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08.05.2019, 00:09 Uhr  //  Fußball

HSV: „Stockelsdorfer“ ab Sommer Chef-Trainer? – Probleme über Probleme

HSV: „Stockelsdorfer“ ab Sommer Chef-Trainer? – Probleme über Probleme
 Lobeca/Schlikis (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Hamburg – Die Uhr von Hannes Wolf läuft so langsam doch ab. Der Trainer des Hamburger SV hat nur noch zwei Chancen, mindestens den Relegationsplatz in der 2. Bundesliga zu erreichen. Ansonsten droht ihm das Aus bei den Rothosen zum Sommer. In der Rückrundentabelle steht der Tabellenvierte dort bereits – allerdings auf dem Relegationsplatz zur 3. Liga! 16 Punkte in 15 Spielen. Man kann es nicht wegdiskutieren: Es ist ein Verdienst des 38-Jährigen. Der Druck steigt vor dem Paderborn-Spiel – auf ihn und das Team. Durch einen Sieg am kommenden Sonntag hätte man wenigstens den 3. Platz in eigener Hand. Wenn Union Berlin sich noch einen weiteren Ausrutscher leistet, dann könnten die Hamburger sogar noch den direkten Aufstieg in die 1. Liga schaffen. Nach sieben sieglosen Spielen in Folge glauben allerdings nicht viele daran. Wohl denn… Der Sonntag wird es zeigen.

Ein Stockelsdorfer steht womöglich aber schon als potentieller Wolf-Nachfolger in den Startlöchern. Dieter Hecking (Foto) ist ab dem Sommer nicht mehr bei Borussia Mönchengladbach, hat Bezug in den Norden und war schon beim VfB Lübeck, Hannover 96 und VfL Wolfsburg am Ruder. Der 54-Jährige könnte an die Elbe passen, denn er weiß, wie man durch dick und dünn kommt. Gerade beim VfB Lübeck, seiner zweiten Trainerstation nach dem SC Verl, erlebte er vieles mit. Im März 2001 übernahm er beim Regionalligisten. Den Aufstieg in die 2. Liga verpasste man zwar, doch das holten die Grün-Weißen mit ihm im Folgejahr nach. Dort hielt man die Klasse auf Anhieb, verpasste dafür einen Sommer später den Klassenerhalt am letzten Spieltag. Hecking, der in dieser Spielzeit mit Lübeck im Halbfinale des DFB-Pokals an Werder Bremen nach Verlängerung scheiterte, trat zurück. Zu der Zeit lebte er im ostholsteinischen Stockelsdorf.

Alles Themen, die vermutlich HSV-Boss Bernd Hoffmann und Sportvorstand Ralf Becker betreffen, der übrigens ebenfalls nicht mehr so fest im Sattel sitzt. Becker warf Christian Titz raus, installierte Wolf. Nach der 0:3-Pleite gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Sonnabend war die Kritik an Wolf sehr groß. Alle rechneten mit einem Rauswurf. Der Club hielt an ihm fest.

Im Volkspark herrschen dafür noch ganz andere Sorgen: Welche Spieler sind für Paderborn überhaupt einsatzfähig? Orel Mangala (Oberschenkel), Rick van Drongelen (Sprunggelenk), Gideon Jung (Knie) und Aaron Hunt (Rücken) stehen auf der Kippe. Dafür soll Pierre-Michel Lasogga wieder ins Team rücken. Er war zuletzt angeschlagen „nicht bei 100 Prozent“, wie Wolf erklärte.

Die große Rechnung kam dann am Dienstag auch noch aus der DFB-Zentrale in Frankfurt! 150.000 Euro darf der HSV für die letzte Pyro-Show seiner Anhänger im Derby beim FC St. Pauli aufwenden. 100.000 Euro gehen direkt an den Verband und 50.000 Euro müssen für Präventionsmaßnahmen ausgegeben werden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Rothosen den Aufstieg nicht schaffen. Möglich wäre ein Szenario, wie beim Bundesliga-Abstieg. Dort vernebelten „Fans“ das Stadion und sorgten fast für einen Spielabbruch. Es spricht aktuell einfach alles gegen den HSV!

Ein Lichtblick scheint die Nachfolge von Lasogga (13 Saisontore) zu sein. Dass der Stürmer den Club am Saisonende verlässt, scheint so gut wie sicher. Die Verhandlungsgespräche wurden anscheinend abgebrochen. Wie schon vor einigen Wochen im Raum stand, soll Bochums Lukas Hinterseer sich mit dem HSV einig sein. Der Österreicher traf in der aktuellen Spielzeit 18 Mal für den VfL. Dort läuft sein Vertrag aus.

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