Norderstedt – Es war ein gebrauchter Samstagnachmittag für die Volleyballerinnen der Lübecker Turnerschaft. Sie kamen gegen den 1.VC Norderstedt kaum ins Spiel  und mussten sich dem Tabellendritten der Regionalliga Nord am Ende mit 0:3 (17:25, 18:25, 14:25) geschlagen geben. Trotz der der Niederlage ist das Team von Trainer Michael Kalms weiter in der oberen Tabellenhälfte platziert.

Von Beginn an hakte es bei der Turnerschaft. Schon im ersten Satz produzierte die Lübeckerinnen zu viele eigene Fehler. Vor allem die eigenen Angaben waren ein Schwachpunkt, aber auch im Angriffsspiel hakte. Besonders Geburtstagskind Clara Hiller bekam kaum gute Bälle gestellt, so dass die Angriffsaktionen oft wirkungslos verpufften. Die Gastgeberinnen fighteten ihrerseits um jeden Ball und konnten so den Satz völlig verdient mit 25:17 für sich entscheiden.

Besser wurde es im zweiten Satz, vor allem, weil die Turnerschaft den Kampf annahm. Besonders Monika Grande zeichnete sich in der Abwehr, kratzte ein ums andere Mal Bälle vom Boden und sorgte so dafür, dass Nicole Nekola präzise Angriffe einleiten konnte. Allerdings half es nichts, denn Norderstedt spielte sehr konzentriert und hatte vor allem in der Schlussphase die besseren, spielerischen Argumente. So ging auch Satz Nummer zwei mit 25:18 an den VCN.

Der Wille bei den ersatzgeschwächten Lübecker Frauen, welche u.a. auf Kapitänin Nathalie Stark und auf Linda Schubert verzichten mussten, war und so gelang mit einem 4:1 ein starker Start in den dritten Satz. Doch die etwas größere individuelle Klasse bei Norderstedt und einige Abstimmungsschwierigkeiten bei der Turnerschaft, sorgten dafür, dass die Partie wieder kippte. Am Ende holte sich der 1.VC den dritten Satz vergleichsweise locker mit 25:14.

„Leider ist es uns nicht gelungen, die Spielfreude und -bereitschaft der letzten Begegnungen auf die Platte zu bringen“, resümierte Trainer Michael Kalms: „In allen Spielelementen fehlte die notwendige Sicherheit und Qualität. Bleibt zu hoffen, dass wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen und es gegen Schwerin besser machen.“

Spielerin Julia Fleischmann ergänzte: „Insgesamt ein unglückliches Spiel, wofür wir uns in der Rückrunde revanchieren wollen. Zumindest konnte Michael Kalms in der Aufstellung feststellen, dass einige Spielerinnen auch auf mehreren Positionen einsetzbar sind. So spielte Anika Senkpiehl (sonst Außenangreiferin) diesmal über diagonal (da Kapitän Nathalie Stark fehlte). Und Karoline Hilsenstein (sonst Mittelblockerin), welche diesmal über Außen und einige Punkte über Diagonal spielte, um im Block der Hauptangreiferin von Norderstedt (ehemals 2. Bundesligaspielerin) das Leben etwas schwerer zu machen.“

Weiter geht es für die Lübecker Turnerschaft am kommenden Samstag (17 Uhr) auswärts bei Schlusslicht BSP Schweriner SC.

LT spielte mit: Hiller, Jessen, Kallenbach, Grande, Nekola, Stolz, Senkpiehl, Fleischmann, Hilsenstein

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