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Lübeck – In der Thomas-Mann-Halle lieferten sich am Sonnabend Grün-Weiß Eimsbüttel und die VSG Lübeck ein wegweisendes Duell. Während die Gäste aus Eimsbüttel nach zuletzt drei Siegen in Folge eine gute Formkurve zeigten und mit einem Sieg an der VSG vorbeiziehen konnten, brauchten die Volleyballer aus Lübeck nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen dringend einen Sieg, um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf zu rücken.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen war das Spiel zahlreich besucht. Vielleicht war auch der Hinspielerfolg in Eimsbüttel, bei dem man sich nach 2:0-Führung noch gerade so zu einem 3:2-Erfolg retten konnte, ausschlaggebend für die von Beginn an gute Stimmung in der Halle. Insbesondere die Verbandsliga-Damen der Lübecker TS unterstützten die Mannschaft wie gewohnt zahlreich und lautstark.

Dieser Rückhalt aus Lübeck könnte ein Grund gewesen sein, wieso das Team stark in das Spiel startete. Nach einem konzentrierten Beginn, bei dem sich das Team durch eine gute Block-Feldabwehr auszeichnen konnte, nahm Eimsbüttel nach einer Aufschlagserie von Außenangreifer Melchert bei 8:15 die erste Auszeit. Doch auch jene konnte das Momentum zunächst nicht biegen. Lübeck hatte früh die Aufschlagtaktik dem starken Auftritt des Eimsbütteler Liberos Millahn angepasst und setzte anstatt jenen nun immer wieder mit druckvollen Angaben auf die Außenlinien den Zuspieler Voigt unter Druck, der nur wenig brauchbare Annahmen erhielt. Lübeck spielte den ersten Satz konzentriert zu Ende und entschied den Satz deutlich mit 25:17 für sich.

Im zweiten Satz legte Lübeck einen Blitzstart hin. Abwehr und Block standen zunächst bombensicher, sodass sich das Team schnell eine 9:2-Führung im zweiten Satz herausspielte. Doch dann verlor das Heimteam für eine Zeit völlig den Faden und trotz der starken Rückkehr des Liberos Matthias Nehls kam keine Annahme mehr zum gewohnt starken Zuspieler Menge. Eimsbüttel rehabilitierte sich, und glich das Spiel schnell auf 11:11 aus. Es folgte ein packender Schlagabtausch, bei dem sich bis zur Auszeit des Lübecker Trainers Schlicht beim Stand von 20:20 kein Team absetzen konnte. Dann aber schafften es die Hausherren doch, im Gegensatz zur Auswärtspleite in Kiel nach ebenfalls starkem Auftakt, den Satz mit fokussiertem Spiel siegreich zu Ende zu bringen. 25:22 hieß es am Ende.

Nun wollten die Lübeck den dritten Satz unbedingt für sich zu entscheiden und endlich wieder drei Punkte gewinnen. Im vorherigen Satz hatte es einige strittige Szenen gegeben, die die Stimmung bei Spielern und Fans zusätzlich aufheizten. Nach einer feurigen Ansprache war das Team nun besonders motiviert, doch die Anfangsphase war fahrig und die Gäste gingen sogleich mit 9:6 in Führung. Dem Team gelang es dann aber besonders gut, den Gegnern aus Eimsbüttel in Person der Mittelblocker Pommerenke und Rey immer wieder durch Blocks im Angriff den Zahn zu ziehen. Dazu erkämpften sich die Lübecker nun die wichtigen Bälle, und nach einer Aufschlagserie von Diagonal-Urgestein Martens war man den Hamburgern auf 18:12 entwischt.

Die Gäste aus Eimsbüttel bäumten sich nun noch einmal, auch bedingt durch präzise Angaben und Zuspiele des gegnerischen MVPs Voigt, auf. Doch mit einem beherzten Schlussspurt setzten sich die Lübecker auch in diesem Satz mit 25:21 durch. Mit dem ersten 3:0 der Saison und damit drei Punkten katapultiert sich die VSG Lübeck nun wieder in das Tabellenmittelfeld, sodass auch ein wenig Puffer auf die Abstiegsränge besteht. Besonders erfreulich, dass man an den Rivalen aus Kiel in der Tabelle vorbeizog. So feierten Spieler und Fans gemeinsam einen erfolgreichen vorletzten Heimspieltag in der Thomas-Mann-Halle. An gleicher Stelle wartet am 29. Februar dann das letzte Heimspiel der Saison gegen den Eimsbütteler TV, in dem die VSG Lübeck dann hoffentlich mit zahlreichen Zuschauern den Klassenerhalt feiern will.
(PM)