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16.05.2013, 09:54 Uhr  //  Fußball

Phönix abgestiegen, TuS vor Klassenerhalt

Phönix abgestiegen, TuS vor Klassenerhalt
 Björn Nehlsen (Bild) sr (Text) // www.hlsports.de


Lübeck - Auch wenn noch vier Spiele zu absolvieren sind, steht eines fest: Der 1. FC Phönix Lübeck ist nicht mehr zur retten, muss nach einjähriger Zugehörigkeit wieder den Gang in die Kreisliga antreten. Einen Big-Point hingegen landete der TuS Lübeck, dem es in der Nachspielzeit beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gelang ein lebenswichtiges Unentschieden zu entführen und dadurch weiter sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz innehat. Den Rot-Weißen aus Moisling scheint hingegen langsam die Luft auszugehen. Nach der vierten Niederlage in Folge rutschte das Laszig-Team mit nun 47 Punkten auf den
7. Tabellenplatz zurück. Weiter nicht im Tatendrang zu stoppen sind die Travemünder, die durch das 3:2 gegen Siebenbäumen auch im sechzehnten Spiel hintereinander unbezwungen blieben.

Oldenburger SV – 1. FC Phönix Lübeck 6:0 (2:0)

Mit einer deutlichen 6:0-Niederlage in Oldenburg schließt sich für den 1. FC Phönix Lübeck bereits nach einjähriger Zugehörigkeit und schon vier Spiele vor Abschluss der Saison die Akte Verbandsliga. Die Gründe dafür scheinen vielschichtig. Auffällig waren aber einige Dinge, so die qualitativen Mängel im Defensivverhalten. Mit durchschnittlich drei erhaltenen Gegentoren pro Match wäre es sicherlich für jede Mannschaft schwierig gewesen den Klassenerhalt zu realisieren. Im Gegenzug dazu fehlte es vorne zudem oft auch noch an der notwendigen Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit, wurden zu viele Großchancen leider liegen gelassen. Doch egal, HL-Sports ist sich sicher, dass die Adlerträger in der nächsten Spielzeit in der Kreisliga wieder einen Neustart ins Auge fassen, im oberen Tabellendrittel beheimatet vielleicht an einer sofortigen Rückkehr in die 6. Liga arbeiten werden.

In Oldenburg gab es bekanntlich nichts zu holen für das da Silva-Team. Der Tabellenführer der Süd-Ost-Staffel, der sich schon in den letzten Begegnungen als äußerst torhungrig erwies, ließ von Anfang an keinen Zweifel darüber aufkommen, wer Herr im eigenen Hause ist.  So standen die Zeichen im Stadion am Schauenburger Platz schon zur Pause, Timo Rosenthal (11.) und Björn Wölk (44) hatten ein 2:0 vorgelegt,  auf einen erneuten Heimsieg. Eine Tendenz, die sich auch nach dem Wideranpfiff, sehr zum Leidwesen der mit nur dreizehn Spielern angereisten Notelf der Lübecker, fortsetzte. Binnen sechs Minuten schraubte so Rico Bork per Doppelpack (55./61.) und  Philip Nielsen (57.) das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe. Den Schlusspunkt in einer einseitigen Verbandsligapartie setzte Toptorjäger Daniel Junge (schon 39 Tore in der laufenden Spielzeit), der eine Viertelstunde vor dem Abpfiff zum 6:0-Endstand einnetzte.

So spielte der 1. FC Phönix Lübeck: Bade – Gentes, Heuer, Lederhose, Henning, Karbowniok, Behnke, Schönlau (22. Maaß), Rach, Reuter (85. Demirhan), Grün.
Tore: 1:0 Rosenthal (11.), 2:0 Wölk (44.), 3:0 Bork (55.), 4:0 Nielsen (57.), 5:0 Bork (61.), 6:0 Junge (73.).

TSV Malente – TuS Lübeck 3:3 (1:2)

Als erstes ging der TuS am Dienstagabend ins Rennen. Beim TSV Malente wollte das Team von Trainer Ali Chalha endlich den Bock umstoßen, nach sieben sieglosen Partien in Folge wieder einen Dreier einfahren. Doch auch wenn daraus erneut nichts wurde, gingen die Lübecker nach dem 3:3-Unentschieden als gefühlter Sieger vom Platz. Der Grund: Durch das Remis konnten die Lübecker den Abstand zum direkten Konkurrenten verteidigen, haben die Marlikicker bei nun noch vier zu absolvierenden Partien immer noch ein Polster von sieben Zähler.

Auf dem Platz am Ernst-Rüdiger-Sportzentrum übernahm zunächst der abstiegsbedrohte Hausherr das Kommando und ging prompt durch einen Treffer von Fabian Reichenbach auch mit 1:0 (9.) in Front. Beeindrucken ließen sich die Lübecker von dem frühen Rückstand allerdings nicht. Marcel Stellbrinck sorgte per Doppelschlag, dadurch schraubte der TuS-Torjäger sein Konto in der Spielzeit 2012/2013 auf zwanzig Tore, noch vor der Halbzeit für die Wende und gute Laune in Reihen des Turn- und Sportvereins von 1893. Doch durch war das Ding trotzdem noch nicht. Der TSV Malente forcierte wieder seine Angriffsbemühungen und kam durch Milan Wuske nicht unverdient zum 2:2-Ausgleich. Als drei Minuten vor dem Abpfiff Schiedsrichter Christopher Heyn auch noch auf den Elfmeterpunkt zeigte, Sebastian Lesch letztlich zum 3:2 (87.) traf, roch alles sogar nach einer erneuten Pleite des Chalha-Teams. Doch mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Lübecker noch einmal alles in die Waagschale und wurden durch das späte 3:3 in der Nachspielzeit auch für ihre   Energieleistung belohnt.

