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18.06.2015, 14:55 Uhr  //  Eishockey

Oberliga-Update: Stand der Dinge Teil 1

Oberliga-Update: Stand der Dinge Teil 1
 HL-Sports (Bild) cs (Text) // hlsports.de


Lübeck – So langsam aber sicher steigt die heiße Phase in der Saisonvorbereitung zur Eishockey Oberliga Nord 2015/16. Zwar besteht der Nebenkriegschauplatz mit dem Landeseishockeyverband NRW weiterhin und dieser hat die drei NRW-Vereine aus Duisburg, Essen und Herne auch gesperrt, doch dass sich der DEB von seinen weiteren Planungen abbringen lässt, ist doch unwahrscheinlich. Nicht umsonst wurden alle 18 Clubs, die an der neuen Oberliga Nord teilnehmen wollen, lizenziert und können nun in die finale Planung zur neuen Saison einsteigen.

Der EHC Timmendorfer Strand hat noch nichts verkündet, doch wie sieht es bei den anderen Clubs aus? Hier tut sich ein gewaltiger Unterschied auf. Während gerade die Westclubs schon weit in ihren Planungen fortgeschritten sind, geben andere Clubs nun die ersten Verpflichtungen und Vertragsverlängerungen bekannt. HL-SPORTS gibt einen ersten Überblick. In Teil eins beginnt die Reise in Hamburg, geht über Braunlage, Berlin, Erfurt und Neuwied nach Essen.

Crocodiles Hamburg
Die Crocos gehören zu den Clubs in der neuen Oberliga, die ähnlich wie Timmendorf finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Schon in der letzten Saison gab es erhebliche Probleme, die erst durch ein „Retterspiel“ und Gelder von Sponsoren bereinigt werden konnten.  Man darf also gespannt sein, was für ein Team die Crocodiles im kommenden Jahr auf das Eis schicken. Zumal man bei der Berücksichtigung für die Oberliga etwas Glück hatte, weil man den Meldetermin verpasste und so nur durch den Rückzug der Eisadler Dortmund an der Oberliga Nord teilnehmen kann. Nun werkeln die Verantwortlichen an der Mannschaft für die kommende Saison.

Bisher sind drei  Spieler bekannt, die im Normalfall für die Farmsener auflaufen werden. Topscorer Michal Bezouska und Tobias Bruns hatten vor der letzten Saison langfristige Verträge unterzeichnet, Kapitän Stefan Tillert verlängerte vorgestern seinen Kontrakt um ein Jahr. Als Abgang steht Goalie Christoph Oster fest, welcher in die Regionalliga West zu den Ratinger Ice Aliens wechselt.

EC Harzer Falken
Wie Phönix aus der Asche kamen die Harzer Falken im letzten Jahr und haben den traditionellen Eishockeystandort Braunlage wiederbelebt. In ihrer zweiten Saison in der Oberliga waren sie die große Überraschung und spielten auch dank namhafter Verstärkung eine großartige Saison. Nun freut man sich im Harz auf die neue Oberliga und gehört sicherlich zu den Nutznießern, da man nun Spiele gegen Erfurt, Leipzig und Halle hat. Diese Duelle versprühen doch etwas Derby-Charakter und versprechen einen vollen Wurmberg.

Drei schmerzhafte Abgänge muss Chef-Falke Bernd Wohlmann verkraften. Talent Lukas Brückner wechselt in seine bayrische Heimat zum ERC Sonthofen, Verteidiger Mike Schwindt geht zu Morzine-Avoriaz in die französische erste Liga und Urgestein Stefan Bilstein hängt seine Schlittschuhe an den Nagel. Auch Topscorer Andrew Bailey dürfte Braunlage verlassen, da die Falken die Verpflichtung zweier neuer Kanadier bekannt gaben. Von den Prairie Outlaws aus der kanadischen Amateurliga FCHL kommt Brennan Bosch an den Wurmberg. Der 28jährige war jahrelang Teamkollege von Bailey an der Uni Saskatchewan. Auf Europaerfahrung kann Kevin Undershute zurückblicken. Der 27jährige spielte bereits in Den Haag und war die letzten beiden Jahre bei den Eston Ramblers in der Sask Valley Hockey League aktiv.

ECC Preussen Berlin
Beim Namen Preussen Berlin geht dem Eishockeyfan das Herz auf, schließlich gehört dieser mit zum Traditionsreichsten, was das deutsche Eishockey zu bieten hat. Allerdings hat der 2004 gegründete ECC Preussen nicht mehr viel mit den Vorgängervereinen zu tun. Dennoch: der Name verbindet, zumal gerade die älteren Eishockey-Fans in Timmendorf sich gut an Duelle mit diversen Preußen-Mannschaften erinnern können. Aktuell kommt der ECC als Meister der Regionalliga Ost neu in die Oberliga. Zum Kader ist offiziell noch nichts bekannt, aber vielleicht gibt es ein Wiedersehen der Beach Boys mit Meistergoalie Patrick Hoffmann. Der wechselte 2013 in seine Heimat zurück und hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg in der Regionalliga.

