Wismar – Nach dem knappen, aber hochverdienten, 3:2-Sieg gegen die Hertha 06 aus Charlottenburg, ist der FC Anker Wismar heute auf dem Weg in den Osten des Landes. Die Partie bei den Torgelower Greifen in der Gießereiarena, Blumenthaler Straße beginnt um 18.45 Uhr. Seit 2007 spielten die Vorpommern in der Oberliga Nordost, in der Saison 2012/13 sogar in der Regionalliga. Nach dem Abstieg 2014 waren die Torgelower drei Jahre in der Verbandsliga abgetaucht, bevor in der Saison 2016/17 wieder der souveräne Aufstieg in die höchste Amateurspielklasse geschafft wurde. Im Vorjahr landete das Team aus dem Kreis Vorpommern – Greifswald auf dem 11. Tabellenplatz. Mit der heutigen Partie folgen für das Team von Trainer Christiano Dinalo Adigo die „Nordwochen“.

Nach dem Torgelower Spiel folgen die Partien gegen den Regionalliga-Absteiger TSG Neustrelitz (H, 24. August) und beim FC Hansa Rostock II (2. September). Am Freitag, den 17. August reist das Ankerteam in der 1. Runde des Landespokals um 19 Uhr nach Graal-Müritz. Vom 7. bis 9. September wird dann die 2. Landespokalrunde ausgetragen.

Torgelow hat in der Sommerpause, genau wie der FC Anker Wismar, wichtige Spieler verloren. Kürsat Cicek wechselte zum Regionalliga-Absteiger TSG Neustrelitz und Mittelfeld-Motor Daniel Nawotke zum 1. FC Neubrandenburg 04. Doch der Torgelower FC Greif absolvierte eine ordentliche Vorbereitung. Die Vorpommern gewannen alle ihre fünf Testpartien, spielten dabei dreimal zu Null. Trainer Heiko Stäck, dessen Engagement über den Sommer hinaus verlängert wurde, kann auf eine eingespielte Elf setzen. Auf Grund der Nähe zu Polen spielen gleich zehn polnische Gastspieler bei den Greifen.

In der vergangenen Spielzeit gelang den Torgelowern erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Auch wenn das schwierige zweite Jahr nach dem Oberliga-Aufstieg 2017 ansteht, scheinen sie gefestigt zu sein. Die Greifen haben durchaus das Potenzial diesmal dafür zu sorgen, dass nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib gezittert werden muss. Mit Robert Jaga (37) und Marci Mista (34) hat der TFC ein sehr erfahrenes Abwehrduo zur Stelle.

Trotz einer 0:2-Niederlage in Lichtenberg wurde den Greifen ein guter Saisonauftakt bescheinigt. „Wir wollten kompakt verteidigen und gerade auf der vertikalen Linie die Offensivräume, die von Lichtenberg gut bespielt werden, zumachen. Das ist uns weitestgehend gelungen", so Stäck.

Das Team von Trainer Adigo hingegen hat in dieser Woche dreimal trainiert und sich so optimal auf die Begegnung in Vorpommern vorbereitet. Der Anker-Coach kann auf sein bestes Aufgebot zurückgreifen. Allerdings ist der Einsatz von Igancio Sanchez auf Grund von Adduktorenproblemen im rechten Bein noch fraglich. „Wir wissen, dass wir vor einer ganz schweren Auswärtspartie stehen. Doch wir wollen an den Sieg gegen Charlottenburg anknüpfen. Wir werden versuchen, aus einer sicheren Abwehr heraus gefährliche Angriffe zu starten und so selbst zu Torerfolgen zu kommen. Die Mannschaft hat das Potential dazu und wir werden nicht wieder zwei Eigentore schießen“, so Adigo.

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