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13.07.2019, 12:07 Uhr  //  Fußball

Monte-Kicker bestraft – „Das ist keine Lösung“

Monte-Kicker bestraft – „Das ist keine Lösung“
 Pixabay (Bild) rk (Text) // www.hlsports.de


Lübeck – Die alljährliche Diskussion um den Schiedsrichter-Mangel ist auch in diesem Jahr wieder Thema vor der Saison. Während der FC Dornbreite mit sechs Minuspunkten in die neue Landesliga-Spielzeit starten wird (HL-SPORTS berichtete), ist beim Rivalen TSV Travemünde dieses Mal ebenfalls ein Punktabzug bereits klar. Die Monte-Kicker bekommen vom Verband eine Strafe von drei Minuspunkten aufgebürdet. Travemündes Vorsitzender Uwe Mirow bestätigte das auf Nachfrage von HL-SPORTS. „Ja, es sieht so aus und es wird in diesem Fall eine Mannschaft bestraft, die gar nichts dafür kann“, sagt er.

Mirow ist selbst Schiedsrichter – allerdings mit Patrick Schwengers zusammen die beiden einzigen beim Club von der Ostsee. „Wir spielen mit der 1. Mannschaft in der Landesliga und müssen alleine aus diesem Grund schon zwei Schiedsrichter melden. Dafür stellen wir einen Drittliga-Schiri, der nur als einer in diesem Paragraphen neun gewertet wird. Das passt doch nicht“, hinterfragt er die Vorgabe des Verbands: „Die Regelung muss überdacht werden, denn wir sind ein Stadtteilclub am äußeren Rand und kaufen keine Schiris ein. Der Nachwuchs fehlt. Wie sollen wir das Problem lösen?“ Ein sanfter Hilferuf an den Verband.

In Zeiten, wo sowieso schon Nachwuchs rar ist, Spielgemeinschaften, ganz besonders im Jugendbereich, immer häufiger auftreten, ein Unding und womöglich gar nicht mehr zeitgemäß. Mirow hat recht, denn wo soll der Nachwuchs herkommen? Ein Thema, dass man wohl auch in Kiel beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) diskutiert. Andere Vereine dagegen haben ihr Soll an Unparteiischen sogar überfüllt. Warum also nicht einen Pool gründen und dem Solidaritätsprinzip folgen? – "hast du zu wenig Schiris, stelle ich dir einen zur Verfügung" könnte es da heißen. Dann wäre das Thema Wettbewerbsverzerrung sogar endgültig vom Tisch. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Drei Punkte können am Saisonende über Auf- und Abstieg entscheiden.

Mirow geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht die Attraktivität der bestraften Clubs in Gefahr. „Wenn ein Verein höherklassig spielt, aber mit Punktabzügen rechnen muss, könnten Spieler, die sich diesem Verein anschließen möchten, womöglich abgeschreckt werden. Das ist keine Lösung.“ Die Funktionäre im SHFV sind also aufgerufen, sich hier Gedanken zu machen - und das nicht erst morgen.

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