Virus weiter auf dem Vormarsch: Landrat bittet auf Zuschauer und Umkleidekabinen zu verzichten

Foto: ar
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Ratzeburg – Am vergangenen Freitag wurde es etwas hektisch im Kreis Herzogtum Lauenburg. Landrat Dr. Christoph Mager informierte über die steigenden Corona-Infektionszahlen und schloss dabei den Sport nicht aus. In einem Schreiben an den Verband teilte er mit, dass Inzidenzwert bei 34 Fällen pro 100.000 Einwohner lag und am Wochenende „Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckungsdynamik veranlasst werden müssen“.

Sport nicht das Problem, aber das Drumherum

Weiter heißt es: „Bei den festgestellten Infektionsfällen haben sich im Kreis Herzogtum Lauenburg zwei Hauptübertragungswege herausgestellt: Zum einen führen Feiern in einem mehr oder weniger privaten Rahmen offenbar zu so engem Kontakt, dass es dort häufig zur Weitergabe des SARS-CoV-2 Virus kommt. Zum anderen sind Infektionen nicht selten auf Sportveranstaltungen, insbesondere Punktspiele in den Mannschaftssportarten zurückzuführen. Kritisch stellen sich dabei folgende Beobachtungen dar: Enger Kontakt in Umkleidekabinen und Duschen, Umarmen und „Abklatschen“ – sowohl der Sportler und Sportlerinnen untereinander als auch mit Zuschauern und enger Kontakt – sowohl der Sportler und Sportlerinnen untereinander als auch mit Zuschauern und Angehörigen – im Anschluss an den Sport und gegebenenfalls mit Alkoholgenuss.“

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Landrat Mager bittet auf Zuschauer zu verzichten

„Angesichts der Dynamik dieser zweiten Welle und dem Wunsch, nicht erneut Mannschaftssport generell untersagen zu müssen, bitte ich Sie und Ihre Mitgliedsvereine, auf die Beachtung der geltenden Regelungen und Hygienekonzepte zu drängen. Insbesondere bitte ich, die Nutzung von Umkleiden und Duschen einzustellen und auf den Besuch von Veranstaltungen durch Zuschauer zu verzichten. Ich bin mir darüber bewusst, dass dies persönliche Einschränkungen mit sich bringt und die Freude am Mannschaftssport trübt. Ich halte es aber für zumutbar, wenn sich Sportler bereits zuhause umkleiden und dort auch duschen, wenn dadurch die Gefahr weiterer angeordneter Einschränkungen sinkt“, so Mager weiter.

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Vereine überlegen, Überlegung doch möglich?

Bei einigen Vereinen ist diese Information bereits eingetroffen und sie überlegen, wie sie an diesem Wochenende handeln. Gespielt werden soll aber an diesem Wochenende. Wie es in den kommenden Tagen aussieht, muss man abwarten. Möglich ist sogar, dass wie in Bremen und im Saarland landesweit eine Pause eingelegt werden könnte. Am Freitag hatte der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) bekräftigt, den Spielberieb vorerst aufrechtzuerhalten.