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07.05.2019, 00:01 Uhr  //  Fußball

HSV: Ruhe vor dem Sturm - „Auch eine Nacht später“

HSV: Ruhe vor dem Sturm - „Auch eine Nacht später“
 Lobeca/Gettschat (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Vor dem vorletzten Saisonspiel in der 2. Bundesliga am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr beim SC Paderborn setzte der Hamburger SV drei nicht öffentliche Trainingseinheiten in dieser Woche an. Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend müssen die Fans draußen bleiben. Dafür dürfen sie am Dienstag und Freitag jeweils um 15.30 Uhr am Volkspark „kiebitzen“. Hannes Wolf möchte Ruhe vor dem Sturm haben, sich mit seiner Mannschaft auf das entscheidende Spiel vorbereiten. Die Ostwestfalen stehen aktuell auf Rang zwei, haben einen Punkt Vorsprung. Der HSV ist Vierter. Union Berlin steht punktgleich mit den Hamburgern dazwischen. Die Rothosen haben das viel schlechtere Torverhältnis aller drei Clubs.

Bewegende Worte fand HSV-Stadionsprecher und „Hamburg meine Perle“-Sänger Lotto King Karl in den sozialen Medien. Er schrieb:

>>>Moin Leute!

An Alle, die auf einen sinnvollen Kommentar zum gestrigen Spiel warten: ich würde Euch gern was Kluges schreiben. Aber leider fällt mir eine Nacht später nichts ein. Kann möglicherweise aber auch an mir liegen. Es sind ja oft die Anderen schuld. Es ist nie zu früh oder zu spät für eine noch so abstruse Verschwörungstheorie. Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, immer mit jedem freien Finger auf alle Leute drumherum zu zeigen. Ich bin nicht neidisch auf die Gehälter der Profis und dieser gewaltigen Schar von Betreuern, Dies-und-das-Managern, Direktoren unzähliger Abteilungen mit beeindruckenden Namen, Vorständen, Head-of-irgendwas u.s.w., denn ich habe das System Profisport verstanden. Aber Herrschaften, sehr geehrter hoher Rat, bitte vergeßt nicht, diese Menschen drumherum, die Euch zuschauen, anfeuern - und letztendlich auch (und wenn es zu einem noch so kleinen Teil ist) mit bezahlen - sind auch Teil dieses Systems. Ohne Zuschauer würde es nicht funktionieren. Und ist Euch klar, daß noch viel mehr Leute außerhalb des Stadions auch mitfiebern, Euch bewundern und mit Euch leiden? Ich komme ziemlich viel herum, jedes Mal, wenn ich irgendwo im alten Land, in Schleswig-Holstein, einer Skihütte in den Bergen oder egal wo sonst eine HSV-Fahne vor dem Haus sehe, frage ich mich, ob hier wohl auch mal ein Spieler lang fährt? Oder Einer aus dem gewaltigen Stab? Und bitte nicht über Druck und Nervosität reden. Druck kriegst Du automatisch, wenn Du oft genug verlierst und nervös kannst Du sein, wenn man einen hoch dotierten Vertrag unterschreibt. Aber am 32. Spieltag muß sich keiner mehr an die Liga gewöhnen. Ich kann mir dennoch vorstellen, daß das Alles überhaupt nicht einfach ist, aber ich sehe es so, daß der gesamte Club von allen Fans in dieser Saison einen der größten Kredite bekommen hat, der jemals an diesen Verein vergeben wurde. Nicht mehr, denn wir haben das alle jeder für sich freiwillig gemacht, aber eben auch nicht weniger.

Also an alle, die hier gerne etwas Schlaues und Aufbauendes lesen möchten: mir fällt dazu nicht viel ein. Aber Eines wollte ich schon mal los werden: ich sehe Euch, beim Bäcker, an der Kasse, in der Tankstelle, in der Kneipe, bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Ich sehe Eure Fahnen in den Gärten, Eure Nummernschildhalter, die Aufkleber und die Schultaschen Eurer Kinder, auf die sie so stolz sind. Denn ich bin HSV-Fan. Auch eine Nacht später.<<<

Im Montagabendspiel sicherte sich der 1. FC Köln nach einem klaren Sieg bei Greuther Fürth die Zweitliga-Meisterschaft und steht als erster Aufsteiger in die 1. Liga fest.


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