Lübeck – Reicht es oder reicht es nicht? Das ist die Frage, die sich die Volleyballerinnen der Lübecker Turnerschaft momentan stellen. Als Aufsteiger in die 3. Liga schafften sie einen siebten Platz und sollten damit eigentlich gerettet sein. Doch nun könnte der drittletzte Rang eventuell doch nicht reichen. Es kommt auf eine Verbandsentscheidung an – und wie sich die Aufsteiger verhalten. Gehen sie hoch oder wollen sie das Wagnis der höheren Liga doch nicht eingehen.

Eines steht fest: In der kommenden Saison werden die beiden Absteiger aus der 2. Liga, VT Arubis Hamburg II und Kieler TV, die Klasse darunter „beglücken“, aus der SVF Neustadt-Glewe für das Bundesliga-Unterhaus qualifiziert wäre. Der SV Warnemünde müsste als Absteiger in die Regionalliga und auch den SV Pädagogik Schönebeck sollte es eigentlich „sportlich“ erwischt haben. Somit würde die 3. Liga mit zehn (momentan neun) Vereinen an den Start gehen.
Wer will aber aus der Regionalliga aufsteigen? Auch hier ist man sich bei den Clubs noch nicht im Klaren, was man überhaupt möchte. Und dann kommt noch der Verband, der gerne die 3. Ligen mit insgesamt 40 Vereinen sehen möchte. In der abgelaufenen Saison waren allerdings insgesamt nur 36 Teams, die dort schmetterten, was das Zeug hielt. Etwas verwirrend, denn wenn Neustadt-Glewe nicht aufsteigen möchte, erhöht sich die Anzahl der Mannschaften auf elf – das wäre wohl noch machbar, aber… ach ja, was ist mit den Meistern der Regionalliga? Wollen sie drittklassig sein oder nicht. Und hier kommt die Lübecker Turnerschaft ins Spiel. Sie müssten dann ebenfalls wieder in der Viertklassigkeit ausharren. Absolut verwirrend, denn so kann auch kein Trainer planen.

Michael Kalms, Trainer der LT-Frauen, weiß gar nicht, was er momentan machen kann: „Uns sind wirklich die Hände gebunden und wir wissen nicht, für welche Liga wir planen dürfen. Natürlich hoffen wir, weiter in der 3. Liga zu spielen, aber es liegt nicht an uns. Wir müssen warten.“

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Auch gibt ihm eine zweite Frage einige Rätsel auf. Der Kader war schon in der gerade beendeten Spielzeit sehr dünn und nun verlässt auch noch Dörte Lüdders die Lübecker Volleyballerinnen. Berufliche Umorientierungen stehen auch bei Clara Hiller und Anne Müller an. Weitere Spielerinnen äußerten den Wunsch, ihr Engagement ebenfalls – beruflich, aber auch privat begründet – zu reduzieren. „Wir haben da ein echtes Nachwuchsproblem“, meinte er gegenüber HL-SPORTS. Die zweite Mannschaft will man nicht schröpfen und in der Jugend sieht es eher mau aus. Er hoffte schon im vergangenen Jahr auf die Volleyball-AG der Thomas-Mann-Schule: „Die Mädels und auch Jungs sind alle sehr engagiert, aber bis jetzt hat noch niemand den Weg zu uns in den Verein gefunden." 

Eine Hoffnung hegt er allerdings noch. Von der TG Rangenberg dürfte wohl Verstärkung kommen. Fortesa Krasniqi und Kathrin Bomba gaben ihre Zusage für die kommende Saison – egal für welche Klasse.

Bis zum 5.Mai sollte Klarheit herrschen und dann kann Kalms auch endlich für die kommende Saison planen. Bis dato müssen alle Teams ihre Unterlagen abgegeben haben.

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