Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK
Navigation
Startseite
26.05.2013, 21:03 Uhr  //  Fußball

TuS schafft Klassenerhalt, TSV Remis - Phönix und RWM verlieren

TuS schafft Klassenerhalt, TSV Remis -  Phönix und RWM verlieren
 Christoph Kugel (Bild) Stephan Russau (Text) // www.hlsports.de

Werbeanzeige

Lübeck - Der TuS Lübeck kann weiter für die 6. Liga planen. Durch den 4:2-Erfolg am Samstag gegen Gudow, bei gleichzeitiger Niederlage des TSV Malente, ist das jetzt auch rechnerisch sicher. Auch der TSV Travemünde hielt sich schadlos, erkämpfte ein Remis in Sereetz und behauptete so den dritten Tabellenplatz. Nichts zu holen hingegen gab es am Sonntag für die Lübecker Vertreter. Während der 1. FC Phönix mit 3:1 in Trittau die Segel streichen musste, erwischte es Moisling richtig derbe. Gleich mit 0:7 kamen die Rot-Weißen im Heimspiel gegen das Reserveteam des SV Eichede unter die Räder.

TuS Lübeck – TSV Gudow 4:2 (2:0)

Mit dem Derbysieg gegen den TSV Travemünde hatten sich die Marlikicker schon eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf geschafft. So fehlte dem Turn- und Sportverein von 1893 nur noch ein Dreier um alles klar machen zu können – und der wurde gegen den TSV Gudow eingefahren. Nach neunzig Minuten setzten sich die Hausherren letztlich verdient mit 4:2 durch und dürfen so aktuell für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga planen.

Bereits zur Pause hatten die Lübecker sich nach einem verwandelten Strafstoß  (Felix Bülo war gefoult worden) von Oldie Christian Arp und einem Treffer von Mark-Patrick Seemann einen Vorsprung erarbeitet, dabei allerdings auch Glück gehabt, das TSV-Kicker Christian Hingst sich kurz vor der Pause großzügig zeigte und einen Elfmeter über das TuS-Gehäuse setzte. Als erneut Mark Seemann noch das 3:0 (63.) nachlegte, befanden sich die Hausherren anscheinend schon in Feierlaune, boten so den couragierten Gästen aus Gudow die Möglichkeit zurückzukommen. Das Tabellenschlusslicht nahm dankend an und verkürzte durch Sven Stender (67.) und Jens Erhardt auf 3:2. Anbrennen sollte trotzdem nichts mehr, da der eingewechselte Pascal Kwiatkowski mit seinem Tor zum 4:2 (77., nach einem Konter aus Nahdistanz) den Sack endgültig zu machte. Dementsprechend erleichtert war Coach Ali Chalha nach dem Abpfiff im Gespräch mit HL-Sports. „Auch wenn wir nicht an die Leistung vom 4:1 gegen Travemünde anknüpfen konnten, am Anfang der Partie ziemlich nervös waren, haben wir am Ende verdient gegen faire Gudower gewonnen. Na klar ist jetzt die Erleichterung groß. Hoffentlich geschieht nicht noch das Unglaubliche, steigt womöglich noch der Fünfte aus der Verbandsliga ab. Das wäre echt bitter.“

So spielte der TuS Lübeck 93: Törper – Meienburg, Rehberg, Stellbrinck (26. Burghammer), Bülo, Krause, Azanguim Kemjio, Arp (72, Kwiatkowski), Seemann (88. Spoddig), Kiecksee, Raabe.
Tore: 1:0 Christian Arp (16., Foulelfmeter), 2:0 Mark Seemann (23.), 3:0 Mark Seemann (63.), 3:1 Sven Stender (67.), 3:2 Jens Erhardt (70.), 4:2 Pascal Kwiatkowski (77.).
Besondere Vorkommnisse: Christian Hingst verschießt einen Elfmeter (41.)