EHC Black Dragons Erfurt
Eher enttäuschend verlief die letzte Saison für die Black Dragons. Nur Rang drei im Osten und gar nur Rang sieben in der Verzahnung mit dem Westen standen für die Thüringer zu Buche. Ob es aber zu einem Umbruch kommt, ist fraglich.

Einen neuen Trainer gibt es mit dem Tschechen Jan Vavrecka zwar schon und mit den Kanadiern Brady Leisenring sowie Robin Sochan sind zwei erfahrene Kontis gefunden worden, ansonsten sind aber vor allem die Leistungsträger des Vorjahres gehalten worden. Neben Leisenring und Sochan stehen Maximilian Gimbel, Stephan Löffelholz, Martin Otte, Oliver Kämmerer, Hannes Ulitschka, Christian Grosch, Enrico Manske, Andreas Nickel, Felix Schümann, Marcel Weise und Jan Zurek elf weitere Spieler in Thüringens Landeshauptstadt unter Vertrag.

EHC Neuwied
Nach vielen Jahren –von einem kurzen Intermezzo 2012/13 abgesehen- kehrten die Neuwieder Bären auf die Oberligalandkarte zurück und überraschten mit einem starken zweiten Platz. Wobei der Erfolg nicht wirklich überraschend kam, schließlich hatte man sich prominent verstärkt und u.a. Frankfurts Aufstiegsgoalie Björn Linda unter Vertrag genommen. Dank einer Kooperation mit den Roten Teufel aus Bad Nauheim gehört der einzige, professionelle Eishockeyclub aus Rheinland-Pfalz zu den Geheimfavoriten in der neuen Oberliga Nord.

Dazu wurden einige Leistungsträger gehalten. Das Goalieduo Kiian Aaltonen und Björn Linda wurden ebenso gehalten wie Dominik Ochmann, Brian Gibbons, Josh Myers, Josh Rabbani, Artur Tegkaev und Maximilian Wasser. Neu im Kader sind Stürmer Stephan Fröhlich (Duisburg), Verteidiger Thomas Ziolkowski (Frankfurt) und Marius Erk (Kölner EC/DNL). Dazu kommen via Förderlizenz Maximilian Spöttel, Deion Müller, Goran Pantic und Dominik Lascheit aus Nauheim. Lascheit lernte sein Eishockey-ABC beim EHCT 06.

ESC Moskitos Essen
Für die Moskitos Essen geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Mit Platz drei in der Oberliga West und Platz vier in der Verzahnungsrunde lief die Saison sportlich recht erfolgreich, finanziell droht auf Grund von Altlasten fast der Kollaps. Doch das Insolvenzverfahren, dem sich die Moskitos vor mehr als einem Jahr unterzogen, konnte vor wenigen Wochen doch erfolgreich abgeschlossen werden. Nun gelten die Stechmücken als saniert, große finanzielle Sprünge sind aber nicht möglich. So macht man aus der Not eine Jugend und setzt vor allem auf Zusammenarbeit mit den großen Nachbarn aus Köln, Düsseldorf und Krefeld.

Keine 20 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der bisher bekannten 17 Spieler. Mit Patrick Raaf-Effertz und Justin Schrörs sind gerade einmal zwei Spieler aus dem letztjährigen Kader von Coach Frank Gentges übrig geblieben.  Der Rest ist neu und –wie gesagt- jung.  Bekanntester Name dürfte hier im Norden Vojtech Suchomer sein, der letztes Jahr noch bei den Beach Boys spielte. Nun spielt er gemeinsam mit Bruder Adam (zuletzt Slovan Bratislava) im Ruhrpott. Die weiteren Neuen sind Benedict Roßberg (Düsseldorf), Hannibal Weitzmann (via Förderlizenz aus Köln), Philipp Gejerhos (Weiden), Leon Lilik (Selb), Jakob Weber (Salzburg), Leonhard Zink (Peiting), Julian Airich, Enrico Saccomani (beide Freiburg), Niklas Hildebrand (Köln/DNL), Artem Klein (Halle), Cornelius Krämer und Alexander Schneider (beide Duisburg).

Als Abgänge stehen Leon Arnolds, Hagen Kaisler, Eugen Alanov, Pierre Kracht (Ende der Förderlizenzen), Patrick Fücker, Marc Hemmerich, Florian Spelleken, Nicolas Turnwald, Sebastian Schröder (alle Ziel unbekannt), Christian Wendler, Aaron McLeod (beide Herne), Michael Hrstka (Halle), Robby Hein, Branislav Pohanka (beide Hannover Indians), Andre Kuchnia (Dortmund) und Marius Schmidt (Weißwasser) fest.


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