Kreissportverband Herzogtum Lauenburg stellt die Weichen für die Zukunft

Neue Satzung, einstimmiger Vorstand und klare Botschaft zur Bedeutung des Sports

Carsten Engelbrecht, 1. Vorsitzender des Kreissportverbandes Hzgt. Lbg., eröffnet den außerordentlichen Verbandstag. Foto: Fotos: KSV Herzogtum Lauenburg
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Ratzeburg – Der Kreissportverband Herzogtum Lauenburg (KSV) hat bei seinem außerordentlichen Verbandstag Ende Juni wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Im Ratzeburger Ruderclub beschlossen die Delegierten eine umfassende Satzungsreform, bestätigten den Vorstand einstimmig im Amt und diskutierten über die Zukunft der Sportförderung im Kreis.

Der Vorsitzende Carsten Engelbrecht begrüßte neben den Vertreterinnen und Vertretern der Sportvereine auch zahlreiche Gäste, darunter Landrat Dr. Christoph Mager sowie Gitta Neemann-Güttner, Vorsitzende des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses des Kreises.

Neue Satzung einstimmig beschlossen

Im Mittelpunkt des Verbandstages stand die Neufassung der Satzung. Mit ihr will der KSV seine Verbandsarbeit modernisieren und zukunftsfähig aufstellen. Erstmals wurde ein Leitbild in der Satzung verankert. Zudem wurden die Themen Demokratie, Integration und Kinderschutz gestärkt.

Darüber hinaus setzt der Verband künftig auf eine gestraffte Vorstandsstruktur mit klarer Aufgabenverteilung und einer hauptamtlichen Geschäftsführung. Auch die Digitalisierung der Verbandsarbeit wurde satzungsrechtlich verankert.
Die Delegierten stimmten nach der Beratung einstimmig für die neue Satzung.

Vorstand einstimmig bestätigt

Auch bei den anschließenden Wahlen herrschte große Einigkeit. Carsten Engelbrecht wurde als Vorsitzender ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie die stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Jessen, Dieter Thiel und Anja Reimann.
„Das starke Ergebnis freut mich sehr. Es gibt uns Rückhalt und stärkt den KSV für die kommenden Aufgaben“, sagte Engelbrecht.

Mehr als 51.000 Mitglieder im Kreis

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Vortrag von Anja Reimann zur Zukunft der Sportförderung im Herzogtum Lauenburg. Dabei verwies sie auf die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen. Während die Bevölkerung des Kreises seit 2021 um rund 2,6 Prozent gewachsen sei, habe die Zahl der Sportvereinsmitglieder um 11,7 Prozent auf inzwischen mehr als 51.400 zugenommen. Fast 16.000 Kinder und Jugendliche sind in den Sportvereinen des Kreises aktiv.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei ein Satz Reimanns: „Der größte Jugendtreff in unseren Kommunen ist nicht das Jugendzentrum – sondern der Sportverein.“
Reimann betonte, dass Sportvereine weit mehr leisten als reine Sportangebote. Sie förderten Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt und vermittelten Werte wie Respekt, Fairness und Verantwortung.

Hoffnung auf mehr Planungssicherheit

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zum Sportfördervertrag begrüßte Reimann den geplanten Abschluss eines mehrjährigen Vertrages zwischen dem KSV und dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

„Wir rechnen mit einem Vertragsabschluss nach den Sommerferien. Auch wenn angesichts der Haushaltslage des Kreises mit Mittelkürzungen von 10 % zu rechnen ist, überwiegt die Zuversicht, in angestrengten Zeiten mit dem Mehrjahresvertrag eine Verstetigung sicherzustellen“, sagte Reimann und ergänzte: „Das hilft, auch wenn die vorgesehenen Kürzungen des Fördervolumens die Vereine in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Anforderungen spürbar treffen werden.“
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die finanzielle Situation viele Vereine beschäftigt.

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„Sport ist eine freiwillige Leistung. In Zeiten, in denen alle sparen, legen die Gemeinden beim Sport häufig vorschnell den Rotstift an“, machte ein Vereinsvertreter seinem Ärger Luft.

Engelbrecht und Reimann warben deshalb für ein selbstbewusstes Auftreten der Vereine gegenüber Politik und Kommunen: „Gehen Sie frühzeitig in Gespräche mit Ihren kommunalen Vertreterinnen und Vertretern vor Ort – nicht als Bittsteller für Zuschüsse, sondern als Partner auf Augenhöhe. Sprechen Sie über die Leistungen, die Ihre Vereine Tag für Tag für Kinder, Jugendliche und unsere Gesellschaft erbringen. Investitionen in den eigenen Sportverein sichern die Zukunft der Kommunen.“

Mit einer neuen Satzung, einer modernisierten Organisationsstruktur und dem einstimmigen Votum der Delegierten sieht sich der Kreissportverband Herzogtum Lauenburg für die kommenden Jahre gut aufgestellt und will weiterhin die Interessen von mehr als 51.000 organisierten Sportlerinnen und Sportlern im Kreis vertreten.

Was traut ihr dem VfL Lübeck-Schwartau in der kommenden Saison zu?

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