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10.03.2013, 16:27 Uhr  //  Volleyball

Tabellenführung nach starkem Auftritt - Meisterschaft greifbar nah

Tabellenführung nach starkem Auftritt - Meisterschaft greifbar nah
 Dustin Mattern (Bild) M. Kalms/rk (Text) // www.hlsports.de

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Lübeck - Einmal mehr stellten die Regionalliga-Volleyballerinnen der Lübecker Turnerschaft ihre momentane Klasse unter Beweis. Nach einem äußerst spannenden und kämpferisch, auf einem sehr hohen Niveau, ausgetragenen Spitzenspiel gegen den unmittelbaren Verfolger, dem Eimsbütteler TV, setzten sich die LT-Damen nach einem 3:2 Kraftakt durch und rücken vom zweiten auf den ersten Tabellenplatz vor.

Hochmotiviert trafen sich die Lübeckerinnen pünktlich zwei Stunden vor Anpfiff um 15:00 Uhr in der Burgfeldhalle. Die letzten zwei Trainings-Wochen standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf diese für den Saisonausgang vorentscheidende und wichtige Begegnung. So wurde bei jeder Gelegenheit in spielnahen Situationen das Durchsetzungsvermögen in Angriffssituationen aus der Annahme und Abwehr heraus geübt.

Äußerst erfreulich war nach dem Warm-Up zu sehen, wie sich die Halle pünktlich zum Anpfiff mit zahlreichen Zuschauern füllte. Nach dem Spiel sprach das Team ein herzliches Dankeschön an die Fans aus, die mit ihrem Applaus die Mädels immer wieder motivierten und zu Höchstleistungen antrieben.

Im ersten Satz zeigten sich die Lübeckerinnen nervös. Von den Inhalten der Kabinenansprache wurde nicht viel umgesetzt. Fehler in der Annahme, Abstimmungsprobleme und Angriffsschwächen führten zu einem schnellen und schmerzhaften Rückstand. Die zweite Lübecker Auszeit bei 8:20 führte zwar nicht zum Satzgewinn, konnte die Mädels jedoch zu weiteren sieben Punkten animieren. So ging der erste Satz folgerichtig, allerdings nach einer spät einsetzenden Steigerung auf Lübecker Seite, mit 25:15 an die Hamburgerinnen.

Der Schwung vom Ende des ersten Satzes konnte zwar zunächst nicht zu hundert Prozent mitgenommen werden, aber nach einem in der Anfangsphase engen Punktestand platzte dann ab 7:5 aus Lübecker Sicht langsam der Knoten. Das Punktepolster wuchs und wuchs. Starke Abwehraktionen hielten den Ball im Spiel und konnten mit wuchtigen Angriffen einer Anne Müller und Mandy Präfcke in Punkte umgewandelt werden. Besonders erfreulich, dass die Hinterfeldangriffe, in dieser Saison eine echte Alternative zu den Angriffen aus der Vorderzone darstellen. Hier zeichnen sich die beiden Mitten Mandy Präfcke und Carolin Jessen mit einer stabilen und erfolgreichen Quote aus. So deutlich wie der erste Satz an Hamburg ging, konnten die Lübeckerinnen den zweiten Satz auf ihrem Konto verbuchen: 25:16 hieß es zum Abpfiff.

Im dritten Satz spielten beide Teams auf Augenhöhe und das Match entwickelte sich zu einem wahren Volleyball-Krimi. Die Führung wechselte auf beiden Seiten. Richtig absetzen konnte sich keine der beiden Teams. Sehr schöne, lange und dramatische Ballwechsel lösten sich ab, bis es zum Ende 19:22 und 20:23 für Eimsbüttel hieß. Das größte Kapital welches die Lübeckerinnen zur Zeit haben ist auch bei einem Rückstand Nervenstärke zu bewahren und im richtigen Moment die Big-Points zu verwandeln. Beim Spielstand 21:23 kam Anne Müller in den Aufschlag und setzte mit ihren harten und platzierten Aufschlägen die Eimsbütteler Annahme gehörig unter Druck. Selbst die Auszeit von Eimsbüttel bei 23:23 konnte Anne nicht aus dem Konzept bringen. 25:23 und der zweite gewonnene Satz ging an Lübeck (2:1 nach Sätzen).

