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08.04.2013, 10:00 Uhr  //  Fußball

Moisling und Phönix mit wichtigen Siegen - TSV mit Remis, TuS patzt

Moisling und Phönix mit wichtigen Siegen - TSV mit Remis, TuS patzt
 Christoph Kugel (Bild) Stephan Russau (Text) // www.hlsports.de


Lübeck - Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage. Die Ausbeute der Lübecker Verbandsliga-Vertreter an diesem Wochenende kann sich durchaus sehen lassen. Dem 1. FC Phönix gelang mit dem 2:0 in Bargteheide ein eminent wichtiger Dreier im Abstiegskampf. Für RW Moisling bedeutete das 1:0 gegen Siebenbäumen die Festigung des 4. Tabellenranges. Der TSV Travemünde bot Aufsteiger Tangstedt beim 2:2 Paroli. Einzig der TuS Lübeck ging in Büchen leer aus.

RW Moisling – SV Grün-Weiß Siebenbäumen 1:0 (1:0)

„Wir haben jetzt 40 Punkte erreicht, sind auch im dreizehnten Spiel auf eigenem Platz ungeschlagen geblieben, damit kann ich gut Leben“, resümierte Norbert Laszig nach dem feststehenden 1:0-Erfolg am späten Nachmittag gegen Siebenbäumen. Das sein Team sich dabei zuvor enorm strecken musste, um überhaupt zählbares zu erreichen, war allerdings auch dem Trainer der Rot-Weißen nicht verborgen geblieben. Denn nicht der aktuell auf dem 4. Platz der Süd-Ost-Staffel liegende Hausherr, sondern der abstiegsbedrohte Gast war es, der der Partie von den leider nur 60 Zuschauern in Moisling seinen Stempel aufdrückte – sich dabei allerdings als Meister im auslassen von „Hochkarätern“ entpuppte. Eine Auswahl: Villarreal (10.) traf per Freistoß nur den Innenpfosten. David Iwuoha (13.) verfehlte knapp das RWM-Gehäuse. Dazu vergab Ommeed Sindi gleich dreimal (12./30./37.) freistehend den in der Luft liegenden und durchaus nicht unverdienten Führungstreffer der engagierten Grün-Weißen. So sprach Norbert Laszig nicht zu Unrecht vom Glück, das seinem Team kräftig zur Seite stand, lobte aber auch einige seiner tapfer kämpfenden Akteure. „Kathbanyon hat den Sieg festgehalten“, sah der RWM-Coach seinen Keeper als Matchwinner. Nachvollziehbar, denn der Torwart war es, der in den haarigen Situation als Fels in der Brandung für den notwendigen Rückhalt sorgte, Ruhe bewarte und so dicke Einschussmöglichkeiten zunichte machte. Da auch Sven Bischkopf und Marc Bornemann hinten mit fortlaufender Spieldauer Beton anmischten, gelang es Moisling sich zusehends zu befreien – und nutzte die wenigen Chancen eiskalt aus. Das goldene Tor gelang dabei Ayhan Halil-Kiazim. Mustergültig von dem auf der rechten Seite durchgebrochenen Christopher Bornemann bedient, hatte der aufgerückte Mittelfeldspieler keine Mühe aus Nahdistanz zum 1:0 (23.) einzuschieben. Auch im zweiten Abschnitt besaß der Gast die besseren Möglichkeiten. Doch Scheel (60.), Sindi (62.) und Retelsdorf vergaben erneut. So gab es nach dem Schlusspfiff logischerweise nur Jubel auf Seiten des Gastgebers, war aller Ortens Erleichterung zu spüren. „Nach der langen Pause war es nicht leicht für uns, ins Spiel zu finden“, wusste Laszig, der neben den Langzeitverletzten Marcel Weiss, Ertugul Özdemir, Mirco Barten, Christian Boroch und Ufuk Senol auch auf die Mitwirkung von Michael Kreft (Grippe) und Resan El-musa verzichten musste. „Umso höher ist es zu bewerten, dass wir trotzdem gewonnen haben und weiter auf dem 4. Tabellenplatz in der Verbandsliga stehen.“

So spielte RW Moisling: Katbanyon – Azzez, Bischkopf, M. Bornemann, Dogan – Sindy, Kohlmann - C. Bornemann (89. Reimers), Karakus, Halil-Kiazim (79. Stern) – Sasmaz (85. Potrykus).
Tore: 1:0 Halil-Kiazim (23.)
Gelb-Rot: Aschty Sindy (90. +2.)

