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03.06.2013, 00:00 Uhr  //  Fußball

FC Schönberg 95 punktet beim Meister - Ruhr sieht rot

FC Schönberg 95 punktet beim Meister - Ruhr sieht rot
 Jens Upahl (Bild) +/ rk (Text) // www.hlsports.de

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Schönberg - Vor dem Anpfiff gratulierte Schönbergs Mannschaftskapitän Gabor Ruhr dem frischgebackenen Landesmeister vom Sievershäger SV mit Blumen und Sekt. „Das sollte dann aber auch das einzige Geschenk am heutigen Tage sein“, machte FC-Trainer Axel Giere mit Blick auf das bevorstehende Endspiel um Platz zwei in der kommenden Woche gleichzeitig unmissverständlich klar. Leider ging dieser Plan aber nur eine gute Viertelstunde auf.

Sievershagen, zunächst mit dem kräftigen Wind im Rücken, schaffte es, mit zahllosen Quer- und Rückpässen die Gäste regelrecht einzulullen. Ein einziger guter und überraschender Pass in die Spitze brachte Daniel Adler dann in Schussposition und dieser traf das Leder perfekt, denn es senkte sich über den sich vergeblich streckenden Gabor Ruhr unter die Latte. Und damit nicht genug: Nur zwei Minuten später erfasste Fabian Pieper die Situation im Strafraum am Schnellsten und staubte zum 2:0 ab.
Schönberg war nun ein wenig von der Rolle und hatte in der Phase durchaus ein bisschen Glück, dass die Platzherren ihre Überlegenheit nicht in weitere Treffer ummünzen konnten. Aber Marko Pajonk leitete in der 35. Minute einen blitzsauberen Angriff ein, der die Maurine-Kicker zurück in die Partie bringen sollte. Im Mittelfeld besorgte er sich mit viel Einsatz den Ball, schaltete sofort auf Angriff um und bediente den durchstartenden Sahid Wahab. Dieser verlud zuerst Tom Wilke und brachte die Kugel dann auch noch am herausstürzenden Benjamin Heskamp vorbei, so dass sie zum Anschlusstreffer ins leere Tor trudelte.

Direkt nach der Pause haute Niwar Jasim einen missglückten Abschlag des neu ins Spiel gekommenen Johannes Jagusch direkt zurück und besorgte mit dem für den Torwart unerreichbaren Ball den Ausgleich. Danach war es aus Schönberger Sicht einfach nur zum Haareraufen – selbst beste  Möglichkeiten blieben ungenutzt.
So drückte Marco Pajonk zum Beispiel eine Manthey-Flanke aus Nahdistanz an die Lattenunterkante und Daniel Erpen-Köhn bekam ein feines Wahab-Zuspiel aus spitzem Winkel nicht am SSV-Keeper vorbei. Auch ein von Daniel Erpen-Köhn getretener Aufsetzer-Freistoß von der linken Außenbahn sorgte für reichlich Verwirrung vor dem Sievershäger Tor.
Dann kam die 60. Minute. Gabor Ruhr rannte zur Abwehr eines Balles aus seinem Tor und klärte die Situation mit der Hand. Ob dies nun innerhalb des Strafraums oder außerhalb des Strafraums passierte, war anschließend in beiden Lagern nicht endgültig zu klären, aber die Schiedsrichter bewerteten die Aktion als regelwidrig. Also glatt rot für  Gabor Ruhr, an dessen Stelle fortan Hannes Sykora bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz zwischen den Pfosten stand. Dieser hatte wenig Zeit, sich zu akklimatisieren, denn Sievershagen witterte jetzt Morgenluft und drückte auf die erneute Führung.
Insbesondere um die 70. Minute musste sich der FC Schönberg 95 gefährlicher Attacken erwehren, danach fehlte dem Landesmeister aber die Präzision – die Fehlerquote im Passspiel nahm zu und die Giere-Elf hatte das Schlimmste überstanden. Lediglich in der 81. Minute musste Hannes Sykora noch mit einer Glanztat vor Robert Bullerjahn retten, für den das Spiel dann in den Schlussminuten wegen einer zumindest diskussionswürdigen roten Karte auch vorzeitig beendet war. Das Spitzenspiel des 29. Spieltages endete kurz darauf mit einem insgesamt leistungsgerechten Unentschieden.

FC-Sportchef Sven Wittfot sagte nach dem Spiel zu HL-Sports: „Das Spiel hat gezeigt, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe sind. Wir werden versuchen jetzt Platz zwei in der nächste Woche zu verteidigen.“

Im letzten Punktspiel treffen die Schönberger auf heimischen Platz am kommenden Samstag auf den drittplatzierten FSV Bentwisch, die nach einem deutlichen 5:2-Sieg über Pommern Stralsund nun bis auf einen Zähler an den FC 95 herangekommen sind. Anpfiff ist um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Schönberger Jahn-Stadion.


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