Ein ähnliches Bild bot sich den Zuschauern im vierten Satz. Keines der beiden Teams schenkte dem anderen etwas. Jeder Ball war hart umkämpft und obwohl die Halle tobte, reichte es am Ende nicht. 21:25 und der vierte Satz war verloren. Damit war die Premiere für die Lübeckerinnen, zumindest in dieser Saison, perfekt. Bislang konnten nämlich alle Spiele mit 3:0 bzw. 3:1 beendet werden. Ein Fünf-Satz-Spiel hatten die Marzipanstädterinnen noch nicht zu bewältigen. Insofern war dies eine neue Situation. Die Frage, ob die Kräfte reichen würden, da die ein oder andere Spielerin gerade eine Erkältung auskuriert hatte und eine weitere Spielerin mitten in einer Erkältung steckte, quälte die Trainer.

Im fünften Satz starteten die Lübeckerinnen aus der Annahme und konnten diese Situation mit 1:0 klären. Damit war Janina Marek im Aufschlag. Die Aufschläge von Janina Marek ließen keinen sauberen Angriffsaufbau auf Eimsbütteler Seite zu und zwangen die Hamburgerinnen bei 4:0 zu ihrer ersten Auszeit. Dörte Lüdders, die bis dahin vergleichsweise unauffällig agierte brachte jetzt jeden Angriff durch. Der nächste Aufschlag ging dann zwar in’s Aus aber Daniela Krüger holte umgehend mit einem direkten Angriffspunkt das Aufschlagrecht zurück, welches von Dörte Lüdders wahrgenommen wurde. Unterstützt durch Lüders´ Aufschläge wuchs der Vorsprung auf respektable 9:1. Der Widerstand von Eimsbüttel war gebrochen, die Lübeckerinnen drehten noch mal auf und selbst nach einer kleinen Schwächephase und einer Fehlentscheidung des zweiten Schiedsrichters war der Sieg und damit die Tabellenführung perfekt. Ein Paradespiel für den Lübecker Volleyball in Sachen Eigenwerbung für die LT-Damen.

Jetzt heißt es die Spannung über die nächsten zwei Wochen aufrecht zu erhalten und im letzten Spiel gegen den TSB Flensburg hoffentlich die letzten zwei Punkte einzufahren. Gelingt dies, sind die Lübecker TS Damen Regionalliga-Meister. Das Spiel wird mit Sicherheit kein Spaziergang, konnten die Flensburgerinnen ihr letztes Spiel gewinnen und gegen die "großen" Teams wie Eimsbütteler TV und Wik drei Fünf-Satz-Spiele hinlegen. Michael Kalms ist also gewarnt und sagte nach dem Sieg gegen Eimsbüttel zu HL-Sports: "Das war mit Abstand das beste Spiel in dieser Saison und bin superstolz auf meine Mädels, so kann es weitergehen. Es hätte durchaus auch anders ausgehen können, aber im fünften Satz haben wir unser Polster durchbringen können. Im letzten Spiel müssen wir mental voll da sein und dürfen den Tabellenletzten nicht unterschätzen."

Die Meisterschaft ist greifbar nah und der Aufstieg in die 3. Liga möglich. Hier ist allerdings noch keine Entscheidung gefallen, da dieser auch mit einem höheren Etat verwirklicht werden kann, dabei spielen die Kalms-Mädels einen sehr guten Ball und haben aatraktive Werbemöglichkeiten in der Halle, die noch unbesetzt sind.

Es spielten:
Janina Marek, Carolin Jessen, Dörte Lüdders, Nicole Nekola, Daniela Krüger, Anne Müller, Paula Sprotte, Nathalie Stark, Madleen Vater, Marie Frühauf, Annika Senkpiehl und Mandy Präfcke


Ergebnis:

1.Satz: 15 : 25
2.Satz: 25 : 16
3.Satz: 25 : 23
4.Satz: 21 : 25
5.Satz: 15 : 9



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