Fehlerfrei und souverän an die Tabellenspitze

VSG Lübeck überholt Kiel

Anna Kuptz, (VSG Lübeck). Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Eine hundertprozentige Ausbeute haben die Frauen der VSG Lübeck am vergangenen Wochenende in der Verbandsliga eingefahren. Zwei Spiele und zwei Siege mit glatten sechs Punkten gab es gegen Kieler TV 3 3:1 (20:25 25:23 25:21 25:16) und SC Rönnau 3:0 (25:22 25:13 25:23). Damit schoben sich die Lübeckerinnen an denen bis dahin mit einem Satz Vorsprung vor ihnen liegenden Kielerinnen vorbei auf den ersten Tabellenplatz.

Holpriger Auftakt, aber dann…

Der Auftakt am vergangenen Sonnabend erst einmal gegen Kieler TV 3 ernüchternd. In einem engen Spiel ging der erste Satz mit 25:20 an die Kielerinnen. Bei 11:11 ließen die Lübeckerinnen es etwas abreißen, ohne dass man sagen kann, dass es in bestimmten Elementen eklatante Lücken gab. Bis dahin blieb ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Lediglich die Aufschläge gelangen nicht so, wie sonst üblich und Kiel setzte sich Punkt für Punkt ab. Verdient ging der erste Satz somit an die Gäste. Im zweiten Satz gelang etwas mehr und die VSG-Mädels hielten Kiel knapp bis zur Hälfte des zweiten Satzes mit zwei bis drei Punkten auf Abstand. KTV kämpfte sich ran 12:12, 13:13, 14:14 und 16:16. Erst dann gelang mehr und die Kieler Abwehr wurde mit harten Angriffen zermürbt. Knapp und ebenfalls verdient ging der Satz dieses Mal auf das Lübecker Konto. Immer selbstbewusster und risikofreudiger traten die Gastgeberinnen, beflügelt vom Satzgewinn, fortan auf. Die Abstimmung auf dem Feld in den Lübecker Reihen klappte besser und besser. Vor allem gelang es Anna Kuptz mit ihrem Zuspiel Einerblocksituationen für die VSG-Außenangreiferinnen zu generieren. Die Pässe wurden gleichmäßig verteilt und die Schnellangreiferinnen banden, so wie es sich gehört, den gegnerischen Mittelblock. Und in den Momenten, in denen der Pass nicht nach Außen ging, nutzten die Lübecker Schnellangreiferinnen Luise John und Kim Kieselbach die Chance und ließen es auf Kieler Seite richtig einschlagen. Etwas deutlicher als der zweite Satz ging der dritte Durchgang mit 25:21 an Lübeck. Im vierten Satz dominierten die Lübeckerinnen das Geschehen auf dem Spielfeld. Die Aufschläge wurden stabiler und gefährlicher und ließen auf Kieler Seite keinen geordneten Spielaufbau zu. Vor allem Mercedes Rutsch gelang eine Sechs-Punkte- und eine Drei-Punkte-Serie im Aufschlag. Ungefährdet ging der vierte Satz über ein 16:12 und 22:14 wohlverdient und benötigt mit 25:16 an Lübeck.

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Anna Kuptz und Mercedes Rutsch (VSG Lübeck) am Netz gegen den Block von Jessica Greinacher (Kieler TV 3). Foto: Lobeca/Michael Raasch

Kalms absolut zufrieden

„Das war das beste und überzeugendste Spiel, was wir in dieser Saison gezeigt haben und was ich bisher von den Mädels gesehen habe. Die Mädels lieferten in einem intensiven und kraftraubenden Spiel eine überaus starke und souveräne Mannschaftsleistung“, so ein stolzer Trainer Michael Kalms im Anschluss an das Spitzenspiel.  

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Angriff von Mercedes Rutsch (VSG Lübeck) gegen Madita Hübner und Nicole Albus (SC Rönnau). Foto: Lobeca/Michael Raasch

Klare Sache gegen Rönnau

Auch im zweiten Spiel gegen den SC Rönnau ließen die „Marzipanschnitten“ nichts anbrennen, auch wenn die Spielzüge nicht mehr ganz so flüssig liefen, wie im Spiel vorher. Leichte Fehler in der Abwehr und im Angriff, die man durchaus einem generellen Konzentrationseinbruch zuordnen konnte, machten es phasenweise unnötig spannend. Positiv war jedoch, dass die Mädels das Zepter nie aus der Hand gaben und alle drei Sätze dominierte. Die Satzergebnisse 25:22, 25:13 und 25:23 machten den Spieltag richtig rund und ungeschlagen konnten die VSG-Mädels den zweiten Advent feiern.

Madita Hübner und Nicole Albus (SC Rönnau) blocken gegen Fenja Zell (VSG Lübeck), Foto: Lobeca/Michael Raasch

In Wik nachlegen

Damit die Siegesserie weiterhin anhält, wollen die Mädels am Sonnabend bei Wiker SV 2 alles daransetzen und um jeden Punkt erbarmungslos kämpfen. Mit den Wikerinnen, die mit einer soliden Abwehrleistung zu überzeugen wissen, steht wieder ein sehr spannendes Spiel an. Auch die zweite VSG-Mannschaft, bisher sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Verbandsliga, ist beim WSV gefordert.

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