Henstedt-Ulzburg – Die Handball-Damen des SV Henstedt-Ulzburg empfingen in der heimischen Frosch-Hölle den Liga-Konkurrenten HG OKT, verloren mit 20:27 (11:15).

Gleich zu Beginn des Spieles zeigten die HG OKT ein variantenreiches Angriffsspiel und gingen bis zur ersten Auszeit zielstrebig mit 7:2 in Führung. Dabei präsentierten sie dynamischen Handball mit interessanten Spielzügen und spielten dabei häufig die Kreisläuferin Josephine Lüthje sowohl am Kreis als auch im Tempogegenstoß zum erfolgreichen Torwurf, frei. Auf Seiten der Frogs-Ladies häuften sich dagegen technische Fehler und Fehlwürfe. Zum Ende der ersten Halbzeit fanden die Henstedt-Ulzburgerinnen zumindest zeitweise zu ihrem Spiel.  Ab der 22. Minute glänzte die für Merline Wünsche eingewechselte Torhüterin Nele Reese mit sehenswerten Paraden. Nach mehreren erfolgreichen Anspielen auf Maren Gawjewski auf der rechten Außenposition sowie im Tempogegenstoß verzeichnetet die Frogs-Ladies einige Torerfolge und gingen mit einem 11:15-Rückstand in die Pause.

In der zweiten Halbzeit häuften sich neben Zuordnungsfehlern in der Abwehr der Frogs-Ladies, technische Fehler im Abspielverhalten. Sehr deutlich wurde das Fehlen der abwehrstarken, aber verletzten Jana Grütznerin, in der nicht immer geschlossenen Verteidigung der Henstedt-Ulzburgerinnen. Zudem wurde die stets wurfstarke Frogs-Lady Meike Schult mit Roter Karte (nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe) vom Platz gestellt. Die HG OKT dagegen verstand es ihr Spiel „durchzuziehen“ und mit 27:20 zu gewinnen.

Nach dem Spiel sagt Frogs-Trainer Sven Rusbült zu HL-SPORTS: „ Das Hauptproblem heute war, dass wir nicht die Sicherheit über die Abwehr hatten. Janas Ausfall mit gebrochenem Handgelenk hat schwerer gewogen, als ich erhofft habe. Ich habe gehofft, dass die Spielerinnen die in diese Lücke springen sollten, nun befreit aufspielen können. Meike hat es phasenweise gut gemacht, wir sind rangekommen, aber dann kam die Rote Karte für Meike und dann ist das einfach irgendwann zu viel und lässt sich nicht ohne weiteres kompensieren.  Die jungen Spielerinnen müssen sich in ihrer Qualität steigern, was nur durch kontinuierliche Arbeit geht und dann auch Zeit braucht. Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Und wenn dann noch viele einfache Fehler im Angriff dazu kommen, die man sich neben den Fehlwürfen nicht erlauben darf, dann wird es halt deutlich. Wenn Nele nicht so gut gehalten hätte, hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.“

Schon am nächsten Sonnabend steht für die Frogs-Ladies das nächste Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV II an. Dann geht der Kampf um die so wichtigen Punkte weiter.