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28.03.2013, 00:25 Uhr  //  Handball

Hart erkämpfter Sieg bei der Generalprobe gegen Neuhausen

Hart erkämpfter Sieg bei der Generalprobe gegen Neuhausen
 Christoph Kugel (Bild) HSV Handball (Text) // hsvhandball.com

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Hamburg - Der HSV Handball hat sich bei der Generalprobe vor dem Spiel gegen Kiel am kommenden Sonnabend, 30. März, um 15.00 Uhr, seine zwei Punkte hart erkämpft. Vor 7.473 Zuschauern in der O2 World Hamburg kam die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb drei Tage nach dem 33:21 über Minden nur sehr schwer in die Partie. Nach einem ausgeglichenen Beginn konnte sich der TVN kurz vor der Halbzeit sogar eine Führung erarbeiten, doch der HSV glich noch zur Halbzeit aus. Im zweiten Durchgang wirkte der Gast aus Schwaben wacher und brachte den HSV in Bedrängnis, als sie mit drei Toren in Führung gingen. Die Elbstädter ließen sich davon aber nicht beeindrucken und bissen sich zurück ins Spiel, um Neuhausen in der Schlussphase zu distanzieren und sich wichtige Punkte im Kampf um Platz drei zu sichern. Nach dem 30:27-Erfolg ist der HSV in der Bundesliga nun seit 112 Tagen ungeschlagen. Bester Werfer seitens des HSV war Hans Lindberg mit sieben Toren. Für Neuhausen konnte Nico Büdel mit ebenfalls sieben Treffern am häufigsten erfolgreich abschließen.

Die Anfangsphase der ersten Halbzeit war von Ausgeglichenheit geprägt. Nach Hans Lindbergs erstem Treffer zum 1:0 (1. Minute), konnten die Gäste aus Neuhausen zwei Minuten später ausgleichen (3.). Das zähe Hamburger Offensivspiel erhielt aber durch Hans Lindberg immer wieder zählbare Akzente. Der Däne erzielte gleich vier der ersten sechs Tore. Neuhausen zog jedoch immer wieder nach und ließ Hamburg mit einer aggressiven Abwehr nur schwer ins Spiel kommen. Nach Lindbergs viertem Treffer des Spiels sorgte Marcin Lijewski in der 12. Minute bei 6:4 für die erste Zwei-Tore-Führung seines Teams. Doch ein Doppelschlag durch Daniel Reusch hielt Neuhausen weiterhin auf Augenhöhe (12., 13.). Der HSV konnte sich im weiteren Verlauf immer wieder auf zwei Tore absetzen, aber der TVN hielt sich hartnäckig, erkämpfte sich immer wieder den Ausgleich, und konnte kurz vor der Pause sogar erstmals mit 14:13 in Führung gehen (28.). Nachdem der Schwabe Andreas Schröder in der 29. Minute auf 15:13 erhöhte, zeigten sich die Hanseaten in der letzten Minute wacher, nutzte technische Fehler des Gastes aus, und konnte erneut durch Hans Lindberg den 15:15-Ausgleich erzielen.

Im zweiten Durchgang waren es zunächst die Gäste, die besser aus der Kabine kamen. Ein 4:1-Lauf von Neuhausen brachte den HSV gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs in Bedrängnis. Zweimal verpasste es Hans Lindberg, der an Magnus Becker scheiterte, den Anschluss zu erzielen. In Überzahl gelang es den Elbstädtern jedoch nach Toren von Igor Vori und Fredrik Petersen zum 19:19 auszugleichen (37.). In einer Phase in der sich die Fehler seitens der Schwaben häuften, gelang dem HSV durch einen Treffer von Marcin Lijewski die erste Führung seit der 26. Minute zum 22:21 (45.). Nach dem Ausgleich der Gäste konnten Domagoj Duvnjak, der im zweiten Durchgang wichtige Akzente setzte, und Igor Vori die Elbstädter wieder mit zwei Toren in Front bringen (46.). Damit war jedoch die Messe aber noch nicht gelesen. Ein Siebenmeter von Marcel Schiller (52.) und ein weiteres Tor von Ralf Bader glichen die Begegnung erneut zum 26:26 aus. In den Schlussminuten präsentierte sich der HSV jedoch wacher und nutzte technische Fehler des Gegners aus. In Überzahl gelang dann durch einen Treffer von Stefan Schröder (56.) sowie ein Siebenmetertor zum 29:26 durch Hans Lindberg (59.) die endgültige Vorentscheidung. Domagoj Duvnjak setzte mit seinem Treffer zum 30:27 den Schlusspunkt in einer ausgeglichenen Partie. Mit dem schwer erkämpften Sieg gegen einen guten TV Neuhausen setzt der HSV seine Serie ungeschlagener Spiele in der Bundesliga fort, und schaut jetzt auf den kommenden Sonnabend, 30. März, wo es in der Sparkassen-Arena um 15.00 Uhr zum Showdown mit dem THW Kiel kommt.

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Das war heute eine schwere Aufgabe für uns. Neuhausen war unbekümmert, frech und sehr schnell auf den Beinen. Grundsätzlich bin ich mit der zweiten Halbzeit aber zufrieden. Die Jungs haben den Kampf angenommen und wir haben uns viele Wurfchance erarbeitet, die wir aber leider nicht alle verwerten konnten. Wir hatten bis zum Schluss zu tun, aber wir haben gewonnen. Das war ein wichtiger Baustein für die Saison. Jetzt konzentrieren wir uns auf die große Aufgabe am Samstag.“

Markus Gaugisch (Trainer TV 1893 Neuhausen): „Glückwünsche zunächst an den HSV. Dass Minden heute einen Punkt gegen Balingen geholt hat, ist für uns ein Nackenschlag. Aber zum Spiel muss ich sagen, dass ich absolut zufrieden mit meinen Jungs bin. Es wichtig, dass wir eine Reaktion nach den letzten beiden Heimspielen zeigen, und das ist uns gelungen. Unsere Unbekümmertheit war wieder da. Jetzt kommen die Spiele, die wir gewinnen müssen.“

Christoph Wendt (Geschäftsführer HSV Handball): „Ich zolle Neuhausen absoluten Respekt. Wir betonen es immer wieder und man hat heute wieder gesehen, dass es in der Bundesliga keine einfach Gegner gibt. Wir spielen in der stärksten Liga der Welt und da gewinnt man nicht einfach so im Vorbeigehen.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Irgendwas macht Neuhausen gegen uns genau richtig. Respekt vor der heutigen Leistung. Der TVN hat seine Angriffe lange ausgespielt, wodurch wir natürlich lange in der Abwehr standen. Dann gab es aufgrund der vielen eins gegen eins Aktionen auch viele Freiwürfe, bis der Ball dann am Ende doch am Kreis oder im Tor gelandet ist. Allerdings haben wir im Angriff auch zu viele Würfe vergeben, aber zum Glück haben wir am Ende gewonnen, obwohl es ein gebrauchter Tag von uns war.“  

Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball) (Foto): „Neuhausen war heute wieder ein unangenehmer Gegner. Sie haben den Ball lange gespielt und in der Abwehr aggressiv gedeckt, womit sie uns zu schlechten Würfen gezwungen haben. Ihr Torhüter hat zudem gut gehalten, wobei wir ihm zum Teil auch geholfen haben. Wenn wir unsere Leistung nicht zu 100 Prozent abrufen, wird es gegen jeden Gegner schwer, das haben wir auch heute gesehen. Damit ist unsere ‚Generalprobe‘ zwar nicht wirklich geglückt, aber wir fahren nach Kiel, um dort zu gewinnen.“

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