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10.05.2013, 18:08 Uhr  //  Pferdesport

Reiterliche Vereinigung und Zartbitter e.V. gemeinsam gegen Missbrauch

Reiterliche Vereinigung und Zartbitter e.V. gemeinsam gegen Missbrauch
 zartbitter (Bild) fn-press/hen (Text) // www.zartbitter.de

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Münster (fn-press). Sexueller Missbrauch und sexualisierte Gewalt macht vor keinem gesellschaftlichen Bereich halt, auch nicht vor dem Sport. Als erster Sportverband unterzeichnete die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) im Rahmen ihrer Jahrestagung in Münster einen Kooperationsvertrag mit einer Opferschutz- und Präventionsorganisation, konkret mit dem Verein Zartbitter (Köln).\r\n

Vor zwei Jahren wurde der Kontakt zwischen der FN und Zartbitter geknüpft. Der Verein hat als Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Er veröffentlichte zahlreiche Broschüren, Faltblätter und Plakate zur Prävention von sexuellen Übergriffen, die inzwischen auch Bestandteil des FN-Lehrmittelkoffers sind. Wie ernst der Dachverband das Thema nimmt, beweist auch die auf der Mitgliederversammlung verabschiedete neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung 2014 (APO). Jeder neu qualifizierte Trainer benötigt ab dem kommenden Jahr ein erweitertes Führungszeugnis.

Zartbitter-Vorsitzende Ursula Enders (Köln) erklärte, dass die FN der einzige Verband sei, mit dem sie eine solche Zusammenarbeit auch vertraglich beschließen würde. „Wir lehnen es eigentlich ab, für Verbände eine Art Alibifunktion einzunehmen, aber bei der FN sind wir von der Ernsthaftigkeit des Engagements überzeugt.“

Konkret wird die Zusammenarbeit so aussehen, dass Zartbitter eine eigene E-Mail-Adresse anbietet. Unter pferdesport@zartbitter.de können sich Kinder, Jugendliche und deren Eltern, aber ebenso Vereinsvorstände und Trainer beraten lassen und gegebenenfalls Hilfe holen. Zudem wird in Kürze eine telefonische Hotline eigens für den Pferdesport eingerichtet. Bei der Vertragsunterzeichnung sagte FN-Präsidiumsmitglied Heidi van Thiel (Essen): „Damit setzt der Pferdesport ein deutliches Zeichen innerhalb der DOSB- Spitzenverbände. Ich würde mir wünschen, dass weitere Sportarten ebenfalls diesen Schritt gehen und sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche den Kampf ansagen.“  hen


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