Hilfszettel nützen nichts: VSG Lübeck fliegt am Ziel vorbei

0:3-Schlappe gegen WiWa Hamburg

Leonie Umminger (VSG Lübeck) kommt gerade noch an den Ball. Foto: Lobeca/Wolf Gebhardt

Lübeck – Erneut gab es am vergangenen Wochenende keinen Punktgewinn für die VSG Lübeck in der Frauen-Regionalliga Nord. Dieses Mal zogen man gegen WiWa Hamburg in der heimischen Thomas-Mann-Halle den Kürzeren. Zu Buche stand nach 71 Minuten eine 0:3 (20:25, 15:25, 17:25)-Niederlage gegen den Tabellenfünften. Die Lübeckerinnen bleiben aktuell auf einem Abstiegsplatz.

Satz zur persönlichen Motivation

Hochmotiviert gingen sie in diese Partie und wollten die Niederlage der Vorwoche vergessen machen. Personell galt es im Außen- und Diagonalangriff einige Ausfälle zu kompensieren, was einer gelungenen Mannschaftsleistung aber nicht im Wege stehen sollte. Vor dem Spiel fokussierte sich die VSG noch mit einer kurzen Mentaltrainingseinheit in der Kabine. Jede Spielerin hatte einen Satz zur persönlichen Motivation dabei, was helfen sollte, schwache Spielphasen zu überwinden. Die Gastgeberinnen starteten gut ins Spiel. Mit einer sehr guten spielerischen und kämpferischen Leistung lieferten sie sich mit den Hamburgerinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schlussendlich gaben sich die Lübeckerinnen am Ende des Satzes mit 20:25 geschlagen.

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Siegerpose bei der VG WiWa Hamburg. Foto: Lobeca/Wolf Gebhardt

Kein guter Start in 2. Satz

Daran sollte im zweiten Satz angeknüpft werden. Jedoch verlief der Start für die Lübeckerinnen hier nicht gut. Nach einem anfangs deutlichen Rückstand konnten sie auch im weiteren Satzverlauf nicht mehr zu ihrem Spiel finden, sodass das Ergebnis 25:15 für die Gäste aus Hamburg bedeutete.

Hohe Fehlerquote

Im dritten Satz kamen die VSG-Frauen wieder etwas besser ins Spiel und gestalteten mit Kampfgeist den Satz lange offen. Jedoch sollten Unsicherheiten und die hohe Eigenfehlerquote aus dem zweiten Satz nicht ganz abgeschüttelt werden. Für einen Satzgewinn reichte es somit nicht. Die Gäste entschieden den Satz mit 25:17 für sich.

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Luise John und Anna Kuptz (VSG Lübeck) blocken. Hinter dem Netz Mareike Südmersen (VG WiWa Hamburg). Foto: Lobeca/Wolf Gebhardt

Lichtblicke gibt es trotzdem

Nach dem Spiel herrschte Ratlosigkeit, einig war man sich allerdings in einem Punkt: Das ist nicht die Leistung, die die Mannschaft erbringen kann und muss, um in dieser Liga bestehen zu können. Außenangreiferin Marie Blume fasst zusammen: „Wir haben zu viele Abstimmungsfehler gemacht. Daran müssen wir unbedingt weiter im Training arbeiten.“ Es sind nur drei Trainingseinheiten bis zum nächsten Spieltag kommenden Sonnabend in Stralsund, die alle aber unbedingt intensiv nutzen wollen. Diagonalangreiferin Laura Ebbers fand allerdings etwas Positives: „In den letzten Spielen hatten wir eine hohe Fehlerquote im Aufschlag. Da haben wir uns in diesem Spiel deutlich verbessert.“ Dies hatte die Mannschaft intensiv die vergangenen Wochen trainiert, in der Halle und mit Mentaltraining.

Never give up

Es ist klar, dass die Lübeckerinnen ihre Leistung und vor allem die Konstanz ihrer Leistung noch steigern müssen, um das große Ziel, den Klassenerhalt, zu schaffen. Aber aufgegeben hat bei der VSG noch niemand. Es sind noch viele Spiele zu bestreiten.

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