
Lübeck – Der MTV Lübeck hat einen bemerkenswerten Auswärtssieg gefeiert. Beim TSV Schwarzenbek setzte sich die Mannschaft von Trainer Kouross Kashanchi am vergangenen Sonnabend mit 67:65 (25:40) durch. Nach einem deutlichen Halbzeitrückstand kämpften sich die Lübecker zurück und entschieden die Partie erst in der Schlussphase für sich.
Taktische Umstellung bringt die Wende
Dabei verlief die erste Halbzeit aus Sicht des MTV alles andere als geplant. Nach einem knappen 18:20 im ersten Viertel gelangen den Gästen im zweiten Abschnitt lediglich sieben Punkte. Schwarzenbek nutzte die Schwächen der Lübecker Defensive und setzte sich bis zur Pause auf 40:25 ab. „Wir haben das Spiel taktisch falsch begonnen. Dafür übernehme ich als Trainer die Verantwortung. Unsere 2-1-2-Zonenverteidigung ist grundsätzlich sehr stark, aber gegen diese Mannschaft war sie nicht die richtige Wahl“, erklärte Kashanchi anschließend. Mit der Umstellung auf eine Mann-Mann-Verteidigung veränderte sich das Spielgeschehen. Der MTV ließ im dritten Viertel nur acht gegnerische Punkte zu und verkürzte durch ein 21:8 auf 46:48. Auch im Schlussabschnitt blieb die Begegnung umkämpft.
Sulikowski entscheidet die Partie
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Schwarzenbek gelang kurz vor dem Ende noch der Ausgleich zum 65:65, ehe MTV-Kapitän Mark Sulikowski nach einer erfolgreichen Defensivaktion den entscheidenden Korb zum 67:65 erzielte. Mit 27 Punkten und 15 Rebounds war Sulikowski der erfolgreichste Lübecker. Chak Luangsisongkham steuerte 15 Zähler bei, während Tobias Marzke mit elf Punkten und 16 Rebounds überzeugte. Auch Philipp Laatz, der für die Begegnung reaktiviert worden war, spielte mit zehn Punkten und wichtigen Defensivaktionen eine entscheidende Rolle. Kashanchi lobte nach dem Spiel insbesondere die Moral seiner Mannschaft: „Natürlich müssen wir über unsere Fehler sprechen. Wir haben in der ersten Halbzeit sowohl taktisch als auch spielerisch nicht das gezeigt, was wir können. Aber was diese Mannschaft danach geleistet hat, verdient höchsten Respekt.“
Bildquellen
- Jubel beim MTV: MTV/oH


