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Lauenburg – In der Handball Schleswig-Holstein-Liga der Frauen hat der Lauenburger SV beim Aufsteiger ATSV Stockelsdorf II einen Arbeitssieg mit 15:14 (6:7) errungen und seine Spitzenposition verteidigt. Während die Frauen der HSG Tills Löwen bei der HSG Tarp/Wanderup nach einem großen Fight am Ende mit 26:27 (14:18) das Nachsehen hatten. Auch die Männer der HSG Tills Löwen unterlagen bei der HSG Tarp/Wanderup mit 26:29 (13:13). Während der TuS Aumühle-Wohltorf – mit einer dezimierten Mannschaft – nur eine Punkteteilung beim 25:25 (9:9) vor heimischer Kulisse gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen erreichte.

Frauen
ATSV Stockelsdorf II – Lauenburger SV 14:15 (7:6)
Beide Hintermannschaften zeigten Bollwerk-Qualitäten – beide Torhüterinnen zeichneten sich reihenweise aus – so ging der Lauenburger SV erst in der 6. Minute mit 1:0 in Führung. Die Führung wechselte innerhalb der ersten Halbzeit häufiger, ohne dass es einer Mannschaft gelang sich mit mehr als einem Tor in Vorteil zu bringen. Beide Teams verabschiedeten sich mit einer 7:6-Führung des ATSV II in die Kabinen.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild, es war ein Spiel auf Augenhöhe mit dominanten Hintermannschaften. Als der Gastgeber häufiger vom Siebenmeterpunkt scheiterte, bekamen die Elbdiven Oberwasser und setzten sich über 14:10 (54.) auf 15:11 (56.) ab. Die Entscheidung war allerdings noch nicht gefallen, der ATSV Stockelsdorf II brachte den Lauenburger SV noch einmal in der Schlussphase ins Schwitzen, als es in der 59. Minuten zum 15:14 einschlug. Diesen knappen Vorsprung brachten die Lauenburgerinnen ins Ziel und feierten die zwei wichtigen Punkte.

Die Elbdiven ließen eine Reihe bester Chancen liegen, scheiterten an Britta Reimann im Tor des ATSV II. Auch die eigene Torhüterin Vanessa Wulf hielt ihr Team im Spiel, ließ neben zahlreichen Glanzparaden sechs Siebenmeter nicht passieren. Hier lag am Ende der Schlüssel zum Erfolg.

Torschützen für den Lauenburger SV:
Lena Hadeler (3/3), Sarah Lemmermann (3), Maren Knakowski, Sabrina Reimers und Suelin Demir (je 2), Svea Böge, Lena Bahde und Anna Krajewski (je 1)

HSG Tarp/Wanderup – HSG Tills Löwen 27:26 (18:14)
Die HSG Tills Löwen hatte einen guten Start in die Partie, übernahm zu Beginn gleich die Führung und lag in der 6. Minute mit 3:1 in Front. Der Außenseiter zeigte keinen Respekt vor dem Top-Favoriten und behauptete seiner Führung bis zum 12:11 (24.). Unkonzentriertheit ließen die Tarper zu einem 7:2-Lauf kommen und bis zum 18:14-Pausenstand den Spieß komplett zu drehen.

Nun war es der Gastgeber, der den Ton angab und auf 23:16 (40.) enteilte. Jetzt zog Trainer Kim Sörensen die Notbremse in Form der grünen Karte. Die Ansprache zeigte sofort Wirkung, in der Folge eines 5:0-Laufes kam die HSG Tills Löwen beim 21:23 (49.) auf Schlagdistanz. Die Auszeit der Gastgeber war die Folge. Der Gastgeber legte wieder ein 26:22 (56.) vor, doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Sie glichen beim 26:26 (60.) aus, doch das letzte Tor erzielte der Tabellendritte zum 27:26-Siegtreffer 19 Sekunden vor dem Ende.

Torschützen für die HSG Tills Löwen:
Hannah Gahl (15/5), Eileen Kobus und Jacqueline Igla (je 3), Stina Krahn und Rosa Gahl (je 2), Katrin Miebes (1)

Männer
TuS Aumühle-Wohltorf – HSG Mönkeberg-Schönkirchen 25:25 (9:9)
Spielertrainer Arne Schneider hatte insgesamt elf Spieler auf dem Spielbericht, da Aufgrund von privaten und beruflichen Verhinderungen sowie Krankheit der Kader sehr ausgedünnt war. Das Spiel begann verhalten, keine Mannschaft setzte sich ab und die Führung wechselte häufig. Es standen sich zwei robuster und rustikal arbeitende Abwehrreihen gegenüber, wobei der Gästetorhüter auch den einen und anderen schweren Ball entschärfte und verhinderte, dass der TuS sich absetzte. So wechselten die Seiten beim 9:9.