So spielte der TuS Lübeck: Törper - Meienburg, Rehberg, Stellbrinck, Bülo (67. Spoddig), Krause, Azanguim Kemjio, Kiecksee, Kwiatkowski (46. Seemann), Raabe, Ozuna.
Tore: 1:0 Reichenbach (9.), 1:1 Stellbrinck (23.), 1:2 Stellbrinck (33.), 2:2 Wuske (50.), 3:2 Lesch, 3:3 Spoddig (90 +2).

TSV Travemünde – Grün-Weiß Siebenbäumen 3:2 (0:1)

Für Freude und Sonnenschein hingegen sorgte wieder einmal der TSV Travemünde, der am Rugwisch mit einem am Ende knappen 3:2 gegen Siebenbäumen seine „fantastische“ Serie auf nun 16 Partien ohne Niederlage (neun Dreier, sieben Remis) schraubte und auf dem
3. Platz im Klassement der Süd-Ost-Staffel liegend die Fahnen der „lübschen Vertreter“ hochhält. Alle Achtung TSV – auch wenn beim neuerlichen Sieg auch Glück mit im Spiel war – doch das gehört bekanntlich ja dazu. Denn bis zur Halbzeit lief der Gastgeber nach wenig erbaulicher Leistung dem frühen 0:1 (14.) von David Iwuoha hinterher. Doch die Kräfteverhältnisse sollten sich im zweiten Abschnitt ändern. Nachdem der Torschütze des 0:1 nach grobem Foulspiel an Levent Sengün vorzeitig zum Duschen geschickt worden war, drehte der agile Martin Szymczyk den Rückstand durch seine Treffer in eine 2:1-Vorsprung (49./55.) um. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Luwau Mabauta (74.) konnte den TSV danach nicht mehr umhauen, auch weil TSV-Coach Sven Sercander ein glückliches Händchen bewies und den Sieg einwechselte. So sorgte Yannick Hinz, der für Daniel Heitmann ran durfte, nach kurzer Zeit des Mitwirkens für das vorentscheidende 3:2 und einem aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung verdienten Erfolg der Hausherren.

So spielte der TSV Travemünde: Müller - Knüppel, Höger, Kurth, Bölke, Szymczyk (90. Pätsch), M. Beckmann, Gronau, Heimann (77. Hinz), Sengün (90. Neitzke), Jäkel.
Tore: 0:1 Iwuoha (14.), 1:1 Szymczyk (49.), 2:1 Szymczyk (55.), 2:2 Mabauta (74.), 3:2 Hinz (79.).
Besondere Vorkommnisse: Iwuoha kassiert nach grobem Foulspiel einen Platzverweis (47.).

Breitenfelder SV – Rot-Weiß Moisling 5:3 (1:0)

Das Vorhaben war klar: Norbert Laszig wollte mit seinen Mannen am Mittwoch die verschenkten Punkte aus dem Pansdorf-Match wieder reinholen – doch daraus wurde nichts. Am Ende unterlagen die Lübecker mit 5:3 auf dem Rasenplatz am Uhlenbusch, setzte es die vierte Niederlage in Folge – und die war erneut unnötig. Nach dem 1:0-Pausenrückstand besannen sich die Rot-Weißen auf ihre Tugenden, kamen durch Sven Bischkopf (51.) und Houssem Azzez (72.) zum verdienten Ausgleich. Und es wurde noch besser: Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Bischkopf, mit seinem zweiten Treffer des Abends, Moisling sogar erstmalig in Führung. Doch für einen Brustlöser sorgte das leider nicht – ganz im Gegenteil. BSV-Stürmer Daniel Kruse riss die Gäste mit seinem Doppelpack (78./86) jäh aus den Träumen und Christian Becker besiegelte die Niederlage der Rot-Weißen.

So spielte Rot-Weiß Moisling: Katbanyon – D. Kohlmann, Azzez, M. Bornemann,
Al-Hamami, Dogan, Sindy, Almosa, C. Bornemann, Stern (46. Barten), Bischkopf.
Tore: 1:0 Allahverdijev, 1:1 Bischkopf (51.), 2:1 Kruse (60.), 2:2 Azzez (72.), 2:3 Bischkopf (75.), 3:3 Kruse (78.), 4:3 Kruse (86.), 5:3 Becker (89.).

Über Pfingsten geht es im Doppelpack für die vier „lübschen Clubs“ wie folgt weiter:

Samstag 18. Mai:

TSV Travemünde – Oldenburger SV (14 Uhr am Rugwisch)
Sereetzer SV – TuS Lübeck (16 Uhr auf dem Sportplatz an der Berliner Straße)
SV Eichede II – 1. FC Phönix Lübeck (16 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion)
RW Moisling – Büchen-Siebeneichener SV (17.30 Uhr am Brüder-Grimm-Ring)

Montag 20. Mai:

TuS Lübeck – TSV Travemünde (15 Uhr im Marlistadion)
Breitenfelder SV – 1. FC Phönix Lübeck (15 Uhr, Sportplatz am Uhlenbusch)
TSV Trittau – RW Moisling (15.30 Uhr, Trittau-Arena in der Großenseer Straße)

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