kiezkicker

HSV brennt am Millerntor Feuerwerk ab – Rothosen demütigen Kiezkicker
 Lobeca/Gettschat (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Großartige Stimmung und viel Vorfreude gab es schon vor dem Stadt-Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV am Sonntag im Millerntor-Stadion in der 2. Bundesliga. Der neue Stadtmeister stand nach mehreren Unterbrechungen mit einem 4:0 (1:0)-Auswärtssieg fest. Der HSV gewann verdient und deutlich beim Stadtrivalen.

Nach fünf Minuten brannte es im Gästeblock - Pyro in schwarz, weiß und blau vernebelte das Millerntor. Die St. Pauli-Fans auf der anderen Seite stimmten mit rotem Feuerwerk dazu ein. Fußball gespielt wurde auch und da gab der HSV zuerst den Ton an, hatte, wie so oft, mehr Ballbesitz. St. Pauli versuchte ein Kampfspiel aufzuziehen und führte viele Duelle um den Ball. Die erste Chance hatten die Rothosen nach 20 Minuten, als Santos das Leder auf den kurzen Pfosten brachte. Avevor rettete vor Lasogga zur Ecke. Eine nächste Möglichkeit gab es über die rechte Seite. Lasoggas Pass (23.) ging dabei durch Freund und Feind hindurch. Buballa (25.) klärte die nächste Flanke von Narey zu einer weiteren HSV-Ecke. Die Hausherren kamen über Meier (28.) zum ersten Torschuss. Eine zu kurze Kopfballabwehr von van Drongelen nahm der Stürmer volley, verfehlte das Gehäuse von Pollersbeck um einen Meter. Hoogma foulte Lasogga am Strafraum - gefährliche Position für Hunt. Der zirkelte die Kugel an die Latte. Den Abpraller köpfte Lasogga (32.) ins Netz zur HSV-Führung. Jubel bei den knapp 3.000 Gäste-Fans am Millerntor. St. Pauli änderte seine Taktik, wurde offensiver. Zwei Halbchancen sprangen dabei fünf Minuten vor der Pause heraus. HSV-Kapitän Hunt musste in der 45. Minute verletzt raus. Für ihn kam Jatta in die Partie, der auf die linke Seite wechselte. Özcan übernahm die Hunt-Position. Schiri Brych ließ fünf Minuten im ersten Durchgang nachspielen. Es passierte nichts mehr. 1:0 für den Tabellendritten zur Halbzeit.

Mit Bengalos begann auch die zweite Hälfte auf den Rängen. Dieses Mal machte die St. Pauli-Kurve ihrem Team Feuer. Das half, denn Miyaichi (46.) prüfte Pollersbeck aus elf Metern. Der HSV-Schlussmann verhinderte den Ausgleich mit einer Glanzparade. Dessen Vorderleute legten nach. Mangala setzte sich über links durch, spielte in die Lücke auf Özcan. Dessen Versuch parierte Himmelmann noch, doch den Abpraller schob Narey (53.) locker zum 2:0 ins Netz. Die HSV-Fans feierten erneut beim Stadt-Rivalen. Und wieder gab es Pyro - auf beiden Seiten. Die beiden Kapitäne wurden zu den jeweiligen Tribünen geschickt, um dort die Anhänger zu besänftigen. Nach einer kurzen Unterbrechung hatten dir Hausherren die große Chance zum Anschluss. Allaguis Schuss wurde auf der Linie geklärt. Dafür klingelte es wieder im St. Pauli-Kasten. Jatta mit einem Pass in die Mitte, wo die Dreierkombination Narey, Özcan und letztlich Lasogga (61.) für das 3:0 sorgte. Bei den Braun-Weißen war Ratlosigkeit angesagt. Sie hatten kein Mittel gegen den effektiven Rivalen. Einen Kalla-Schuss (69.) aus 25 Metern lenkte Pollersbeck zur ersten Ecke der Gastgeber in der zweiten Halbzeit. Die Rothosen machten weiter Dampf nach vorne, versuchten das vierte Tor erzielen. Jatta (75.) fast von der Grundlinie ans Außennetz. Eine Minute später traf der Gambier das Lattenkreuz. Auf der anderen Seite versuchte es Meier (79.) aus der Ferne - links vorbei. Die Partie schien entschieden und das wussten auch die Pauli-Anhänger. Sie zündelten zum vierten Mal. Schiri Brych unterbrach erneut und bat beide Mannschaften in die Kabinen. Es drohte ein kompletter Abbruch. Nach fünf Minuten kamen sie wieder und es sollte weitergehen. Das mobilisierte Buchtmann, der eine Flanke auf Schneider (83.) schlug. Der Kiezkicker flog aber am Ball vorbei. Besser machte es Santos (87.), der mit einem Flachschuss ins rechte Eck aus 25 Metern das 4:0 erzielte. Die 3.000 HSV-Fans riefen „Derbysieger, Derbysieger...“. Das war es dann auch und die Rothosen holten sich die Stadtmeisterschaft wieder, überholten damit auch Union Berlin wieder in der Tabelle und stehen einen Punkt hinter dem 1. FC Köln auf Rang zwei.

Statistik:
FC St. Pauli – Hamburger SV 0:4 (0:1)
Tore: 0:1 Lasogga (32.), 0:2 Narey (53.), 0:3 Lasogga (61.), 0:4 Santos (87.)
Zuschauer: 29.546

FC St. Pauli: Himmelmann – Kalla, Avevor, Hoogma, Buballa – Knoll (85. Flum), Buchtmann, Miyachi, Allagui (62. Schneider), Neudecker (72. Sobota) – Meier
Hamburger SV: Pollersbeck – Santos, van Drongelen, Bates, Sakai – Janjicic, Mangala (91. Jung), Özcan (81. Holtby), Hunt (45. Jatta), Narey – Lasogga

25. Spieltag:
Bochum – Heidenheim 1:0
Berlin – Ingolstadt 2:0
Köln – Bielefeld 5:1
Regensburg – Duisburg 1:1
Darmstadt – Kiel 3:2
Aue – Paderborn 2:1
St. Pauli – Hamburg 0:4
Magdeburg – Sandhausen 0:1
Fürth – Dresden abgesagt



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