Anzeige
OH-Aktuell

Altenkrempe – Am Sonntagvormittag gab es das 2. Funino-Turnier des Kreisfußballverbandes Ostholstein (KFV). Das Pilotprojekt für Schleswig-Holstein fand nach dem Eröffnungstag vor einer Woche in Großenbrode auch auf der Sportanlage des BCG Altenkrempe großen Anklang. Familiär ging es zu, denn die Eltern hatten Spaß dabei ihren Steppkes im Alter von 4 bis 6 Jahren zuzuschauen. Schiedsrichter gab es nicht und so managten die Trainer der spielenden Mannschaften und klärten alles völlig freundschaftlich untereinander. Das klappte hervorragend.

Reihum ging es für die zwölf Teams a vier bis fünf Spieler pro Mannschaft, wobei nur jeweils drei gleichzeitig auf dem Platz standen. Sieben Vereine machten mit und in den 7 x 7 Minuten pro Partie durfte der Sieger eines jeweiligen Spiels ein Feld weiterrücken. Vier Tore waren je Spielfeld aufgebaut und es war schön mit anzusehen, wie die Kids Spaß daran hatten. Auch wenn schon Mal der Anpfiff ertönte und der Lolli doch noch wichtiger war als das „Gegentor“, blieb es ruhig. Der Spaß stand und steht bei Funino im Vordergrund. Zusammengezählt wurden die Ergebnisse am Ende nicht.

So freuten sich neben KFV-Präsident Klaus Bischoff und Kreisjugendobmann Frank Greiser auch die Vertreter der Volksbanken Raiffeisenbanken Ulf Braune (Neustadt) und Peter Möller (Eutin), die der Sache als Sponsor zur Seite stehen, über so viel Spaß bei den kleinsten Kickern.

Funino wurde in Ostholstein von Timm Quattert (Staffelleiter der F- und G-Junioren im Kreis) ins Leben gerufen. Für ihn war es ein Heimspiel, denn er trainiert selbst Jugendmannschaften beim BCG Altenkrempe. In anderen Bundesländern spielen die Kids diese neue Spielform schon länger.

„Vor zwei bis drei Jahren habe ich Klaus Bischoff die Idee vorgestellt. Er erfuhr über den Landesverband, dass der DFB so etwas etablieren möchte. Es ist uns gelungen, die 24 Tore durch die Volksbanken Raiffeisenbanken sponsern zu lassen und heute hatten wir das zweite Turnier. Die Zielsetzung bei Funino ist, dass möglichst viele Kinder viele Ballkontakte haben, viele Tore schießen und ganz viele Erfolgserlebnisse feiern und wir dadurch mehr Nachwuchs für den Fußball begeistern und bei der Stange halten können. Das ist vor allem für neue Fußballerinnen und Fußballer in diesem Alter ganz wichtig, Erfolgserlebnisse zu haben.“

Der BCG-Jugendtrainer weiter: „Der Modus, dass man immer ein Feld weiterrückt, hat etwas von Champions League. Am Ende sollen gleichstarke Teams gegeneinander spielen.“

Der TSV Ratekau war in Altenkrempe auch dabei und ist bereits in Sachen Funino erfahren. Über ihre Kontakte zum FC St. Pauli und die Fußballschule des Zweitligisten hatten sie schon Berührungspunkte. „Das sieht man auch in der Qualität, wie sie spielen und dass es im eins gegen eins und im Dribbling für die Ausbildung dieser Spielform wichtig ist“, so Quattert. Am kommenden Wochenende geht es bei den Ratekauern weiter mit dem dritten Turnier. Danach stehen Malente und am 3. November Eutin auf dem Programm.

Funino soll weitergehen und Quattert hofft auf weitere Turniere, denn ihm ist es wichtig, dass möglichst viele Mannschaften dabei sind. Einen ganzen Tag dauert so ein Turnier nicht, denn nach der Hälfte ist erst einmal eine 20-minütige Pause, wo die Kinder verschnaufen können. Nach knapp zwei Stunden war der Spaß (leider) schon vorbei, doch die Kids freuen sich schon auf den nächsten Funino-Vormittag…

Auf dem Foto v.l.n.r.: Klaus Bischoff (KFV-Vorsitzender), Peter Möller (VR Eutin), Timm Quattert (KFV-Staffelleiter), Ulf Braune (VR Neustadt), Frank Greiser (KFV-Jugendobmann). Im Vordergrund: die Spieler des gastgebenden BCG Altenkrempe.