Einen Blitzstart in den zweiten Durchgang legte der Gastgeber hin, durch einen 5:0-Lauf hieß es 14:9 (37.), was die HSG Mönkeberg-Schönkirchen veranlasste, auf eine offensivere Deckung umzustellen. Mit dem 15:10 nach 40 Minuten begann beim TuS Aumühle-Wohltorf langsam der kleine Kader – nur drei Rückraumspieler, die quasi durchspielten – seinen Tribut zu fordern. Fehler schlichen sich ein, die der Gast zu seinem Vorteil nutzte und Tor um Tor aufholte. Nach dem 25:23 (58.) nahm TuS nochmals eine Auszeit, letzte Ansagen zu machen.

Im Anschluss stellte die HSG auf offene Manndeckung um, die schnell zum Ballverlust führte und mit einem schnellen Gegentreffer endete. Immer noch ein Tor vorne und Ballbesitz, aber erneuter Ballverlust durch einen technischen Fehler und sieben Sekunden vor der Schlusssirene erzielen die Gäste den glücklichen Ausgleichstreffer zum 25:25.

Torschützen für TuS Aumühle-Wohltorf:
Lennard Thomsen (6), Arne Schneider (4/1), Erik Hahn und Eric Schlüter (je 4), Finn Kröpke und Timo Kretzschmar (je 2), Pascal Samulowski, Marvin Schulz und Malte Kopp (je 1)

HSG Tarp/Wanderup – HSG Tills Löwen 29:26 (13:13)
Trainer Hendrik Rohde hatte den Druck ein  wenig von der Mannschaft genommen, indem er zwar die Schwere des Spiels klar machte, aber der Tabellenzweite und Gastgeber war eindeutig der Favorit. So hieß die Marschroute: „Wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren und mal schauen was geht.“

So begann das Spiel recht ausgeglichen, obwohl der Gastgeber ordentlich aufs Gas drückte und sich so in der 19. Minute beim 8:5 erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung erspielt. Trainer Rohde reagierte und stellte die Abwehr auf 5:1 um, was die Tarper zusehends unter Druck brachte, was zu technischen Fehlern führte, was die HSG Tills Löwen zum 13:13 bis zur Pause nutzte.

Die Gäste kamen frischer auf die Platte zurück, übernahmen die Führung und bauten diese auf 17:15 (36.) aus. Anschließend kam es zu Unaufmerksamkeiten, die der Gastgeber gnadenlos nutzte und mit einem 4:0-Lauf den Spieß umdrehte. Nach kurzzeitigem Ausgleich zog der Tabellenzweiter beim 23:20 (49.) wieder auf drei Tore davon. In der restlichen Spielzeit blieb die Partie ausgeglichen, doch die HSG Tills Löwen fand kein Mittel, das Spiel noch zu kippen. Der Gastgeber siegte verdient mit 29:26 und verteidigte Platz 2, aber auch die Gäste stehen mit 7:7 Punkten als Aufsteiger im Mittelfeld.

Torschützen für die HSG Tills Löwen:
Florian Hirth (7), Malte Weidner und Robin Möller (je 4), Felix Hirth (3/2), Lukas Prösch (3), Thimo Steinfurth und Ingolf Gonschorek (je 2), Rene Gronek (1)

Alle Spiele der SH-Liga auf einen Blick:
Frauen
ATSV Stockelsdorf II – Lauenburger SV 14:15 (7:6)
HSG Horst/Kiebitzreihe – HC Treia/Jübek 26:27 (14:17)
TSV Lindewitt – Preetzer TSV 19:34 (10:17)
HSG Tarp/Wanderup – HSG Tills Löwen 27:26 (18:14)
Slesvig IF – SG Oeversee/Jarplund-Weding 38:25 (20:13)
SV Sülfeld – Suchsdorfer SV 24:23 (17:12)

Männer
TSV Hürup II – Bredstedter TSV 18:23 (8:10)
HSG SZOWW – MTV Herzhorn 22:34 (13:17)
HSG Tarp/Wanderup – HSG Tills Löwen 29:26 (13:13)
TuS Aumühle-Wohltorf – HSG Mönkeberg-Schönkirchen 25:25 (9:9)
TSV Sieverstedt – HC Treia/Jübek 30:34 (15:17)
ATSV Stockelsdorf – HSG Holsteinische Schweiz 31:24 (15:10)