Sereetzer SV – TSV Travemünde 2:2 (0:0)

Nun, zu einem Auswärtssieg reichte es gegen seinen Ex-Club zwar wieder nicht, zufrieden sein durfte Sven Sercander mit dem letztlich leistungsgerechten 2:2-Remis in Sereetz aber trotzdem. Ohne den gesperrten Patrick Müller (Tätlichkeit), Manuel Mielke (Schiedsrichterbeleidigung) und Levent Sengün (erhielt wg. Meckerns eine Ampelkarte) sowie dem angeschlagenen Tobias Knüppel (Zerrung) spielten die Ostsseekicker munter drauf los, hechelten allerdings trotz Chancenplus zweimal einem Rückstand hinterher. Nach der Nullnummer der besseren Art zur Pause egalisierte zunächst Michel Beckmann (67., aus Nahdistanz) die Führung der Hausherren durch Ronny Tetzlaff (47.). Auch auf den erneuten Rückstand, Marvin Plath hatte für die Ostholsteiner eingenetzt, hatte Stephan Neitzke die richtige Antwort parat und traf postwendend nach einer Ecke von Michel Beckmann per Kopfball zum 2:2 (81.) -  dabei blieb es. Schöner Nebeneffekt: Durch das neunte Unentschieden der Saison festigte Travemünde den 3. Platz im Klassement der Süd-Ost-Staffel. Für TSV-Coach Sven Sercander war es trotzdem nicht alles Gold was glänzte. „Wir sind zweimal zurückgekommen, das ist toll. Doch unzufrieden bin ich erneut mit unserer mangelnden Chancenauswertung. Wir haben wieder Zähler liegen gelassen, doch das zieht sich ja schon so durch die komplette Spielzeit.“

So spielte der TSV Travemünde: Raube – Kurth, Höger, J. N. Beckmann, Boelke, Szymczyk, M. Beckmann, Gronau, Hinz (72. Pätsch), Jäkel, Neitzke.
Tore: 1:0 Ronny Tetzlaff (47.), 1:1 Michel Beckmann (67.), 2:1 Marvin Plath (76.), 2:2 Stephan Neitzke (81.).

Rot-Weiß Moisling – SV Eichede II 0:7 (0:4)

Der Vorbericht klang noch ganz positiv. „Auch Eichede muss erst einmal ein Tor gegen uns schießen“, verkündete Norbert Laszig vor der Match gegen den SV Eichede, hoffte darauf den Favoriten ein bisschen ärgern zu können. Doch davon waren die Moislinger meilenweit entfernt, verloren gleich mit 7:0 gegen die Stormarner. „Klingt deutlich, war es auch“, bekannte der RWM-Coach nach der bitteren Pleite, wusste aber woran es unter anderem gelegen hat. „Es haben uns heute einfach zu viele  Spieler gefehlt. Mit voller Mannschaft wäre vielleicht etwas möglich gewesen.“ Das „Elend“ nahm bereits in der vorangegangen Nacht seinen Anfang.  Denn da setzte es Houssem Azzez wegen einer schmerzhaften Zahnentzündung außer Gefecht. Auch Sven Bischkopf, Michael Kreft und Raid Al-Hamami (beim Aufwärmen verletzt) standen nicht zu Verfügung. Doch es wurde noch prekärer: Christopher Bornemann zog sich nach zwanzig Minuten eine Zerrung zu, Rezan Almosa verletzte sich kurz vor dem Pausenpfiff am Oberschenkel. So standen die Torhüter Christian Boroch und Mathias Gritschke (3. Herren) ebenso wie Björn Reimers aus dem Altherren-Team plötzlich im absoluten Mittelpunkt. Zu allem Überfluss kassierte Marko Stern auch noch die Ampelkarte (78.). Kurzum – das war nicht der Tag der Rot-Weißen aus Moisling. Das aufzählen der Gegentore und die Art und Weise wie sie zustande gekommen waren, ersparen wir an dieser Stelle allen Lübecker Anhängern. Umso schöner das Norbert Laszig trotz der Niederlage noch sein Statement abgab und dabei auch den Kontrahenten lobte: „Eichede hat ein gutes Spiel abgeliefert. Vor allem Patrick Boy (Ex-Moislinger) hat in den ersten dreißig Minuten richtig stark gespielt, Tore nicht nur mustergültig vorbereitet sondern auch noch selbst erzielt“, so der RWM-Trainer, der sich Gedanken macht, wer überhaupt noch im Pokal gegen den TuS Lübeck (Donnerstag ab 18.30 im Marlistadion) oder beim letzten Ligaauftritt gegen Tangstedt zur Verfügung steht.

