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Lauenburg – In der Handball-Schleswig-Holstein-Liga der Männer brachte der Aufsteiger HSG Tills Löwen einen erst in der Endphase realisierten 25:24 (12:13)-Sieg vom HC Treia/Jübeck mit. Auch der TuS Aumühle-Wohltorf (Foto) entführte einen Punkt beim TSV Hürup II. Bei den Frauen wurde der Lauenburger SV seiner Favoritenrolle beim Aufsteiger Suchsdorfer SV gerecht, entführte mit dem 25:13 (12:7)-Erfolg beide Punkte an die Elbe und übernahm die Tabellenführung. Lediglich Aufsteiger HSG Tills Löwen kehrte nach großem Kampf mit einer 27:32 (15:15)-Niederlage vom HC Treia/Jübek zurück.

Männer
TSV Hürup II – TuS Aumühle-Wohltorf 21:21 (8:11)
Beide Mannschaften begannen nervös, doch mit dem 1:2 nach vier Minuten kam der TuS Aumühle-Wohltorf langsam besser in Tritt, übernahm mit einem 3:0-Lauf die Führung beim 4:2 in der 7. Minute und baute diese bis zum 10:5 (20.) auf beruhigende fünf Tore aus. In die Halbzeit gingen die Mannschaften mit einer 11:8-TuS-Führung. Die Führung hätte höher ausfallen müssen, doch die Mannschaft von Trainer Arne Schneider – der erneut als Spieler fungierte – vergab bis zur Pause nicht nur einige klare Bälle sondern zusätzlich scheiterten die Siebenmeter-Schützen gleich dreimal am Torhüter des TSV Hürup II. Dieses sollte sich in der Endabrechnung noch rächen.

Auch in der zweiten Hälfte blieb der Gast die spielbestimmende Mannschaft. Doch mit zunehmender Spieldauer kaufte Hürups Torhüter den TuS-Angreifern bei besten Gelegenheiten den Schneid ab und brachte seine Farben zurück ins Spiel. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft frenetisch und lautstark an, was sie noch besser ins Spiel finden ließ. Als in der Schlussphase Aaron Schellenberg mit einer Knieverletzung ausfiel, war der sowieso dezimierte Kader weiter geschrumpft. Der Gastgeber glich vier Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 21:21-Endstand aus, was über das Spiel gesehen, einem Punktverlust gleich kam. Doch wer vier Siebenmeter liegenlässt, darf sich am Ende nicht wundern, nicht beide Punkte mitzunehmen.

„Wenn mir einer vor dem Spiel angeboten hätte wir spielen Unentschieden, ich hätte es sofort angenommen“, war Trainer Schneider nicht unzufrieden mit dem Resultat, auch wenn mehr drin war.

Torschützen für TuS Aumühle-Wohltorf:
Lennard Thomsen (6), Finn Kröpke (4/2), Eric Schlüter (4), Pascal Samulowski, Fabio Dehling und Timo Kretzschmar (je 2), Aaron Schellenberg (1)

HC Treia/Jübek – HSG Tills Löwen 24:25 (13:12)
Nach dem Auftaktsieg am ersten Spieltag tat sich der Aufsteiger HSG Tills Löwen beim letztjährigen Tabellendritten HC Treia/Jübek von Beginn an schwer. Die HSG lief fast ständig einem Rückstand hinterher und drehte das Spiel erst in den letzten zehn Minuten. Der Gast ließ nach dem 20:24 (51.) keinen Treffer mehr zu und setzte sich selbst mit einem 5:0-Lauf die Krone zum 25:24-Sieg auf. Mit nun 4:0 Punkten steht der Aufsteiger punktgleich hinter der HSG Marne/Brunsbüttel auf Platz 2.

Der bewegliche und agile Angriff sowie die eingespielte Abwehr des HC Treia/Jübek bereiteten der HSG arge Probleme. So lag der Gastgeber von Beginn an in Front, nur zwischenzeitlich hatte der Gast kurzzeitig beim 6:5 (11.) und 7:6 (13.) die Führung inne. Die HSG Tills Löwen verhinderte aber, dass die Hausherren sich deutlich absetzten. So wechselten die Seiten mit einem 12:13-Rückstand.

Nach der Pause der direkte Ausgleich durch Kay Prösch zum 13:13, doch der HC Treia/Jübek zog erneut alle Register und erspielte sich nach 45 Minuten ein 23:17. Die Hausherren nutzen die Unachtsamkeiten in der HSG-Abwehr und im Angriff brachten die Gäste zu dem Zeitpunkt auch nicht viel zusammen. Dieses wirkte wie eine Initialzündung, die Abwehr einschließlich Torhüter war plötzlich im Spiel und die Löwen machten ihrem Namen alle Ehre. Mit einem 8:1-Lauf drehten die Gäste das Spiel in der letzten viertel Stunde und nahmen durch den 25:24-Sieg beide Punkte mit.