Büchen-Siebeneichener SV – TuS Lübeck 4:0 (0:0)

Das Glück hingegen nicht gepachtet hatte der TuS Lübeck. Wie schon in der Hinrunde beim 0:5 erwies sich der Büchen-Siebeneichener SV als eine Nummer zu groß für die „Marlikicker“. So musste das Team von Coach Ali Chalha sich letztlich mit einer
0:4-Niederlage und ohne Punkte im Gepäck auf die Rückreise nach Lübeck machen. Ärgerlich, denn noch zur Pause hatten die Lübecker sich mit einer Nullnummer im Rennen gehalten, ließen dann aber nach dem Doppelschlag durch Thore Kuchlenz den Gastgeber unaufhaltsam davonziehen.

So spielte der TuS Lübeck: Törper – Rehberg, Stellbrinck, Bülo (46. Spoddig), Krause (76. Burghardt), Paterson Azanguim Kemjio, Burghammer (53. Mau), Seemann, Ozuna, Kiecksee, Kwiatkowski.
Tore: 1:0 Kuchlenz (48., Foulelfmeter), 2:0 Kuchlenz (67.), 3:0 Sievert (80.), 4:0 Kempf (90.)

TSV Bargteheide – 1. FC Phönix Lübeck 0:2 (0:0)

Big-Points hingegen gab es für der 1. FC Phönix. Beim direkten Kontrahenten in Bargteheide erledigte das Team von der Travemünder Allee mit dem 2:0-Auswärtsieg nicht nur seine Pflichtaufgabe, sondern kann sich nach dem ergatterten Dreier mit nun 19 Punkten und auf dem 15. Tabellenplatz liegend wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Nachdem es mit einem 0:0-Unentschieden in die Pause gegangen war trafen Tim Rach (53.) und Timo Gahrmann (65.) im zweiten Abschnitt zum wichtigen Dreier der Adlerträger in der Ferne.

So spielte der 1. FC Phönix Lübeck: Bade – Heuer, Schönlau, Lederhose, Henning (46. Del Barrio), Karbowniok, Kayabasi (68. Reuter), Rach, Nippert (72. von Domarus), Maass, Gahrmann.

Tore: 0:1 Rach (53.), 0:2 Gahrmann (65.)

TSV Travemünde - WSV Tangstedt 2:2 (0:0)

Keine Treffer, trotz vorhandener Möglichkeiten durch Michel Beckmann (10./23), bekamen die „Raubmöwen“ bei ihrem kurzen Intermezzo am frühen Samstagnachmittag auf dem Rugwisch zu sehen. Die Frauen des Zweitligisten waren extra vor ihrem eigenen Auftritt  gegen die HSG Bensheim (21:29) zur Unterstützung ihrer Kicker für fünfundvierzig  Minuten auf dem Sportplatz erschienen, drückten kräftig die Daumen – konnten aber auch nichts daran ändern, das das Verfolgerduell zwischen dem TSV Travemünde und dem WSV Tangstedt mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause ging. Doch bei der Nullnummer sollte es nach dem Wiederanpfiff nicht bleiben – ganz im Gegenteil. Verantwortlich dafür zeigte sich aber zunächst der Gast aus dem Stormanischen, dem durch einem Doppelschlag von  Bastian Krezo (48.) und Benjamin Bahr (50.) sich urplötzlich eine 2:0-Führung gelang. Doch Travemünde zeigte sich unbeeindruckt von dem Rückstand und schlug prompt zurück. Keine sechzig Sekunden waren vergangen, da markierte Lennart Kurth nach einem Freistoß und einem zu kurz geratenen Klärungsversuch der WSV-Defensive das wichtige 1:2 (51.). Der Anschluss setzte weitere Kräfte frei beim Sercander-Team, das nun weiter drückte und sich schließlich selbst belohnte. Nachdem Jonas Wiese im Sechzehner zu Fall gebracht wurde, verwandelte Martin Szymczyk den fälligen Foulelfmeter sicher zum 2:2-Ausgleich (64.). Danach hatten beide Mannschaften noch Chancen zum Sieg, die beste Möglichkeit bot sich allerdings kurz vor dem Abpfiff den engagierten Hausherren. Doch der eingewechselte Yannick Hinz scheiterte freistehend und mutterseelenallein an WSV-Keeper Dührkopp. So musste sich Travemünde letztlich mit dem einen Zähler begnügen, hielt sich die Freude in Grenzen. „Natürlich ist es toll, dass es uns gelungen ist einen 0:2-Rückstand wettzumachen, dahat die Mannschaft Charakter bewiesen“, wusste TSV-Coach Sercander nach dem Match, haderte aber trotzdem mit dem Ausgang. „Wenn ich ehrlich bin, war eigentlich nach dem Ausgleich noch viel mehr drin.“

So spielte der TSV: Müller – Knüppel, Höger (39. Gronau), Kurth, Szymczyk, M. Beckmann, Doman (58. Wiese), Neitzke, Mielke (63. Hinz), Sengün, Jäkel.
Tore: 0:1 Krezo (48.), 0:2 Bahr (50.), 1:2 Kurth (51.), 2:2 Szymczyk (65., Foulelfmeter).

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