RW Moisling: Ketbanjong - Sasmaz, Kohlmann, M. Bornemann, Dogan, Sindy, Almosa (46. Boroch), C. Bornemann (23. Reimers), Stern, Barten, Gritschke
Tore: 0:1 Micha Grüber (12.), Patrick 0:2 Boy (30.), Patrick 0:3 Boy (35.), 0:4 Micha Grüber (39.), 0:5 Thomas  Piper (63.), 0:6 Maxi Röbl (78.), 0:7 Micha Grüber (86.)
Gelb-Rot Karte: Marko Stern (78., wegen Meckerns)

TSV Trittau – 1. FC Phönix 3:1 (2:1)

Eigentlich wollten die Lübecker nicht nur an ihre starke Leistung vom 6:2-Sieg in Breitenfelde anknüpfen, sondern sich auch bei ihrem vorletzten Auftritt in der Verbandsliga noch einmal von ihrer Schokoladenseite zeigen – doch daraus wurde nichts. Mit 3:1 unterlagen die Adlerträger in Trittau, mussten die Heimreise aus dem Stormanischen ohne Zähler antreten. Schon der Anfang war alles andere als optimal. Zunächst hatte Nico Hofmann den Gastgeber mit 1:0 (13.) in Führung gebracht, danach unterlief Jonas Heuer (34.) auch noch ein klassisches Eigentor. Immerhin gelang es Timo Gahrmann kurz vor dem Halbzeitpfiff noch auf 2:1 zu verkürzen, doch der Hoffnungsschimmer wurde spätestens mit dem 3:1 (53.) von Janek Wrede im Keim erstickt.

Und das sagte Trainer Manuel da Silva gegenüber HL-Sports nach der Auswärtsniederlage: „Die Niederlage war verdient, geht auch in der Höhe in Ordnung. Uns fehlte heute leider die Leidenschaft. Das war bei den Gastgebern ganz anders. Trittau war viel bissiger, stand gut in der Abwehr und hat uns in der Vorwärtsbewegung oft überlaufen. Nach dem 2:0-Rückstand  und dem Anschluss von Timo Gahrmann waren wir kurz dran, haben aber danach beim 3:1 wieder so ein „typisches Phönix-Gegentor“ erhalten.“

So spielte der 1. FC Phönix Lübeck: Bade – Gentes (21. Lederhose), Heuer, Karbowniok (46. Maaß), Henning, Kayabasi, Schönlau, Rach (71. Reuter), Grün, Gahrmann, del Barrio.
Tore: 1:0 Nico Hofmann (13.), 2:0 Jonas Heuer (34., Eigentor), 2:1 Timo Gahrmann (44.), 3:1 Janek Wrede (53.)

Die letzten Begegnungen in der Süd-Ost-Staffel mit Lübecker Beteiligung:

Alle am Samstag den 1. Juni um 16 Uhr:

TSV Malente – TSV Travemünde (Stadion am Ernst-Rüdiger-Sportzentrum)
RW Moisling – WSV Tangstedt (Brüder-Grimm-Ring)
VfL Oldesloe – 1. FC Phönix Lübeck (Travestadion)
TuS Lübeck – TSV Trittau (Marlistadion)


Diese Website benutzt Cookies.

Weitere Informationen OK