Torschützen für die HSG Tills Löwen:
Felix Hirth (7/2), Lukas Prösch und Robin Möller (je 4), Lennart Deckert (3), Florian Hirth und Jannes Farschchi (je 2), Thimo Steinfurth, Kay Prösch und Jacob Cordes (je 1)

Frauen
HC Treia/Jübek – HSG Tills Löwen 32:27 (15:15)
Die HSG Tills Löwen fuhr als Aufsteiger und Außenseiter zum HC Treia/Jübek, versteckte sich keineswegs und legte einen Blitzstart mit 4:0 in der 4. Minute hin. Über die 6:0-Abwehr kommt der Gastgeber zwar besser ins Spiel, doch die HSG hat beim 10:5 (16.) immer noch deutlich die Nase vorn. Unnötige technische Fehler, überhastete Abschlüsse brachten Treia schnell zurück ins Spiel und mit 15:15 wurden die Seiten gewechselt.

Gleich nach Wiederbeginn gingen die Hausherrinnen erstmals beim 16:15 in Führung, auch wenn der Ausgleich durch Hannah Gahl noch einmal hergestellt wurde, setzte sich der HC Treia/Jübek kontinuierlich ab. Als nach 51 Minuten 22:28 auf der Anzeige stand, war der Drops endgültig gelutscht. Am Ende unterlag der Aufsteiger nach großem Kampf mit 27:32, trat aber erhobenen Hauptes die weite Heimreise an. Das Team um Trainer Kim Sørensen will in den kommenden zwei Wochen diese Leistung im Training kompensieren, um in den nächsten Spielen die nötigen Punkte zu holen.

Torschützen für die HSG Tills Löwen:
Hannah Gahl (7), Teresa Herrmann (5/3), Jacqueline Igla (5), Nora Schröder (3/1), Louisa Hartlev, Sophie Löffler und Eileen Kobus (je 2) Henrike Handke (1)

Suchsdorfer SV – Lauenburger SV 13:25 (7:12)
Nach dem Auftaktsieg am vergangenen Wochenende legte der Lauenburger SV beim Aufsteiger Suchsdorfer SV gleich ordentlich nach und übernahm durch dem 25:13 (12:7)-Erfolg die Tabellenspitze. Auch wenn der Start bis zum 2:2 (8.) etwas holprig war – Maren Knakowski fehlte im Mittelblock – fanden die „Elbdiven“ immer besser ins Spiel. Hieran hatte Anna Krajewski einen sehr großen Anteil – sie organisierte die Abwehr sehr gut und dirigierte ihre Mitspielerinnen oft lautstark – sowie die bärenstark haltende Vanessa Wulf, die insgesamt sechs der neun Siebenmeter entschärfte. So ging die Mannschaft von Trainer Dieter Eigemann über 6:3 (16.) mit einem 12:7 in die Pause.

In der zweiten Halbzeit machte der LSV dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte und baute den Vorsprung stetig weiter aus. Am Ende ging durch die geschlossene Mannschaftsleistung – trotz des „Backe-Verbots“ – ein deutlicher und verdienter 25:13-Sieg mit an die Elbe.

Torschützen für den Lauenburger SV:
Suelin Demir (7/5), Sarie-Marleen Stapelfeldt (7), Alina-Sophie Stapelfeldt (4), Anna Krajewski (3), Sabrina Reimers und Lena Bahde (je 2)

Alle Spiele der SH-Liga auf einen Blick:
Männer
HSG Mönkeberg-Schönkirchen – HSG Tarp/Wanderup 27:27 (12:12)
HSG Marne/Brunsbüttel – HSG Holsteinische Schweiz 27:20 (12:11)
TSV Hürup II – TuS Aumühle-Wohltorf 21:21 (8:11)
TSV Sieverstedt – ATSV Stockelsdorf 21:28 (12:10)
Bredstedter TSV – MTV Herzhorn 24:25 (13:10)
HC Treia/Jübek – HSG Tills Löwen 24:25 (13:12)

Frauen
HC Treia/Jübek – HSG Tills Löwen 32:27 (15:15)
Suchsdorfer SV – Lauenburger SV 13:25 (7:12)
Preetzer TSV – SG Oeversee/Jarplund-Weding 27:22 (13:11)
TSV Lindewitt – SG Dithmarschen Süd 29:18 (13:8)
SV Sülfeld – Slesvig IF 21:23 (11:11)