Aus dem Ziel „verletzungsfrei und Spaß“ wird ein lang ersehnter Sieg für die VSG Lübeck

Der Erfolg kommt dennoch zu Spät

Die Frauen der VSG Lübeck dürfen endlich wieder jubeln Foto: VSG Lübeck

Neubrandenburg – Am Vergangenen Sonnabend bestritten Frauen der VSG Lübeck ihren vorletzten Spieltag in der aktuellen Regionalliga-Saison. Die Auswärtsfahrt ging zum SC Neubrandenburg, direkte Tabellennachbarn der Lübeckerinnen. Die Gegnerinnen hatten sich am vorigen Wochenende vier Punkte erkämpft und damit den rettenden siebten Platz endgültig für sich erobert und den Abstieg der VSG Lübeck besiegelt. Die Hanseaten reisten mit acht Spielerinnen nach Neubrandenburg, die anderen krank oder verhindert, einem äußerst schlank besetzten Kader. Vor dem Spiel setze Außenangreiferin Milena Klapp das Credo: „Wir sollten heute alles daransetzen, uns nicht zu verletzten und Spaß zu haben. Immerhin haben wir ja nichts zu verlieren“.

Zu späte Aufholjagd im ersten Durchgang

Der erste Satz begann gut für die Lübeckerinnen mit einem Spielstand von 7:4. Allerdings fanden auch die Neubrandenburgerinnen immer mehr in ihr Spiel und erarbeiteten sich in der Satzmitte einige Punkte Vorsprung. Bei einem Spielstand von 14:24 entschieden sich die Hansestädterinnen dann, doch noch etwas mitspielen zu wollen und holten sechs Zähler in Folge. Für den Satzgewinn kam diese Aufholjagd allerdings zu spät – für das gute Gefühl war sie aber wichtig.

Kurswechsel ab dem zweiten Satz

Im zweiten Satz nahm sich die VSG vor, den Durchhänger in der Mitte des Satzes einfach wegzulassen. Starke Aufschlagserien der Lübecker Zuspielerin Anna Kuptz und schlaue Lösungen der Angreiferinnen mit gelegten Bällen auf den Marktplatz tüteten den Satz souverän 25:18 ein. Und so sollte es auch weitergehen. Trotz kleiner Rückstände im dritten und vierten Satz schaffte es die VSG Lübeck, den dritten und vierten Satz nach Hause zu holen.
Am Ende war man sich einig: Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Zuspielerin wird MVP

Für die vielen Sprints bei der ein oder anderen vermasselten Annahme und die scharfen Aufschläge wurde die Lübecker Zuspielerin Anna Kuptz mit dem MVP-Titel belohnt. Sie sagte später über das Spiel: „Das Spiel gegen Neubrandenburg hat uns wieder einmal gezeigt, dass wir spielerisch in die Regionalliga gehören. Wir konnten ohne Druck aufspielen und haben die vermutlich beste Teamleistung der Saison aufs Feld gezaubert, und das obwohl wir in Minimalbesetzung angetreten sind. Wir haben um jeden Ball gekämpft, haben lange Ballwechsel gewonnen, mutig am Netz agiert und die Gegner durch starke Aufschläge unter Druck gesetzt. Das gesamte Spiel hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht und ich bin stolz, dass wir trotz des besiegelten Abstiegs das Spiel so durchgezogen haben.“ Abschließend muss das Vorhaben für das Spiel rückwirkend angepasst werden: „Nicht verletzen, Spaß haben und gewinnen!“ Für das Volleyball-Team aus Lübeck steht in vier Wochen am 16. März der nächste und letzte Spieltag in Warnemünde an. Zwischendurch, wird aber noch um den Landespokal zuerst im Halbfinale gegen den altbekannten Wiker SV gekämpft.

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Die Männer der VSG Lübeck verloren am vergangenen Sonnabend im direkten Duell in Schwerin mit 1:3 und bleibt weiter auf Platz drei der 3.Liga.

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