Schönberg – Das Spitzenspiel der Fußball Landesliga-West hatte tatsächlich alles zu bieten, was den Fußball ausmacht: Dramatik, Stimmung und Emotionen. Nach 90 umkämpften Minuten hieß es 1:1 zwischen dem FC Schönberg 95 und dem SV Warnemünde vor über 400 Zuschauern im Schönberger PALMBERG-Stadion. Damit bleibt die Elf von Trainer Thomas Manthey auch weiterhin an der Tabellenspitze und steuert fünf Spieltage vor Saisonende weiterhin auf Meisterschaftskurs.

Vor dem Anpfiff bildete sich eine lange Schlange vor den Kassen des Schönberger Stadions und beide Lager sorgten für beste Stimmung. Das Spiel begann mit Vorteilen für die Gäste aus Warnemünde, die ihre ganze Routine in die Waagschale warfen und den Schönberger Angriffen mit gutem Stellungsspiel und Ordnung die Wucht raubten.

Mitte der ersten Halbzeit kamen die Hausherren besser ins Spiel und zur Halbzeit notierte man eine gute Möglichkeit auf Warnemünder Seite und zwei vergebene Hochkaräter (Komoss, Kaben) auf Seiten der Hausherren.

Nach Wiederanpfiff ging es ähnlich ausgeglichen voran – bis zur 59. Minute, als der Schönberger Innenverteidiger Erik Schameitke nach einem harten Einsteigen gegen seinen Gegenspieler mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Und es kam noch dicker für die Schönberger, denn in dieser unsortierten Phase traf der Warnemünder Marc Benduhn zum 0:1 – eine kalte Dusche für die Manthey-Elf.

Der Trainer reagierte und brachte Finn Burmeister und Marvin Worreschck für Nick Heymann und Felix Kaben. Angetrieben von den eigenen Fans suchten die Gastgeber fortan ihr Heil in der Offensive und drängten die Warnemünder immer wieder zurück.

Kurz vor dem Ende brachte Manthey mit Marcel Behm einen weiteren Stürmer und dieser Wechsel zahlte sich schließlich aus – jener Behm traf in der 89. Minute auf Vorlage des agilen Burmeister zum Ausgleich – Riesenjubel auf dem Rasen und auf den Rängen.

Wenig später beendete der nicht immer souveräne Unparteiische Andreas Streich die Partie. Am Ende dieses rassigen und intensiven Spitzenspiels steht die erneute Tabellenführung der Schönberger, die bereits am 1. Mai in Hagenow erneut gefordert sind.