
Lübeck – Bei der Travemünder Woche sind die ersten internationalen Titel vergeben. Während die Weltmeisterschaft der Vaurien und die Europameisterschaften der RS Aero am Freitag endeten, stehen in weiteren Klassen die Entscheidungen erst am Wochenende an. Wettfahrtleiter und Teilnehmer zogen nach einem weiteren erfolgreichen Segeltag ein positives Fazit.
„Das hat heute alles prima geklappt. Bei Ines auf der Bahn hatten wir etwas Probleme, aber es ist klasse, dass alle so flexibel sind und mitziehen, um die Rennen zu segeln“, sagte Gesamtwettfahrtleiter Anderl Denecke.
Italien feiert Vaurien-Weltmeister
Zum zweiten Mal nach 2018 trugen die Vaurien ihre Weltmeisterschaft vor Travemünde aus. Den Titel sicherten sich die Italiener Olmo Cerri und Gioia Bertolani mit sieben Siegen in zehn Wettfahrten. Silber ging an die Spanier Pablo Cabello Vieitez und Isabel Caballo Canas, Bronze an die Franzosen Francois-Xavier Drogou und Caroline Guilloux.
Der internationale Klassenpräsident Peter Lakshmanan zeigte sich zufrieden: „Die Weltmeisterschaft war eine rundum gelungene Sache, zehn Wettfahrten haben wir geschafft, alle bei gutem Wind. Besser kann man es nicht machen – auch der Lay Day war optimal terminiert, so dass wir nicht bei dem Sturm raus mussten.“
Über die Sieger sagte er: „Es haben die absoluten Favoriten gewonnen, und das in beeindruckender Manier. Mit sieben Siegen in den zehn Wettfahrten gibt es an ihrer Überlegenheit nichts zu deuteln.“
Auch Olmo Cerri schwärmte von der Veranstaltung: „Wir hatten Glück mit dem Wind und eine große Bandbreite an unterschiedlichen Bedingungen. Von uns aus hätte es aber ruhig noch windiger sein können. Wir sind zum ersten Mal in Travemünde und lieben es hier. Bei der Regatta war alles super organisiert. Das haben noch nie so gut erlebt. Nur das Festival hätte abends länger gehen können. Als Italiener essen wir spät, danach war dann meist schon alles zu.“
Vier Europameister bei den RS Aero
In den vier RS-Aero-Klassen wurden ebenfalls die Europameister ermittelt.
In der Aero 5 setzte sich der Brite Jonathan Bailey durch. Die Aero 6 gewann der Australier Rhett Gowans, während sich die Ukrainerin Sofia Naumenko den EM-Titel sicherte. In der Aero 7 dominierte der Schwede Aron Wärnberg, bei den Aero 9 lag der Kanadier Baabii’O Flower in der Gesamtwertung vorn, Europameister wurde der Schwede Erik Wahlberg.
Andrew Mack aus den USA, Sieger der Master-Wertung in der Aero 6, sagte: „Es war eine großartige Regatta mit vielen Rennen und sehr unterschiedlichen Bedingungen, von Leicht- bis Starkwind. Ich bin froh, dass wir mit der ganzen Familie nach Travemünde gekommen sind und selbst ein wenig überrascht, wie gut es für mich gelaufen ist. Es war erst meine zweite Regatta in der Klasse RS Aero 6.“
Auch Aron Wärnberg zog ein positives Fazit: „Das war gutes Segeln in Travemünde, ähnlich wie in Kiel, wo ich schon mehrmals im Ilca gesegelt bin. Es hat Spaß gemacht, mal wieder in der RS-Aero-Klasse zu starten. Ich segele sonst fast nur noch im Ilca 7, aber dieses Jahr passte es zeitlich.“
Entscheidungen stehen noch aus
Bei der Weltmeisterschaft der RS Feva gehen die Briten Cassius Day und Harry O’Callaghan als Führende in die beiden abschließenden Wettkampftage. Dahinter folgen zwei Teams aus Estland.
Spannend bleibt es auch beim Gold-Cup der Folkeboote. Ulf Kipcke übernahm vor dem letzten Rennen die Führung, liegt jedoch nur einen Punkt vor dem Dänen Per Hovmark. Dessen Landsmann Per Buch folgt mit einem weiteren Zähler Rückstand auf Rang drei.
In der Klasse RS 21 führt weiterhin der Pole Lukas Wosinsky vor Davide Albertini Petroni aus Italien und der Münchnerin Melanie Höveler.
Bei der Norddeutschen Meisterschaft der Drachen verbesserte sich Tanja Jacobsohn vom Lübecker Yacht-Club auf den zweiten Platz hinter Benjamin Morgen aus Hamburg.
In der Formula 18 liegen Jesse und Sven Lindstädt aus Norderstedt nach konstanten Top-Platzierungen vor den Finnen Mikko und Kirsikka Räisänen sowie den Dänen Jan Hedmann Jensen und Penelope Wyon.










